18. Oktober 2019 / 16:24 Uhr

Nach Rassismus-Skandal: Bulgarien-Trainer Krassimir Balakov tritt zurück

Nach Rassismus-Skandal: Bulgarien-Trainer Krassimir Balakov tritt zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Krassimir Balakov ist nicht mehr Trainer der bulgarischen Nationalmannschaft.
Krassimir Balakov ist nicht mehr Trainer der bulgarischen Nationalmannschaft. © imago images/Focus Images
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Personal-Beben beim bulgarischen Fußball-Verband: Nachdem der Präsident Borisslaw Michailow zurückgetreten war, sorgt nun Krassimir Balakov für den nächsten Aufreger: Der Trainer der Nationalmannschaft Bulgariens legt sein Amt ebenfalls nieder.

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Krassimir Balakov ist nicht mehr Trainer der bulgarischen Nationalmannschaft. Laut offizieller Mitteilung hat der ehemalige Bundesliga-Spieler des VfB Stuttgart seinen Rücktritt beim Verband eingereicht. Wie der 53-Jährige habe auch die gesamte Führung des nationalen Verbandes (BFU) nach dem Rücktritt des Präsidenten Borisslaw Michailow am Dienstag ebenfalls entschieden, ihr Amt niederzulegen. "Ich bin aus einer moralischen Verantwortung heraus zurückgetreten", sagte der nun Ex-Bulgarien-Coach der Bild.

Balakov war nach dem EM-Qualifikationsspiel gegen England (0:6) international in die Kritik geraten. Während der Partie waren Englands dunkelhäutige Spieler Tyrone Mings, Raheem Sterling und Marcus Rashford von bulgarischen Fans rassistisch beleidigt worden. Anhänger der Gastgeber zeigten in Sofia außerdem den Hitlergruß. Balakov spielte die Vorfälle im Anschluss an das Spiel herunter.

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Balakov geriet wegen Aussagen nach England-Spiel international in die Kritik

"Ich persönlich habe die Gesänge nicht gehört", sagte der 53-jährige Ex-Stuttgarter. "Ich habe gesehen, dass die Schiedsrichter das Spiel gestoppt haben, aber ich muss auch sagen, dass sich nicht nur die bulgarischen Fans, sondern auch die englischen Fans schlecht verhalten haben, als sie während der bulgarischen Nationalhymne gepfiffen haben." Dafür hatten beide Verbände auch Strafen kassiert. Den knallharten Rassismus der bulgarischen Anhänger will Balakov nicht mitbekommen haben - das klang für die anderen Akteure, Medien und Fans wenig glaubhaft.

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Hat Balakov wirklich nichts mitbekommen vom offenen Rassismus im Stadion von Sofia? Englands Superstar Sterling hatte auf Twitter in Balakovs Richtung gespottet: "Mmmmm...da bin ich mir nicht sicher, Chef." Die Affäre um das Länderspiel, das den bulgarischen Fußball noch lange beschäftigen dürfte, wurde nach der harten Kritik so nicht nur dem Verbandspräsidenten Borisslaw Michailow zum Verhängnis, sondern auch Balakov selbst.

Dabei war der Ex-Trainer des 1. FC Kaiserslautern erst seit Juni im Amt, die Partie gegen England war sein sechstes Spiel. In dieser Zeit gab es für Bulgarien fünf Niederlagen. Gegen Montenegro gab es immerhin ein Remis. Die bescheidene Bilanz Balakovs: 0,17 Punkte pro Spiel. Balakov hatte zuvor unter anderem Grasshoppers Zürich, FC St. Gallen, Chernomorets Burgas, Hajduk Split, Lautern, Litex Lovetch und FK Etar trainiert.

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