24. September 2019 / 10:40 Uhr

Aus Schießbude wird Spitzenreiter: Was ist mit der SG Everloh-Ditterke passiert?

Aus Schießbude wird Spitzenreiter: Was ist mit der SG Everloh-Ditterke passiert?

Katharina Weykopf
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die SG Everloh-Ditterke hat sich von der Schießbude zum Spitzenreiter gemausert.
Die SG Everloh-Ditterke hat sich von der Schießbude zum Spitzenreiter gemausert. © SG Everloh-Ditterke
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Die noch junge Saison beginnt für die SG Everloh-Ditterke überraschend erfolgreich. In der vergangenen Spielzeit gewann das Team von Jörg Wolff gerade mal eine Partie und stieg ab, jetzt steht es in der 3. Kreisklasse 3 mit sechs  Siegen und 49:5 Toren an der Spitze. Was ist passiert?

In der vergangenen Saison ging es nach Altenhagen und Rethen, jetzt nach Seelze und Badenstedt. Vergangene Saison hieß es am Ende Platz 13 und Abstieg aus der 2. Kreisklasse, derzeit steht Platz 1 in der 3. Kreisklasse zu Buche. 2018/19 kassierte die SG Everloh-Ditterke 142 Tore, das bedeutet im Schnitt 5,91 Gegentore pro Spiel. Und jetzt: sechs Siege in sechs Spielen, 49:5 Tore, das sind durchschnittlich rund 8,2 Treffer pro Partie.

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Ein fast vollständig neues Team

Gefühlt liegen Welten zwischen vergangener und aktueller Saison. Everlohs Trainer Jörg Wolff begründet das damit, dass sie bei der SG "letzte Saison eine bessere A-Jugend zwangsläufig installieren" mussten, da viele Spieler den Verein verlassen hatten.

Diese Saison ist der "Kern der Mannschaft" fast vollständig neu, einige Neuzugänge haben noch weitere Spieler mitgebracht. Der aktuelle Kader besitzt nun eine "höhere Qualität". Und diese Qualität "geht über alle Mannschaftsteile. Vom Torwart bis zum Sturm. Durch die Neuen wurden alle qualitativ verbessert."

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Neue Maßnahmen hat Wolff nicht ergriffen, dennoch lässt sich mit der höheren Qualität der neuen Spieler taktisch viel mehr rausholen.

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Mit Niclas Lobback, Arne Mertens und Marc Schwabbauer kamen drei Spieler mit Engenser Vergangenheit und mit Finn Christoph Derben einer vom TuS Kleefeld, um das Team um Jacob Mentzel zu verstärken. Jacob Mentzel, der bereits in der Jugend für die SG gespielt hat, startet diese Saison richtig durch. Mit zwölf Toren ist er Top-Torschütze beim Kreisklassisten. Neuzugang Lobback schließt sich mit neun Toren an.

Wolff hat keine Angst vor einem erneuten Abstieg

Wenn die Saison weiterhin so verläuft, steht dem direkten Wiederaufstieg nichts im Wege. Angst davor, dass die SG Everloh-Ditterke nach dem Aufstieg direkt wieder absteigen könne, hat Wolff nicht. Außer es sollte wieder ein "Verlust des Spielermaterials eintreten" - davon geht der Trainer allerdings nicht aus.

Vielmehr gehe es darum, "sich zu etablieren", eine Saison wie die in 2018/19 soll es nicht noch einmal geben.