10. August 2019 / 12:32 Uhr

Jetzt geht's los: die Kreisliga 2 vor dem Saisonstart im SPORTBUZZER-Check

Jetzt geht's los: die Kreisliga 2 vor dem Saisonstart im SPORTBUZZER-Check

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Auf geht's in der Kreisliga 2: Wie sind die Teams drauf? Was hat sich getan?
Auf geht's in der Kreisliga 2: Wie sind die Teams drauf? Was hat sich getan? © Christian Hanke
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Mit Absteiger MTV Engelbostel-Schulenburg sowie den Aufsteigern SV Resse und TuS Gümmer sind drei "Neue" in der Kreisliga 2 dabei. In der abgelaufenen Serie gab es ein spannendes Getümmel an der Spitze – lange Zeit mischten bis zu acht Mannschaften aussichtsreich im Titelrennen mit. Wer ist dieses Mal vorn zu erwarten?

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Unter die Top Drei der Staffel will der neue, alte Trainer Andreas Kögler mit dem TSV Poggenhagen - "man muss sich ja Ziele setzen". Die Frösche bleiben somit ihren ambitionierten Plänen der Vorsaison treu, da erreichte der Neustädter Verein hinter Meister TSV Kolenfeld und Vize Mellendorfer TV den dritten Platz. Rückkehrer Kögler, der zuletzt im Dress des STK Eilvese am Ball war, beerbte Bastian Fleckenstein – vertauschte Rollen: Im Sommer 2017 hatte Fleckenstein die Nachfolge Köglers an der Seitenlinie des TSV angetreten.

Frösche ohne echten Torjäger

Luca Mastroberaddino (STK Eilvese), Gerrit Bernstedt (TSV Schloß Ricklingen), Nils Tahn (SG Mardorf-Schneeren), Lennard Simon und Randy Scott verstärken das Team. Nicht mehr dabei sind Steven Engel, Marius Brückner und Mirco Rode (SV Frielingen). Der Wechsel von Goalgetter Rode schmerzt besonders.

Ohne echten Torjäger, dafür mit geballter Offensivkraft des starken Trios Bastian Schreiber, Leto Staszewski und Wladislaw Schmidt und einem breiten Kader stürmen die Frösche voran. Kögel sieht neben seiner Elf die Engelbosteler und Mellendorfer, den TSV Schloß Ricklingen und TSV Berenbostel weit vorn – und erwartet "eine megainteressante Saison".

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Ein Geheimtipp ist der TSV Berenbostel als Titelanwärter längst nicht mehr. Ihr "Übergangsjahr" schloss die Elf von Coach Ahmet Cagli dank einer furiosen Rückrunde als Sechster ab, nun strebt der Garbsener Klub nach Höherem. "Wir möchten um den Aufstieg mitspielen", sagt Cagli selbstbewusst. Sascha Pohl, Ibrahim Kalyon (beide TSV Stelingen), Angelo Meyer, Marc Lorente (SG Letter 05), Dominic Münx, Jan Marcus Witt und Luca Malessa (alle eigener Nachwuchs) gehören neu zum nunmehr 30-köpfigen Berenbosteler Kader.

Jürgens umschifft das Thema

Wenn von einem Meisterschaftskandidaten die Rede ist, fällt stets auch der Name TSV Schloß Ricklingen – das personell unverändert hochkarätig aufgestellte Team hat zweifellos das Zeug zum großen Coup. In der abgelaufenen Serie konnten die Schlorianer ihr Potenzial nicht konstant abrufen und wurden "nur" Fünfter.

Dirk Jürgens, ehemals Co- und nach dem Weggang von Marc Obermann, hauptverantwortlicher Trainer, umschifft das Thema Aufstieg dieses Mal bewusst, "das löst nur unnötig viel Druck aus und blockiert uns womöglich". Wohlwissend um die Qualitäten seines Teams fügt Jürgens jedoch hinzu: "Wenn die Mannschaft so funktioniert, wie ich mir das vorstelle und als Einheit auftritt, müsste ein Platz unter den ersten Vier drin sein."

Die Bilder der Saison 2018/2019 in Hannovers Amateurfußball:

Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. Zur Galerie
Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. ©
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Nicht zu vergessen: der SV Frielingen, Viertplatzierter der vergangenen Spielzeit - jetzt mit Torjäger Rode, Gerrit Wegner (TuS Garbsen) und Marvin Kolze (TSV Schloß Ricklingen) in seinen Reihen. Und dem erfahrenen Strategen Jürgen Siegel an der Linie, der in seine 15. Saison als Coach in Frielingen geht.

Siegel muss lange auf Nagel verzichten

Der Trainerfuchs schaffte es in den letzten Jahren immer, aus Routiniers und Youngstern eine schlagkräftige Truppe zu formen. Bitter: Kapitän und Herzstück Christopher Nagel fällt ein halbes Jahr aus (Knieverletzung). "Wir sind eine richtig gute Mannschaft, aber dafür müssen alle an Bord sein und vernünftig trainieren, dann finden wir uns erneut im oberen Drittel wieder“, ist Siegel überzeugt.

Oben mitzumischen, ist auch das erklärte Ziel des SV Dedensen. Elf Neue hat Trainer Sascha Pohle verpflichtet. "Unser Kader umfasst 27 Mann, wir sind jetzt in der Breite besser aufgestellt." Die Vorbereitung verlief ordentlich. "Nun möchten wir in der Liga den einen oder anderen ärgern“, sagt Pohle, wie hoch es am Ende hinausginge, werde sich zeigen, ein Aufstieg sei jedoch völlig utopisch.

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Man darf gespannt sein, welche Rolle die beiden Neustädter Klubs FC Wacker Neustadt unter der Regie von Sven Heinze-Bittner und der TSV Mariensee-Wulfelade von Coach Peter Mural im Konzert der vermeintlich Großen spielen werden. Auch der TuS Garbsen II sowie das Team vom SV Türkay Spor Garbsen mit seinem neuen Trainerduo Erdinc Sengül und Samer Atris sind garantiert für manch positive Überraschung gut.

Lohnder stellen sich neu auf

Schwer einzuschätzen ist das Leistungsvermögen vom Lohnder SC 96. Frank Leitermann ist (wieder) als Trainer eingestiegen, der bisherige Coach Christian Reich rückte als Co-Trainer ins zweite Glied. Das Team wurde fast komplett neu zusammengewürfelt: 13 Zugängen stehen 13 Abgängen gegenüber. Abwarten, was die Lohnder Wundertüte an Knallern bereithält.

Neuling TuS Gümmer fiebert dem Punkspielstart volle Vorfreude entgegen. Marek Wojtasik traut seiner eingespielten Elf durchaus einen einstelligen Tabellenplatz zu. Die Vorbereitung verlief zwar eher suboptimal, "beruflich bedingt und aufgrund von Verletzungen haben ständig Leute gefehlt", schildert der Coach - entsprechend wenig positiv fielen die Testspielergebnisse größtenteils aus. Wojtasik bleibt jedoch zuversichtlich und geht das Abenteuer Kreisliga entspannt an: "Wir haben doch nichts zu verlieren, schauen wir mal, was passiert."

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Franziska Haeckel (Hannover 96 Frauen): Im ersten DFB-Pokalspiel der Vereinsgeschichte war Franziska Haeckel maßgeblich daran beteiligt, dass die 96-Frauen einen 0:2-Rückstand in einen 4:2-Sieg drehen konnten und somit in der 2. Runde des DFB-Pokals stehen. ©

Immer das gleiche bescheidene Zitter-Spiel. Oder diese Saison vielleicht nicht? Seit Jahren dümpelt der TSV Bokeloh um Torjäger Janik Kiewitz und Kapitän Simon Barz beständig unten rum und rettet sich mit Ach und Krach auf der Zielgeraden. Unter dem neuen Coach Sui Farhati - er löste Daniel Starystach ab - soll alles besser werden. "Es wäre schon schön, wenn wir mal eine ruhige Saison verleben würden", formuliert Barz. "Unser Ziel ist es, so früh wie möglich, das Ding sicher zu machen" – also ein Liga-Verbleib ohne Nervensausen.

Ein Quartett aus dem Nordosten, die hochgehandelten MTV Engelbostel-Schulenburg und Mellendorfer TV sowie Blau-Gelb Elze und Aufsteiger SV Resse komplettieren das 16er-Feld. Den Auftakt macht am Samstag (16 Uhr) der TuS Gümmer daheim gegen die Reserve vom TuS Garbsen – dann ertönt (endlich) der Anpfiff zur neuen Saison in der Kreisliga 2.

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