14. Oktober 2020 / 17:38 Uhr

Nach Anlaufschwierigkeiten: Der TSV Sülfeld ist in der Kreisliga angekommen

Nach Anlaufschwierigkeiten: Der TSV Sülfeld ist in der Kreisliga angekommen

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Starke Wandlung: Beim 0:3 zum Saisonauftakt beim TSV Ehmen wollte den Sülfeldern (grüne Trikots) noch nicht viel gelingen. Das änderte sich zuletzt.
Starke Wandlung: Beim 0:3 zum Saisonauftakt beim TSV Ehmen wollte den Sülfeldern (grüne Trikots) noch nicht viel gelingen. Das änderte sich zuletzt. © Roland Hermstein
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Aufsteiger TSV Sülfeld startete mit zwei Niederlagen in die Wolfsburger Fußball-Kreisliga. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge sei das Team laut Trainer Peter Dohmes aber in der Liga angekommen.

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Der TSV Sülfeld benötigte etwas Anlauf, um in der Fußball-Kreisliga Wolfsburg anzukommen. Der Aufsteiger startete mit zwei Niederlagen in die Saison, zuletzt gegen den TSV Heiligendorf (2:1) und beim TSV Wolfsburg (3:1) konnten aber die ersten Siege eingefahren werden. „Wir haben etwas Zeit benötigt, um uns an das Klima in der Kreisliga zu gewöhnen. Es ist alles etwas schneller und robuster als in der 1. Kreisklasse“, sagt Trainer Peter Dohmes, der selbst nicht mit dem Aufschwung seines Teams zu diesem Zeitpunkt gerechnet hatte. „Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, wir holen gegen Heiligendorf und den TSV sechs Punkte, hätte ich es nicht geglaubt.“

Ansage an die jungen Spieler

Weil sich einige arrivierte Spieler verletzt hatten, musste Dohmes vermehrt auf Talente setzen. Das sorgte nicht unbedingt für Stabilität im Spiel - doch der Coach fand die richtigen Worte. „Ich habe meinen jungen Spielern gesagt: ‚Ihr müsst selbstbewusst sein und müsst nicht so viel Respekt vor dem Gegner haben.‘“ Die zuletzt gezeigten Leistungen lassen vermuten, dass die Ansage bei den Spielern angekommen war. Das sieht auch Dohmes so: „Wir haben uns jetzt an das Klima der Liga gewöhnt.“

Gut funktionierendes Team auf dem Platz und an der Seitenlinie

Die TSV-Spieler sind ein „gut funktionierendes Team“, wie Dohmes sagt, seinen Torhüter Jan Wadephul, der den Grün-Weißen zuletzt gegen den TSV Wolfsburg mit zahlreichen Paraden den Sieg sicherte, möchte er jedoch hervorheben. „Er ist ein starker Rückhalt für uns, und ich bin froh, dass wir jemanden wie ihn haben. Auch von unseren Gegnern wurde er schon mehrmals hoch gelobt“, sagt Dohmes.

Ein gut funktionierendes Team sind nicht nur seine Spieler, auch Peter Dohmes und sein Bruder und Co-Trainer Burkhard harmonieren gut an der Seitenlinie. „Mein Bruder war selbst viele Jahre Trainer und wollte eigentlich nichts mehr machen. Ich wollte das Traineramt allein auch nicht übernehmen und hatte ihn gefragt, weil er ein alter Sülfelder ist. Wir haben eine gute Mischung, um mit den Jungs zu arbeiten“, sagt Peter Dohmes.

Respekt vor Mitaufsteiger Reislingen/Neuhaus II

Als Aufsteiger möchte sich der TSV Sülfeld frühzeitig den Klassenerhalt sichern und sich so wenig wie möglich mit Abstiegssorgen beschäftigen. Am Sonntag (15 Uhr) empfängt das Domes-Team mit dem SV Reislingen/Neuhaus II einen weiteren Liga-Neuling. Der Mitaufsteiger steht auf Tabellenplatz fünf noch zwei Positionen besser als Sülfeld da, der deutliche 5:2-Sieg der SVR-Reserve zu Saisonbeginn gegen Heiligendorf hinterließ bei Domes einen bleibenden Eindruck: „Ich habe großen Respekt vor ihrer bisherigen Leistung. Wir werden wie auch zuletzt der Außenseiter sein, mit einem Punkt wäre ich zufrieden.“