11. Juni 2019 / 20:20 Uhr

Kreisliga Gifhorn spannend wie selten: Den letzten Titel-Fight am Saisonfinale gab’s 2011

Kreisliga Gifhorn spannend wie selten: Den letzten Titel-Fight am Saisonfinale gab’s 2011

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Fu§ball; Kreisliga; SV Leiferde; SV Gifhorn;
Enge Kiste: Leiferde und Manuel Deppe sowie dessen Bruder Stefan (am Ball) konnten am letzten Spieltag der Saison 2010/11 genau wie die SV Gifhorn (blau-rote Trikots) noch aufsteigen, zogen wegen des Torverhältnisses den Kürzeren. © Nina Feith
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Die Fußball-Kreisliga Gifhorn legte über Pfingsten eine Pause ein, doch die Spannung ist hoch wie selten: Mit dem VfL Germania Ummern, dem FC Brome und dem VfL Knesebeck können gleich drei Teams am letzten Spieltag noch aufsteigen – nach Jahren der Dominanz von Teams, die den Titel früh klargemacht hatten.

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Den letzten richtigen Titelfight gab’s 2011: Zwar lagen Meister TuS Müden-Dieckhorst und Vize VfL Wittingen 2013/14 nur fünf Punkte auseinander, damals stiegen aber beide auf – das letzte große Drama gab’s drei Jahre zuvor, als sich die SV Gifhorn und die SV Leiferde um die Meisterschaft duellierten. „Sonst hatten wir immer Überflieger“, erinnert sich Gifhorns Spielausschuss-Vorsitzender Timo Teichert, der damals noch für die Altherren und Altsenioren zuständig war, aber noch genau weiß: „Das war sauspannend.“

Auch damals gab’s ein echtes Finale, wenn auch als Fernduell: Gifhorn und Leiferde waren vor dem letzten Spieltag gleichauf, die SVG hatte das bessere Torverhältnis. Während Gifhorn zu Hause gegen den Fünften VfL Wittingen ran musste, gastierte Leiferde zeitgleich beim Achten SV Triangel. „Damals waren alle hochmotiviert. Wir wussten: Wenn Gifhorn patzt und wir gewinnen, steigen wir auf“, erinnert sich Leiferdes Manuel Deppe, der auch heute noch für die SVL kickt. Einen Online-Liveticker gab’s damals noch nicht, stattdessen „hatten wir jemanden beim Spiel in Gifhorn, waren also immer informiert“, so Deppe.

Kreisliga Gifhorn: FC Brome gegen VfL Knesebeck

Kreisliga Gifhorn: FC Brome (grüne Trikots) gegen VfL Knesebeck. Zur Galerie
Kreisliga Gifhorn: FC Brome (grüne Trikots) gegen VfL Knesebeck. ©
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Und die erste Info war gut: Wittingen ging in Front, auch Leiferde lag in Triangel vorn, alles sprach für die SVL. Der Spitzenreiter schaffte es in der Folge aber, die Partie zu drehen, bezwang Wittingen mit 3:1 – und Leiferde schaute trotz des 5:2 in Triangel in die Röhre, weil Gifhorns Tordifferenz um 21 Treffer besser war. „Gerade nach so einer guten Saison war das natürlich ärgerlich“, so Deppe. „Wir waren aber gute Verlierer und sind noch nach Gifhorn gefahren, um zu gratulieren und haben mit den SVGern zusammen ein Bier getrunken.“

Nun, acht Jahre später, hatte Leiferde wieder ein Wörtchen im Titelrennen mitzureden: Mit einem 3:1-Erfolg verhagelte die SVL Brome die Titelparty, dem FC hätte ein Sieg gereicht, um vorzeitig Meister zu werden. „Da waren wir richtig gut drauf, und das hat Brome zu spüren bekommen“, so Deppe. Aber: „Ich denke der FC wird’s schaffen. Beim Wesendorfer SC wird es zwar nicht leicht, aber wenn Brome seine Spielstärke abruft, reicht es zum Sieg.“

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Diese Vermutung hat auch Teichert, weshalb er mit dem Meister-Teller wieder zum Brome-Spiel fahren will. „Ich dachte eigentlich, ich werde ihn schon nach dem Spiel gegen Leiferde los, konnte ihn aber wieder einpacken“, so Teichert schmunzelnd. „Am letzten Spieltag fahre ich erst mal nach Wesendorf.“

Ob er den Teller dann wirklich überreichen kann oder doch noch warten muss – Knesebeck kann eine Woche später im Finale des Wittinger-Kreispokals gegen den SV Groß Oesingen das Double klarmachen, Ummern hat sein letztes Saisonspiel bereits absolviert – das wird sich erst am 16. Juni zeigen...

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