21. September 2018 / 17:22 Uhr

Massenschlägerei bei Kreisliga-Spiel: "Das Gesicht war voller Blut"

Massenschlägerei bei Kreisliga-Spiel: "Das Gesicht war voller Blut"

Christian Meyer
Peiner Allgemeine Zeitung
Symbolbild
Eskalation und Spielabbruch bei Kreisliga-Partie in Plockhorst: Mehrere Spieler müssen ins Krankenhaus. © (Symbolbild)
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Schlägerei, Spiel-Abbruch, Polizei-Einsatz und Krankenwagen in der Kreisliga Peine: Das Spiel SSV Plockhorst gegen TSV Essinghausen eskalierte in der Schlussphase. Auslöser soll eine rassistische Beleidigung gewesen sein.

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Nicht eine einzige gelbe Karte hatte es bis zur 86. Minute im Fußball-Kreisliga-Spiel zwischen dem SSV Plockhorst und dem TSV Essinghausen am späten Donnerstagabend gegeben, Beobachter sprechen von einer fairen Partie. Doch was dann passierte, wird Sport- und wahrscheinlich auch ordentliche Gerichte noch intensiv beschäftigen.

"Es war eine Katastrophe"

„Die Szenen, die sich abgespielt haben, waren unerträglich. Ich stehe immer noch völlig unter Schock“, sagte SSV-Trainer Lukas Schulze. TSV-Trainer Vittorio Scornavacche ging es ähnlich: „Es war eine Katastrophe, so etwas habe ich noch nicht erlebt.“

Wenn die Wut überkocht: Die größten Ausraster der Fußballgeschichte

Oliver Kahn: In nur einem Spiel leistete sich Oliver Kahn 1999 gleich zwei Ausraster. Beim 2:2 gegen den BVB fiel er nicht nur aufgrund seines Kung-fu-Tritts in Richtung von Stephane Chapuisat negativ auf, sondern auch mit einem Biss gegen Heiko Herrlich. Zwar gab der heutige Leverkusen-Trainer später zu, den FCB-Keeper auf Empfehlung von Jürgen Kohler provoziert zu haben, doch mit Kahns Ohr-Knabberei war wirklich nicht zu rechnen. Zur Galerie
Oliver Kahn: In nur einem Spiel leistete sich Oliver Kahn 1999 gleich zwei Ausraster. Beim 2:2 gegen den BVB fiel er nicht nur aufgrund seines Kung-fu-Tritts in Richtung von Stephane Chapuisat negativ auf, sondern auch mit einem Biss gegen Heiko Herrlich. Zwar gab der heutige Leverkusen-Trainer später zu, den FCB-Keeper auf Empfehlung von Jürgen Kohler provoziert zu haben, doch mit Kahns Ohr-Knabberei war wirklich nicht zu rechnen. ©
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Essinghausens Spieler das Nasenbein gebrochen

Die Kreisliga-Partie stand 2:2. Für ein taktisches Foul der Essinghausener gegen einen Plockhorster Stürmer wollte Schiedsrichter Axel Dickfoß-Rühling gerade eine Verwarnung zeigen, als die Sache aus dem Ruder lief. Essinghausens Trainer Vittorio Scornavacche sah, wie Plockhorsts Stürmer erst einem seiner Spieler ins Gesicht geschlagen und einem weiteren eine Kopfnuss verpasst haben soll. „Das ganze Gesicht meines Spielers war voller Blut. Sein Nasenbein ist gebrochen. Der gehört für mindestens ein Jahr gesperrt“, beschwerte sich Scornavacche. Das habe seine Spieler so in Rage versetzt, dass mehrere sich den Angreifer vorknöpften.

Auch Plockhorsts Stürmer muss ins Krankenhaus

Die Plockhorster berichten davon, dass in der Folge auf ihren Spieler dermaßen eingeprügelt und eingetreten worden sei, dass er von den Sanitätern ins Krankenhaus mitgenommen wurde. Auslöser für den Ausraster ihres Spielers soll laut SSV-Aussagen eine rassistische Beleidigung gewesen sein. Nun ermittelt die Polizei, denn von beiden Seiten gab es Anzeigen.

Bis zum Abbruch sei die Partie ausgesprochen fair gewesen, betonte SSV-Fußball-Abteilungsleiter Jan Rzeniecki. SSV-Trainer Lukas Schulze fand auch das Ergebnis gerecht: „Es ging hin und her, das 2:2 war völlig gerechtfertigt.“ Doch TSV-Trainer Vittorio Scornavacche hofft darauf, dass das Sportgericht das Spiel gegen die Plockhorster wertet.

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