13. Mai 2019 / 18:28 Uhr

Kreisliga Süd: Leezener SC so gut wie sicher in der Verbandsliga

Kreisliga Süd: Leezener SC so gut wie sicher in der Verbandsliga

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Leezen steht unmittelbar vor dem Verbandsliga-Aufstieg.
Leezen steht unmittelbar vor dem Verbandsliga-Aufstieg. © Facebook LSC
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Der Kampf um Platz Zwei bleibt weiter spannend. Hoffnung für Wentorf-Sandesneben.

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SG Union/Grabau - Leezener SC: 0:8

Eine böse Klatsche für das Schlusslicht, das somit immer weniger Chancen auf den Klassenerhalt hat und der praktisch sichere Aufstieg in die Verbandsliga für das Auswärtsteam. In den letzten beiden Spielen würde Leezen ein einziger Zähler reichen, um in die nächsthöhere Spielklasse zu kommen. Nach schwacher Anfangsphase wurde der LSC nach einer guten halben Stunde endlich stärker und traf nach 35 Minuten durch Marcel Bennsen. Tobias Neumann stellte direkt vor der Pause auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel zerfiel Union quasi in Einzelteile und fing sich einen Gegentreffer nach dem anderen. Neben Marc Kuhlmann, Michael Wulf, Marvin Willhöft und Nils Albers trug sich auch Hans-Jordt Petersen mit seinem verwandelten Strafstoß in der Nachspielzeit in die Torschützenliste ein.

Robert Miler: "Ich möchte nicht viel zum Spiel sagen, außer das: Die Enttäuschung sitzt tief von der Höhe des Ergebnisses. Das tat nicht Not." Kay Beuck: "Heute wieder schwer reingekommen, aber nach dem 1:0 das gut gelöst. 2. Halbzeit wesentlich besser und auch völlig verdient gewonnen."

Jundo Dshivan wird Möhnsens Matchwinner

TSV Nahe - Borussia Möhnsen: 0:1

Das war ein hartes Stück Arbeit für den Tabellenzweiten! Aber gegen das viertbeste Heimteam der Liga muss man sich auch erst einmal durchsetzen. In einem Spiel auf Augenhöhe, das eigentlich nach einem Remis aussah und keinen Sieger verdient hatte, gelang Jundo Dshivan nach 70 Minuten der Lucky Punch für die Elf vom Kuckucksberg. Aufregung hatte es nach 46 Minuten gegeben: Borussen-Keeper Marvin Brogmus kam außerhalb des Strafraums bei einer Aktion gegen Nick Schüler mit der Hand an den Ball, sah dafür jedoch nur eine Verwarnung und keine rote Karte, wie von den Nahern gefordert. Zuvor verpassten es Konstantin Korella und Nick Schüler, den TSV in Führung zu schießen.

Oliver Schulz: "Spiel auf Augenhöhe. Sieg für das glücklichere Team, nicht dem Besseren. Hätte in der 46 Min klar die rote Karte geben müssen. Gegnerischer Keeper klärt außerhalb des Strafraums mit der Hand. Stürmer wäre durch gewesen! Am Ende 0:1. War mehr drin für uns."

Südstormarn sitzt Möhnsen weiterhin im Nacken

Bargfelder SV - FSG Südstormarn: 0:3

Der starke Aufsteiger aus Lütjensee bleibt in Lauerstellung, was Platz Zwei angeht. Bereits im ersten Durchgang war Südstormarn das optisch überlegene und bessere der beiden Teams, schaffte es jedoch nicht, die Gelegenheiten auch in Tore umzumünzen. Dies wurde dann aber umso effizienter in den zweiten 45 Minuten nachgeholt und zwar binnen acht Minuten. Denn solange brauchte die FSG nur, um durch Patrick Rösler, ein Eigentor von Marco Beck und Lukas Gösch auf 3:0 zu stellen und sich durchzusetzen.

Björn Hermes: "Erste Halbzeit haben wir noch sehr gut mitgespielt, obwohl der Gegner schon stärker war. Dann zwei unglückliche Gegentore bekommen, dadurch gingen bei uns dann auch die Köpfe runter. Dann fällt das dritte Tor und Südstormarn gewinnt verdient. Trotzdem haben wir gemerkt, dass wir auch Teams von oben wirklich ärgern können." Martin Krüger: "Eine mäßige Leistung von uns, aber drei Punkte. Und darauf kommt es in dieser Saisonphase an. Wir werden Möhnsen bis zum Saisonende weiter im Nacken sitzen und auf einen Ausrutscher lauern. Gute Besserung von uns an den verletzten Schiedsrichter Martin Schatkowski und ein großes Lob an seinen jungen Assistenten Adrian Blücher, welcher die Pfeife in der ersten Halbzeit übernommen hat und das Spiel zu jeder Zeit im Griff hatte."

Trotz Ramadan: Türkspor bezwingt Hoisdorf

TuS Hoisdorf - SVT Bad Oldesloe: 4:5

Im einzigen Freitagsspiel vergab Hoisdorf nun auch rechnerisch endgültig seine letzte Chance auf Rang Zwei in der Kreisliga Süd. Türkspors Fatin Karanfil legte nach 24 Minuten vor, doch Fabian Waldmann konnte egalisieren. Bilal Toure war es dann, der den SVT im direkten Gegenzug wieder nach vorne schoss. Toure durfte im zweiten Durchgang sogar noch zwei weitere Male jubeln. Hoisdorf bewies aber eine klasse Einstellung und schlug durch einen Doppelschlag von Fabian Koch zurück. Janek Bosse glich nach 76 Minuten sogar zum 4:4 aus. Aber die Kreisstädter durften sich bei Goalgetter Bilal Toure bedanken, der einen klasse Tag erwischt hatte und erneut traf.

Yilmaz Ince: "Vor dem Spiel wurde uns gesagt, dass uns sechs Punkte abgezogen wurden, da wir nicht genügend Schiris stellen konnten. Dann war es natürlich schwierig, die Truppe zu motivieren. Ich bin eigentlich ganz froh, dass wir nicht noch weiter oben stehen. Dann wären wir von diesem Abzug noch schlimmer getroffen gewesen. Wir sind dann bis auf 4:4 zurückgekommen. Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen und hoffe, dass der Verein in Zukunft daraus lernt und genügend Schiedsrichter stellen kann. Dann landen wir auch bald wieder da, wo wir hingehören." Sebastian Fojcik: "Man muss schon Respekt haben, was die Jungs diese Saison trotz der vielen schweren Verletzungen geleistet haben. Gestern trotz Ramadan alles aus sich rausgeholt und nach dem die Kräfte fast weg waren, nochmal zum 5:4 zugeschlagen. Nette Geste von Hoisdorf und den Schiedsrichtern, dass wir in der zweiten Halbzeit nach Sonnenuntergang kurz etwas trinken und essen durften. Sonst haben wir die Tore gut rausgespielt, aber hatten zwischenzeitlich große Probleme mit den zahlreichen Flanken von Hoisdorf."

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Zwei Garbeker fliegen gegen Elmenhorst vom Platz

TuS Garbek - SC Elmenhorst: 1:2

In diesem Spiel ging es nur noch um die goldene Ananas. Elmenhorst wird die Spielzeit wahrscheinlich als Fünfter abschließen und Garbek ist schon seit längerer Zeit gerettet. Garbek hatte mit Personalproblemen zu kämpfen und konnte nur zwei Ersatzspieler aufbieten. Nach 23 Minuten brachte Leif Ilinsch den TuS durch einen Strafstoß in Führung. Nach einer knappen Stunde zückte der Referee die Gelb-Rote Karte, nachdem Bjarne Schöl wiederholt gefoult hatte. Nach 70 Minuten fing man sich den Ausgleich durch Aziz Adam. Durch den Treffer von Johan Habeck wurde der Spieß umgedreht. Dann musste mit Leif Ilinsch auch der Torschütze aufgrund einer groben Unsportlichkeit vorzeitig den Platz verlassen.

Herbert Meyer. "Da wir mit großen personellen Sorgen in das Spiel gegangen sind, bin ich trotz Niederlage mit dem Ergebnis zufrieden. Im einem von Einsatz geprägtem Spiel sind wir in der ersten Halbzeit durch einen Elfmeter in Führung gegangen und hätten den Chancen nach noch deutlicher als 1:0 führen müssen. In der zweiten Halbzeit waren die sympathischen Elmenhorster klar spielbestimmend, auch aufgrund der Tatsache, dass wir uns durch zwei Platzverweise selbst das Spiel schwer gemacht haben. Dass es trotzdem nicht zu Ausgleich gereicht hat, ist wirklich schade, denn in der 88. Minute haben wir trotz doppelter Unterzahl noch Pech mit einem Lattentreffer. Und am Ende wäre ein Unentschieden auch das gerechte Ergebnis gewesen."

Großensee hält Wahlstedt auf Distanz

SSV Großensee - SV Wahlstedt: 3:0

Überraschend klar setzte sich Großensee im unteren Mittelfeld-Duell gegen Wahlstedt durch. Kevin Hoffmann brachte die Truppe von der Hamburger Straße nach 19 Minuten nach vorne. Dank eines Eigentores von Marco Huth führte man dann mit 2:0. Nach dem dritten Tor von Linus Bohlmann machte man sich das Leben jedoch selbst schwer. Zwei Platzverweise sorgten dafür, dass der SSV dieses Spiel lediglich zu neunt beenden konnte. Erst durfte Bohlmann nach Foulspiel vorzeitig duschen, dann folgte sein Teamkollege Jan Ebsen ihm nur drei Minuten später in die Katakomben.

Christian Ladwig: "Mit dem einen oder anderen Konter hätten wir auch sogar das 4:0 machen können. Ein total verdienter Sieg meiner Mannschaft."

Wentorf trifft in der 96. Minute zum 3:3

SG Wentorf-S./Schönberg - TSV Gudow: 3:3

Durch ein Remis gegen Gudow darf sich Wentorf wieder Chancen auf den Klassenerhalt in der Kreisliga machen, da Union Oldesloe sein Spiel ja deutlich verlor. Im ersten Abschnitt war ein Spiel von überschaubarem Unterhaltungswert auf mäßigem Niveau, in dem auch keine Tore fielen. Dann zückte die Truppe vom Segrahner Berg aber mit Patrick Schwan seinen Joker, der zur Führung traf. Drei Minuten später konnte Niklas Schläfke auf 2:0 stellen. Wentorf steckte aber nicht auf und kam durch Michel Seltz zum Anschluss. Patrick Schwan behielt auch vom Elfmeterpunkt die Nerven und verwandelte souverän. Auch auf der anderen Seite gab es Strafstoß und auch dieser Schuss von Karl Boos fand seinen Weg ins Tor. Niclas Riesel war dann derjenige, der in der sechsten Minute der Nachspielzeit noch das umjubelte 3:3 erzielen konnte.

Ralf Burmeister: "Nach zwei Niederlagen wollten wir in Wentorf drei Punkte einfahren. Die ersten 15 Minuten war Wentorf besser im Spiel, aber Dank unserem Torwart stand es noch 0:0. Kurz vor Ende der Halbzeit hätte auf beiden Seiten das 1:0 fallen können. So stand es 0:0 zur Halbzeit. In der 2. Halbzeit kam durch die Einwechslung von Patrick Schwan in der 55. Minute mehr Druck nach vorne. Nach einer direkt verwandelte Ecke dann das 1:0 für uns. Drei Minuten später wieder Ecke und diesmal stand Niclas Schläfke goldrichtig und per Kopf zum 2:0. Wentorf kam durch ein klares Abseitstor zum 2:1 ran, danach konnte Patrick Schwan per Elfmeter den alten Abstand wiederherstellen. In der 87. konnte Wentorf per Elfmeter wieder rankommen. Dann hätten wir drei super Chancen zum 4:2, aber leider versagten die Nerven vor dem Tor und in der 96. Minute konnte Wentorf noch ausgleichen."

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