27. September 2021 / 19:58 Uhr

Kreisliga Süd: TSV Berkenthin feiert ersten Saisonsieg

Kreisliga Süd: TSV Berkenthin feiert ersten Saisonsieg

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Die erste Mannschaft des TSV Berkenthin hatte am Sonntag Grund zur Freude: Mit dem klaren 4:0 gegen die S.I.G. Elmenhorst gelang den Rot-Weißen der langersehnte erste Saisonsieg.
Die erste Mannschaft des TSV Berkenthin hatte am Sonntag Grund zur Freude: Mit dem klaren 4:0 gegen die S.I.G. Elmenhorst gelang den Rot-Weißen der langersehnte erste Saisonsieg. © TSV Berkenthin
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Der TSV Berkenthin präsentiert sich gegen S.I.G. Elmenhorst in zweiter Halbzeit gnadenlos effektiv. Party pur bei den Spielern des SV Steinhorst/Labenz am Abend zuvor: Beim 0:7 gegen den Ratzeburger SV half Marc Hempel als Torwart aus. TSV Trittau dreht nach knapper Halbzeitführung gegen SG Wentorf-S./Schönberg auf und gewinnt hoch. Nach 3:3 bis zur 79. Minute noch ein 8:3-Kantersieg: SSV Großensee zerfällt gegen VfR Todendorf in der Schlussphase in Einzelteile. 

TSV Berkenthin präsentiert sich gegen S.I.G. Elmenhorst in zweiter Halbzeit gnadenlos effektiv

TSV Berkenthin - S.I.G. Elmenhorst 4:0

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Da ist er, der erste Dreier in dieser Saison. Der TSV Berkenthin gewann sein Heimspiel gegen Elmenhorst am Sonntag glatt mit 4:0 und gibt die rote Laterne somit an den SV Steinhorst/Labenz ab. In einer umkämpften ersten Halbzeit, in der beide Teams auf Augenhöhe waren, gelang Tobias Macke nach 34 Minuten das TSV-Führungstor. Der eingewechselte Johannes Kollenbrandt konnte die Tür in Richtung Heimsieg nach 75 Minuten weit aufstoßen, als er das 2:0 besorgte. In den Schlussminuten dieser Partie spielten die Berkenthiner zwei Konter mustergültig aus, als die Elmenhorster hinten aufgemacht hatten. Die weiteren Schützen waren Kevin Fellner und Julian Meier.

Nico Gamon (Berkenthin): "Endlich! Wir feiern unseren ersten Sieg und geben die rote Laterne ab. Glückwunsch Jungs. Wir gewinnen in einem sehr intensiven und kampfbetonten Spiel. Beide Mannschaften spielten mit offenem Visier und attackierten sehr hoch. Nach einer guten halben Stunde gehen wir durch ein Tor von Macke in Führung. Das Tor brachte aber noch nicht die gewünschte bzw. erhoffte Sicherheit. Erst mit dem zweiten Treffer durch Kollenbrandt übernahmen wir in der zweiten Hälfte das Kommando. Danach ließen bei der SIG Elmenhorst auch etwas die Kräfte nach, sodass Fellner und Meier noch zwei weitere Treffer erzielten. Das komplette Team widmet diesen Sieg unserem Goalgetter Thorge Schwarz, der am Freitag erfolgreich operiert wurde. Come back stronger!"

Bernd Reinke (Elmenhorst): "Wie sagte Andy Brehme: Haste Scheiße an den Füßen, dann hast du Scheiße an den Füßen. So ähnlich läuft es momentan. In der ersten Halbzeit waren wir gut und haben aus meiner Sicht mehr vom Spiel gehabt. Drei Chancen, die wir zugelassen haben, sechs oder sieben gute Ansätze, die wir hatten. Halbzeitergebnis dann 1:0. In der zweiten Halbzeit war es dann eindeutiger. Berkenthin wurde sicherer und hat uns immer wieder vom eigenen Tor weghalten können. Mit dem 2:0 fiel die Entscheidung und zwei weitere Konter wurden erfolgreich abgeschlossen. Glückwunsch an Berkenthin und dennoch glaube ich, dass wir auch wieder bessere Zeiten haben werden. Es war nicht alles schlecht."

Party pur bei den Spielern des SV Steinhorst/Labenz am Abend zuvor: Beim 0:7 gegen den Ratzeburger SV half Marc Hempel als Torwart aus

Ratzeburger SV - SV Steinhorst/Labenz 7:0

Der Ratzeburger SV behält seine weiße Weste auch nach dem sechsten Spieltag. Den SV Steinhorst/Labenz schoss man gnadenlos mit 7:0 nach Hause - dabei hätte es sogar ohne Probleme zweistellig ausgehen können. Einige Spieler der Gäste waren am Samstagabend zuvor auf Tour, um die Geburtstage der Keeper Mats Witten und Yannick Allner gebührend zu feiern. Nicht alle Partygäste schafften dort den Absprung und waren am Folgetag einsatzbereit. Der von Anfang an dominante RSV machte schon in den ersten 45 Minuten durch Tore von Nick-Lennart Jenzen, Doppelpacker Alexander Rudolph und einen Elfmeter von Jenzen alles klar. War der Zwischenstand nicht schon bitter genug, musste der SVSL auch noch zwei Verletzungen hinnehmen. Niklas Kraack und Torwart Yannick Allner schieden verletzt aus. So musste man ab der Nachspielzeit von Hälfte Eins Marc Hempel, der eigentlich in der zweiten Mannschaft kickt, ins Tor stellen. Obwohl er nach dem Elfmeter in der 45. und Abschlüssen von Fynn Daunus, dem frisch eingewechselten Lennart Jacobsen und erneut Daunus viermal hinter sich greifen musste, konnte Hempel noch einige Chancen vereiteln.


Jan Weluda (Ratzeburg): "Wir marschieren weiter. Chancen über Chancen erspielt. Es hätte auch viel viel höher ausfallen müssen. Ich bin bisher sehr zufrieden mit dem Saisonstart."

Frank Dencker (Steinhorst): "Zwei Geburtstage und die Standards brechen uns das Genick. Der RSV war uns in allen Belangen überlegen und ließ und kaum atmen. Trotzdem bedarf es in Halbzeit Eins Standards, um uns unaufholbar auf Distanz zu bringen. Auch in Halbzeit Zwei bekamen wir überhaupt keinen Zugriff aufs Spiel und folgerichtig kam dann auch in der Höhe verdiente Sieg des RSV zustande. Schwerer als die Niederlage wiegen allerdings die Verletzungen. Unser Dank gilt Marc Hempel aus der Zweiten und Benjamin Wendt aus der Altherren, die auf Nachfrage sofort für uns dabei waren. Marc hat seine Sache überragend gemeistert und mit diversen Paraden sogar schlimmeres verhindert."

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TSV Trittau dreht nach knapper Halbzeitführung gegen SG Wentorf-S./Schönberg auf und gewinnt hoch

SG Wentorf-S./Schönberg - TSV Trittau 0:5

Quasi im Gleichschritt sammeln Ratzeburg und Trittau in diesen ersten Wochen der Saison Sieg für Sieg. Trittau bleibt nach einem klaren 5:0 gegen Wentorf mit 16 Zählern aus sechs Duellen Spitzenreiter, kann jedoch noch von Ratzeburg überholt werden, die ein Spiel in der Hinterhand haben. Ein Eigentor von Johann Ole Andersen war es, das Trittau die 1:0-Pausenführung brachte. Im zweiten Durchgang wurde die Angelegenheit deutlicher, da sich für den TSV immer wieder Räume boten. Der Gegner stellte sich nämlich nicht ausschließlich hinten rein, sondern versuchte mit dem Ball am Fuß Lösungen zu finden. Niklas Sondershausen, Alexander Agne und Darijo Kramer schossen eine noch deutlichere Führung heraus. In der 75. Minute gelang Agne noch sein zweiter Tagestreffer. Johann Ole Andersen, der bereits ausgewechselt worden war, sah für ein Vergehen die gelb-rote Karte und fehlt seiner Mannschaft somit am Sonntag in Lütjensee, wenn man auf die FSG Südstormarn trifft.

Christian Hinze (Wentorf): "Glückwunsch an Trittau zum Sieg. Erste Halbzeit war okay, zweite Halbzeit konnten wir dann nur noch vereinzelt für Entlastung sorgen. Wir müssen gegen andere Mannschaften unsere Punkte holen."

Matthias Räck (Trittau): "Es war das vorausgesehen schwere Auswärtsspiel. Mir war von vornherein klar, dass sie mit einer Fünferkette spielen werden, denn einige Wentorfer haben unser Spiel gegen die FSG gesehen. Im Vergleich zur FSG haben sie auch versucht nach vorne zu spielen. Wir standen im Mittelfeld aber anfangs nicht nah genug an den Spielern. Durch Standards hatten wir immer wieder Möglichkeiten und sind immer wieder durchgestoßen. Das Eigentor war so etwas wie der Brustlöser. Zweite Halbzeit hat Wentorf bis zum Mittelfeld aber immer wieder gut mitgespielt. Sie haben gute Fußballer in ihren Reihen. Direkt nach dem Anpfiff machen wir das 2:0 und später konnten wir auf Dreierkette umstellen. Wir haben drei Punkte eingefahren und werden am freien Wochenende etwas Kräfte tanken, um uns dann auf das Auswärtsspiel am Donnerstag in Berkenthin vorzubereiten."

Nach 3:3 bis zur 79. Minute noch ein 8:3-Kantersieg: SSV Großensee zerfällt gegen VfR Todendorf in der Schlussphase in Einzelteile

VfR Todendorf - SSV Großensee 8:3

Verrücktes Fußballspiel am Sonntag in Todendorf: Am Rönnbaum setzte sich der VfR am Ende mit 8:3 gegen Großensee durch und durfte den ersten Dreier der Saison bejubeln. Dass es nach 90 Minuten so deutlich werden würde, damit hat wohl niemand gerechnet. Schließlich ging man mit einem 3:3 in die Katakomben. Aber der Reihe nach: Malte Maack und Pascal Moses schossen eine Zwei-Tore-Führung heraus. Nach dem 1:2-Anschluss von Großensees Leonard Barnstedt antwortete Todendorf aber umgehend mit dem 3:1, das auf das Konto von Ercan Kaynar ging. Nach einem Treffer von Peer Müthel sowie einem Eigentor von Mats Maack stand es zur Pause plötzlich 3:3. Betrachtet man das Endergebnis ist es umso erstaunlicher, dass das 4:3 erst in der 79. Minute fiel. Joker Maximilian Müller-Ahrens gelang ein Dreierpack, auch Maximilian Warnke und Matthias Möller per Strafstoß waren erfolgreich.

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Sebastian Olk (Todendorf): "Von Beginn an spielten wir druckvoll und gingen auch schnell in Führung. In der Folge erarbeiteten wir uns mehrere gute Möglichkeiten und konnten mit dem verdienten 2:0 belohnen. Fast im direkten Gegenzug stellte Großensee mit ihrer ersten Möglichkeit den Anschluss her. Wir zeigten uns davon unbeeindruckt und konnten den alten Abstand wiederherstellen. Danach waren wir im Gegensatz zu unseren Gästen scheinbar schon in der Kabine. Großensee nutze dies und kam so durch einen abgefälschten Schuss und in der Nachspielzeit durch ein Eigentor nach einem Freistoß zum überraschenden Ausgleich. In der zweiten Hälfte hatten wir erneut mehr Spielanteile, kamen aber 30 Minuten nicht mehr gefährlich vors gegnerische Tor. In der 79. erlöste uns der zuvor eingewechselte Maxi Müller-Ahrens jedoch mit dem erneuten Führungstreffer. Drei Minuten später bekamen wir dann den Elfmeter zugesprochen. Danach war keine Gegenwehr mehr von unseren Gästen zu spüren und uns gelangen noch drei weitere Treffer. Der Sieg war heute vollkommen verdient für uns, wobei die Höhe des Sieges zwischenzeitlich nicht unbedingt absehbar war. Wichtig für die Moral in der Truppe war es, dass wir endlich den ersten Dreier der Saison eingefahren haben."

Christian Ladwig (Großensee): "Mir fällt zur zweiten Halbzeit nichts ein, was ich schreiben könnte. Eine desolate Vorstellung meiner Mannschaft. Ich hoffe, wir erholen uns schnell wieder."

Die erfolgreichsten Torschützen der Kreisliga Süd:

1.Lewis Vieth (Ratzeburger SV): 6
2. Alexander Agne (TSV Trittau): 5
2. Darijo Kramer (TSV Trittau): 5
2. Robin Waidikat (S.I.G. Elmenhorst): 5

Der 7. Spieltag auf einen Blick:

Sonntag, 03. Oktober:

SSC Hagen Ahrensburg II - TSV Berkenthin (12.30 Uhr)
FSG Südstormarn - SG Wentorf-S./Schönberg (15.00 Uhr)
SV Steinhorst/Labenz - VfR Todendorf (15.00 Uhr)