13. September 2021 / 18:40 Uhr

Kreisliga Süd: TSV Trittau das Maß aller Dinge?

Kreisliga Süd: TSV Trittau das Maß aller Dinge?

Hendrik König
Lübecker Nachrichten
Alexander Agne tut dem TSV Trittau mit seiner Erfahrung gut. Der Routinier traf in dieser Saison bisher vier Mal, war auch beim 6:0 gegen den TSV Gudow erfolgreich.
Alexander Agne tut dem TSV Trittau mit seiner Erfahrung gut. Der Routinier traf in dieser Saison bisher vier Mal, war auch beim 6:0 gegen den TSV Gudow erfolgreich. © TSV Trittau/Sven Ediger
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TSV Trittau präsentiert sich beim TSV Gudow bockstark. Ratzeburger SV nach 4:2 über VfR Todendorf weiterhin ohne Punktverlust. SSV Großensee besiegt TSV Berkenthin dank starker zweiter Halbzeit. Sieben Tore für die SG Wentorf-S./Schönberg - bei der S.I.G. Elmenhorst netzt nur Trainer Bernd Reinke höchstpersönlich.

TSV Trittau präsentiert sich beim TSV Gudow bockstark

TSV Gudow - TSV Trittau 0:6

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Bereits in den vergangenen Wochen präsentierte sich die Mannschaft des TSV Trittau bockstark. Man legt eine spielerische Dominanz an den Tag und hätte in den letzten Partien sogar noch öfter treffen können. Mit dem hoffnungslos überforderten TSV Gudow spielte das Team von Matthias "Räcker" Räck am Segrahner Berg Katz und Maus. Das 6:0 ist dabei sogar noch schmeichelhaft. Darijo Kramer eröffnete den Torreigen nach 21 Minuten, ehe Routinier Alexander Agne auf 2:0 stellen konnte. Wie die Feuerwehr kam der Gast aus der Kabine und bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff war der Drops gelutscht, denn da stand es schon 4:0. Andre Bannenberg und Leon Raschka konnten erhöhen. Auch Marcel Banneberg sowie der zehn Minuten zuvor gekommene Bastian Fitzner ließen sich nicht zweimal bitten und schraubten den Spielstand noch weiter in die Höhe. Für Trittau läuft es so richtig rund. Alle vier Spiele konnte man für sich entscheiden. Dabei weist man eine beeindruckende Bilanz von 18:1 Toren auf. Es scheint also derzeit in allen Mannschaftsteilen zu stimmen.

Ralf Burmeister (Gudow): "Das Ergebnis sagt alles aus. Trittau war uns in allen Belangen überlegen. Wir müssen unsere Punkte gegen andere Gegner holen. Glückwunsch an Trittau."

Matthias Räck (Trittau): "wir haben das Spiel über die gesamten 90 Minuten im Griff gehabt. Das einzige, was nicht so positiv war, wir haben wieder mal zu viele Tormöglichkeiten liegen gelassen. Auf dem Platz haben wir uns als absolut intakte Einheit präsentiert."

Ratzeburger SV nach 4:2 über VfR Todendorf weiterhin ohne Punktverlust

Ratzeburger SV - VfR Todendorf 4:2

Der Ratzeburger SV bleibt dem TSV Trittau im Gleichschritt auf den Fersen. Der RSV gewann auch seine dritte Partie. Zuhause konnte der VfR Todendorf mit 4:2 besiegt werden. Matthias Möller nutzte direkt die erste Chance und brachte erst einmal den VfR in Führung. Die Druckphase der Ratzeburger wurde aber immer wieder aufrechterhalten und nach einer halben Stunde belohnte sich die Weluda-Elf durch ein Tor von Lennart Jacobsen. Völlig entgegen dem Spielverlauf antwortete Todendorf unmittelbar mit der nächsten der bis dato wenigen Offensivaktionen, als Henri Decker der Torschütze war. Jannik Edler bewies kurz vor der Halbzeit seine Freistoßkünste und ließ Alexander Völtzer keine Chance. Nach einem gut ausgespielten Angriff über rechts drehte der RSV den Spieß mit einem Tor von Daniel Meier zu seinen Gunsten um. Als die Gäste ihre Abwehrreihe nahezu auflösten, stach der zehn Minuten zuvor eingewechselte Lamin Suwareh und machte mit dem 4:2 alles klar.


Jan Weluda (Ratzeburg): "Letztendlich verdienter Sieg gegen aufopferungsvoll kämpfende Todendorfer. Wir machen leider noch zu wenig aus unseren Chancen, die von wirklich guter Qualität sind. Wenn wir da noch effektiver werden in den nächsten Wochen, sind wir auf einem extrem guten Weg."

Sebastian Olk (Todendorf): "Wir nutzen direkt die erste Chance des Spiels per Nachschuss. Dann läuft Ratzeburg 20 Minuten nur auf unser Tor an und vergibt viele hochkarätige Chancen. Nach einer halben Stunde gelingt ihnen der völlig verdiente Ausgleich. Im direkten Anschluss antworten wir aber sofort wieder. Zweite Halbzeit war es wirklich ausgeglichen. Der ganz große Druck von Ratzeburg nahm ein bisschen ab. Trotzdem machen sie über die rechte Seite das 3:2. Als wir dann am Ende hinten aufmachen, schaffen sie das 4:2. Der Sieg ist durchaus verdient, allein aufgrund der ersten Hälfte. Da haben sie uns phasenweise an die Wand gespielt. Trotzdem ist es aufgrund der zwischenzeitlichen Führung schade, dass man nicht mit einem Punkt nach Hause fährt."

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SSV Großensee besiegt TSV Berkenthin dank starker zweiter Halbzeit

TSV Berkenthin - SSV Großensee 3:4

Den besseren Start an der Bahnhofstraße erwischte der gastgebende TSV, der nach 13 Minuten dank eines Tores von Neuzugang Aik Benthien in Führung gehen konnte. Die knappe Halbzeitführung ging in Ordnung, da der TSV das Team war, das mehr vom Spiel hatte. Das Bild wendete sich nach dem Seitenwechsel aber, denn Großensee kam schwungvoll aus der Kabine. Der SSV nahm das Hemd immer mehr in die Hand, war präsenter und markierte durch Hendrik Kaffarnik das 1:1. Nach genau einer Stunde hatte der Gast den Spieß umgedreht. Nach einer Ecke köpfte Thimo Cyriacus in die Maschen. Ein gut getimter Kopfball von Jan-Ole Koop war es dann auch, der Berkenthin wieder den Ausgleich bescherte. In der 75. Minute spielte Großensee einen Konter mustergültig auf, den Kevin Hoffmann veredelte. SSV-Abwehrmann Torben Schneider ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen und wurde zurecht vom Feld gestellt. In einer hochspannenden Schlussphase schien mit dem vierten Großenseer Tor von Hendrik Kaffarnik alles klar zu sein, doch Spannung kam erneut auf, als Thorge Schwarz in der 89. auf 3:4 verkürzen konnte. Am Ende stehen drei Zähler für den SSV Großensee zubuche.

Nico Gamon (Berkenthin): "Wir wollten heute unseren ersten Sieg am heimischen Bahnhof einfahren. Dementsprechend war die Zielvorgabe an die Mannschaft von Beginn an hoch anzulaufen und den Gegner unter Druck zu setzen. Dies gelang uns gut. Nach einer schnellen Umschaltsituation erzielten wir den Führungstreffer durch Aik Benthien. Die zweite Hälfte war turbulent. Beide Mannschaften wollten den Sieg und gingen ins volle Risiko. Mit dem glücklichen Ende für Großensee. Obwohl sie in der Schlussphase in Unterzahl agierten, konnten sie den Vorsprung bis zum Abpfiff halten. Ärgerlich, weil heute mehr drin war. Jetzt müssen wir eben im Derby gegen Steinhorst/Labenz den Bock umstoßen, um unsere Ziele zu erreichen."

Christian Ladwig (Großensee): "Wir hatten nach dem frühen Rückstand zwar die ein oder andere Chance gehabt, leider wurden diese nicht genutzt. Die Pausenführung für Berkenthin ging in Ordnung. Zweite Hälfte haben wir dann ein ganz anderes Gesicht gezeigt und haben das 4:3 schließlich über die Zeit gebracht. Eine sehr gute zweite Halbzeit meiner Mannschaft."

Sieben Tore für die SG Wentorf-S./Schönberg - bei der S.I.G. Elmenhorst netzt nur Trainer Bernd Reinke höchstpersönlich

SG Wentorf-S./Schönberg - S.I.G. Elmenhorst 7:1

Glasklare Sache an der Jägerstraße in Schönberg, wo sich Gastgeber Wentorf überraschend eindeutig mit 7:1 gegen S.I.G. Elmenhorst behaupten konnte. Dieser Kantersieg hatte sich lange Zeit nicht wirklich abgezeichnet. Niclas Riesel sorgte erst nach 38 Minuten für das erste Wentorfer Tor. Knackpunkt und vielleicht Schlüsselszene des Spiels war die gelb-rote Karte für Gästekapitän Mike Veenma kurze Zeit später. Unmittelbar nach dem Platzverweis nutzte die SG die Überzahl mit einem Tor von Patrick Großer eiskalt aus. Bitter wurde es dann ab der 72. Minute, als das 3:0 durch Christian Witten fiel. Niclas Riesel schloss zum zweiten Mal erfolgreich ab. Das einzige Tor für Elmenhorst erzielte Trainer Bernd Reinke, der sich nach 77 Minuten selbst einwechselte. Zwischen der 85. und 89. Minute gelange den Wentorfern noch drei weitere Buden. Die Schützen waren zweimal Maximilian Hack sowie Spielführer Lucas Molter.

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Christian Hinze (Wentorf): "Verdienter Sieg durch eine geschlossene Mannschaftsleistung meiner Mannschaft. Vorentscheidend war sicherlich der Platzverweis für die S.I.G in der ersten Halbzeit und dem daraus resultierenden 2:0. In der zweiten Halbzeit schwanden dann die die Kräfte bei Elmenhorst und wir konnten nochmal nachlegen."

Bernd Reinke (Elmenhorst): "Bei einem 1:7 gibt es sicherlich kaum was zu beschönigen. Sicherlich gäbe es Ansätze zur Rechtfertigung. Aber klar ist, dass bei einem so klarem Ergebnis jeder vom Team sich hinterfragen muss, was so falsch gelaufen ist. Allerdings gibt es einen Punkt, der das Spiel endgültig in eine Richtung gedrückt hat. Das war die gelb-rote Karte für unseren Kapitän, die vom Regelwerk abgedeckt ist, dennoch aus meiner nicht objektiven Sicht, zumindest souveräner hätte laufen können. Damit meine ich nicht, dass es total falsch entschieden wurde, sondern lediglich, dass die gelbe Karte auch anders geregelt werden hätte können Das erklärt aber natürlich nicht unsere schlechte Leistung. Das müssen wir uns selbst ankreiden. Daher gratuliere ich nochmals auf diesem Wege unserem Gegner für diese überzeugende Leistung. Am kommenden Wochenende sind wir spielfrei und nutzen diese Zeit, damit wir dann in unsere alte Spur zurückfinden."

Der fünfte Spieltag auf einen Blick:

Sonntag, 19. September:

SSC Hagen Ahrensburg II - SG Wentorf-S./Schönberg (12.30 Uhr)
SSV Großensee - Ratzeburger SV (15.00 Uhr)
VfR Todendorf - TSV Gudow (15.00 Uhr)
TSV Trittau - FSG Südstormarn (15.00 Uhr)
SV Steinhorst/Labenz - TSV Berkenthin (15.00 Uhr)

Die Top-Torschützen der Kreisliga Süd:

1.Lewis Vieth (Ratzeburger SV): 5
1. Robin Waidikat (S.I.G. Elmenhorst): 5
3. Darijo Kramer (TSV Trittau): 4
4. Alexander Agne (TSV Trittau): 3
4. Kevin Hoffmann (SSV Großensee): 3
4. Tyll Luka Mohr (S.I.G. Elmenhorst): 3
4. Leon Raschka (TSV Trittau): 3