08. November 2019 / 17:52 Uhr

Kreisoberliga: Kriegt der FC Rostock United noch die Kurve?

Kreisoberliga: Kriegt der FC Rostock United noch die Kurve?

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
United-Coach Maik Goller hat nach der Niederlage dennoch Grund zur Freude aufgrund des erreichten Klassenverbleibs.
United-Coach Maik Goller hat nach wie vor den Glauben den Klassenverbleib. © Johannes Weber
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Das Schlusslicht liegt bereits vier Zählern hinter einem Nichtabstiegsrang. Bei den Rostocker hapert es defensiv wie offensiv.

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„Da sind wir noch mit einem blauen Auge davongekommen", sagte Trainer Maik Goller vom FC Rostock United noch im Sommer. Er sprach den Klassenverbleib an, den United auf den Zielgeraden der vergangenen Saison geradeso sportlich geschafft hatte.

Vier Punkte hinter rettendem Ufer

Ein paar Monaten später hat sich die Situation für den 2008 gegründeten Verein in der Kreisoberliga Warnow sogar verschlechtert. Mit nur vier Zählern und einer Tordifferenz von -36 liegen die Rostocker auf dem letzten Tabellenplatz. Der Rückstand zum ersten Nichtabstiegrang, den der Doberaner FC II (8 Punkte) einnimmt, beträgt vier Zähler. Das Abstiegsgespenst geht beim Neuntligisten um.

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„Nach den ersten Wochen der Vorbereitung waren wir noch optimistisch. Dann kam ein Testspiel gegen den FSV Kritzmow aus der Landesklasse, das wir 1:16 verlieren. Zwar sind die Kritzmower nicht unser Maßstab, aber das Ergebnis hat schon weh getan", blickt Maik Goller zurück.

Fünf Gegentore pro Partie

Mit dem Pflichtspiel-Auftakt in der ersten Kreispokalrunde (6:1 beim PSV Rostock III) holte sich sein Team etwas Selbstvertrauen zurück. Das schwierige Startprogramm in der Liga mit fünf Niederlagen am Stück dämpfte den Optimismus jedoch wieder. Danach folgten ein Sieg (2:1 gegen Klein Belitz), ein Remis und drei weitere Niederlagen. „Der bisherige Saisonverlauf war katastrophal. Wir haben die meisten Gegentore (50, d. Red.) hinnehmen müssen. Im Schnitt schlucken wir fünf Treffer gegen uns pro Partie, da ist eindeutig zu viel", bemängelt Goller.

Einen weiteren Grund für die Misere sieht der Coach in personeller Natur. „Viele Spieler bei uns im Kader könnten schon in der Ü 35 spielen", so Goller und ergänzt: „Wir haben im Sommer nicht den Zuwachs wie andere Teams in unserer Liga, denn wir sind ein Kumpelverein. Das heißt, dass Neuzugänge über freundschaftliche Kontakte in unseren Klub kommen."

Goller: „In der ersten Hälfte halten wir meistens gut mit. Später geht uns die Luft aus"

Für die restlichen drei Partien bis zur Winterpause hoffen die Rostocker noch auf positive Resultate. Dafür müssen sie sich offensiv abgeklärter vor dem gegnerischen Tor zeigen. Mit 14 Treffern hat United ebenfalls den ligaweiten Negativwert. „Einer unserer Offensivspieler fehlt aufgrund eines Bänderrisses länger. Moment haben wir keinen Torjäger, der die Dinger vorne reinmacht", meint Goller, der auf eventuelle Verstärkung im Winter hofft.

Für Goller wäre ein Abstieg „kein Beinbruch." Er hat aber weiterhin die Hoffnung auf den Klassenverbleib. United spielt seit 2014 in der Kreisoberliga. „Im Training zeigen die Jungs von Woche zu Woche, dass sie Bock haben", schildert der Rostocker seine Eindrücke und ergänzt: „Wir müssen es schaffen, mehr als nur 60 bis 70 Minuten im Spiel mitzuhalten. In der ersten Hälfte halten wir meistens gut mit. Zum Ende der zweiten Halbzeit geht uns allerdings oft die Luft aus. Daraus resultieren auch die vielen Gegentore."

Erstes Spiel ohne Gegentreffer seit über einem Jahr

Einen Hoffnungsschimmer gab es für die Rostocker am vergangenen Sonntag im Stadtduell daheim gegen den FSV Nordost (0:0). Es war das erste Pflichtspiel zu Null seit über einem Jahr. Das letzte Mal ohne Gegentor blieb United am 3. Oktober 2018 gegen den ESV Lok Rostock (5:0). „Es war sogar seit drei Jahren unser erstes Heimspiel zu Null", legt Goller noch einen statistischen Wert drauf.

Er hofft, dass United auch im Auswärtsspiel gegen den Tabellendritten SSV Satow am kommenden Sonnabend (13.30 Uhr) den Laden hinten dicht halten kann. Bis zur Winterpause folgen danach noch die Duelle gegen die TSG Neubkow (17. November) und den FSV Rühn (23. November).

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