03. März 2017 / 20:08 Uhr

Kreisoberliga: Mehr als die Hälfte zittert um den Klassenerhalt

Kreisoberliga: Mehr als die Hälfte zittert um den Klassenerhalt

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
SG Motor Neptun - Bölkower SV II 2:3.
Karl Karok (l.) will mit der SG Motor Neptun so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einfahren. © Johannes Weber
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Bölkower SV II führt die Tabelle an / Bereits ab Platz fünf beginnt der Abstiegskampf

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In der Kreisoberliga Warnow Staffel II hat der Bölkower SV II mit einer starken Hinserie eine Duftmarke gesetzt. Aus 13 Partien holte die Landesliga-Reserve satte 37 Punkte (zwölf Siege, ein Remis). Der Vorsprung des Spitzenreiters auf Verfolger SV Jördenstorf (30) beträgt schon sieben Zähler. Allerdings hat der Tabellenzweite sowie viele weitere Teams in der Liga noch ein Spiel weniger auf dem Konto.

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Schon ein wenig abgeschlagen hinter dem Top-Duo folgt der SV Warnemünde II auf Rang drei mit 22 Zählern. Bei den Reds gab es im Winter einen Trainerwechsel. Aus familiären Gründen legte Roger Franke im Dezember sein Amt nieder. Eric Neubert und Nils Wiedl übernahmen die Aufgabe. "Ich habe früher selber in der zweiten Mannschaft gespielt und jetzt wieder einen Trainerposten angestrebt", erklärte Neubert.

Seine Eindrücke von den ersten Wochen mit dem Team sind durchweg positiv. "Die Jungs ziehen gut mit. Die Trainingsbeteiligung ist top", verrät Neubert und nennt seine Ambitionen für die restliche Spielzeit. "Wir nutzen die Rückrunde, um uns für die neue Saison einzuspielen. Nach ganz oben in der Tabelle wird für uns wohl nicht mehr viel gehen, deswegen soll der jetzige Platz gehalten werden."

Hinter den Warnemündern liegen der SV Union Sanitz (4./21 Punkte) und die SG Motor Neptun Rostock (5./20.). Beim letztgenannten Klub verabschiedete sich Coach Nico Zicker im Winter aus gesundheitlichen Gründen aus dem Trainerstab. Trainer Harald Karau und Betreuer Lars Möller werden weiterhin für die Mannschaft verantwortlich sein.

Für Motor gibt es nach wie vor nur ein Ziel. "Wir wollen so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt sammeln, um in ruhiges Fahrwasser zu geraten", bekräftigt Möller. Personelle Veränderungen im schmalen Kader (13 Spieler) von Neptun gab es nicht. "Wir arbeiten mit der A-Jugend und der 2. Mannschaft sehr eng zusammen, helfen uns gegenseitig."

Neben Rostockern kämpfen auch die Teams dahinter verbissen um den Klassenerhalt. Aktuell steht es noch nicht fest, wie viele Klubs aus der Kreisoberliga absteigen werden. Das hängt von der Anzahl der Absteiger aus der Landesklasse ab.

Wie eng es wirklich zugeht, zeigt das spannende Feld von Platz sechs (TSV Thürkow/16 Punkte) bis zum ersten Abstiegsrang (Rostocker FC III/11 Punkte). Die Teams liegen lediglich fünf Zähler auseinander. Der geringe Abstand ist auch für den RFC ein Hoffnungsschimmer, die Liga noch zu halten. "Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir werden bis zum Ende alles geben", gibt sich Rostocks Spielertrainer Georg Richter kämpferisch. Außer Norman Tzschoppe (aufgerückt in die ersten Herrenmannschaft) gab es keine Kaderveränderungen beim Traditionsklub.

Direkt hinter dem Rostocker FC III liegt der FSV Nordost Rostock auf dem vorletzten Rang mit neun Zählern. Auch die Hafenstädter glauben noch an den Ligaverbleib. "Natürlich hatten wir im vergangenen Sommer einen Umbruch hinter uns gebracht, doch wir müssen jetzt endlich eine Einheit werden", fordert FSV-Kicker Steve Kölzow.

Um den Abstieg zu verhindern hat Nordost in der Winterpause ein wenig aufgerüstet. Unter anderem kehrten von Verbandsligist SV Pastow Torhüter Marcus Meuser und Stürmer Nico Himpenmacher zurück. Angreifer Himpenmacher wird dem FSV allerdings noch etwas länger nicht zur Verfügung stehen. Bei einem Hallenturnier zog sich der 26-Jährige einen Achillessehnenriss zu.

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