17. Dezember 2017 / 16:23 Uhr

Kreisoberliga Oberhavel/Barnim: Eintracht Bötzow präsentiert Marco Meißner als neuen Trainer

Kreisoberliga Oberhavel/Barnim: Eintracht Bötzow präsentiert Marco Meißner als neuen Trainer

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Marco Meißner zwischen Eintracht-Kapitän Armando Görög (l.) und Vereinschef Sven Kurzidim.
Marco Meißner zwischen Eintracht-Kapitän Armando Görög (l.) und Vereinschef Sven Kurzidim. © privat
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Das erinnert an den Fall Peter Stöger: Erst Mitte November war Marco Meißner beim 1. SV Oberkrämer zurückgetreten - jetzt soll er den Kreisoberligisten aus Bötzow wieder in die obere Tabellenregion führen.

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Marco Meißner wird neuer Trainer des Fußball-Kreisoberligisten Eintracht Bötzow. Am Sonnabend, nach dem letzten Pflichtspiel des Jahres gegen Rot-Weiß Schönow (2:3), wurde der 39-Jährige der Mannschaft als neuer Coach präsentiert. Und ein bisschen hat Meißners Trainer-Comeback auch ein bisschen was vom Fall Peter Stöger. Der Bundesliga-Trainer war beim 1. FC Köln entlassen worden und hatte nur eine Woche später bei Borussia Dortmund angeheuert. Meißner hatte sein Traineramt beim Kreisligisten 1. SV Oberkrämer Mitte November zur Verfügung gestellt, und jetzt soll er den Vizemeister, der derzeit nur auf Platz 12 rangiert, wieder auf Kurs bringen.

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„Über Marcel Ringel kam der Kontakt zustande, wir haben kurz gesprochen“, erinnert sich Marco Meißner. Es folgte ein Treffen mit Vereinschef Sven Kurzidim. „Wir haben uns beschnuppert“, sagt der neue Eintracht-Trainer. Bötzow habe sich sehr um ihn bemüht, ihm so die Entscheidung leicht gemacht, obwohl es auch andere Anfragen unter- und höherklassiger Vereine gegeben habe. „Ich bin ein Oberhavel-Kind, und das ist eine reizvolle Aufgabe.“

Dass er es nach seinem Rücktritt in Oberkrämer nicht lange ohne das runde Leder aushalten würde, sei vorher klar gewesen. „Der Fußball ist meine Leidenschaft, mein Leben. Ich bin heiß“, sagt Marco Meißner. „Meine Frau hat schon gesagt, seit ich dienstags und donnerstags immer zu Hause bin, gehe ich ihr auf den Senkel“, sagt er mit einem Augenzwinkern.

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Birkners Interimsmission beendet

In Bötzow sei er am Sonnabend freundlich empfangen worden. Er führte erste Gespräche. Es gehe in den nächsten Wochen darum, sich kennenzulernen. Die Eintracht hatte sich Anfang November von Trainer Sandy Kemnitz getrennt, André Birkner übernahm als Interimscoach bis zur Winterpause. Mit der Partie gegen Schönow endete seine Mission.

Marco Meißner konnte sich in den vergangenen Wochen schon einen Überblick verschaffen. „Bötzow ist komplettes Neuland für mich, aber die letzten vier Spiele habe ich mir schon angeschaut.“ Und der neue Trainer ist sicher: „Die Jungs können Fußball spielen, sie wissen, was sie da machen. Aber die Kreisoberliga ist sehr ausgeglichen.“ Eine Vorgabe seitens des Vorstands gebe es nicht. Aber mittelfristig wolle man wieder ins obere Drittel der Liga.

Die Trainerwechsel in der Saison 2017/18.

Am 19. Juli trat Roman Scholz beim FSV Eintracht Königs Wusterhausen zurück. Er war sechs Jahre im Amt. Zur Galerie
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Am 24. Februar steht nun das erste Punktspiel unter Meißners Leitung an. „Bis dahin werden wir fünf Wochen Vorbereitungszeit und einige Hallenturniere haben“, kündigt der Coach an. Den Vergleich mit Peter Stöger lässt er übrigens nicht gelten: „Ich bin kein Vereinshopper, war lange in Oberkrämer aktiv. Es ist eigentlich mein erster Wechsel als Trainer und auch nicht alltäglich für mich.“ Auch deshalb passe Eintracht Bötzow aber gut zu ihm, glaubt Marco Meißner. „Das ist ein beständiger Verein, aber die Arbeit geht jetzt erst los.“