14. August 2020 / 16:44 Uhr

Kreispokal: Außenseiter Zschortau und Zwochau wollen weiterkommen

Kreispokal: Außenseiter Zschortau und Zwochau wollen weiterkommen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
SG Zschortaus Coach Christian Mörsche (li.) und SV-Zwochau-Trainer Martin Gründling (re.) möchten mit ihren Mannschaften für Überraschungen sorgen und jeweils ins Kreispokal-Finale einziehen.
SG Zschortaus Coach Christian Mörsche (li.) und SV-Zwochau-Trainer Martin Gründling (re.) möchten mit ihren Mannschaften für Überraschungen sorgen und jeweils ins Kreispokal-Finale einziehen. © Alexander Prautzsch/Montage
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Hartenfels Torgau und Blau-Weiß Wermsdorf sind am Samstag im Kreispokal-Halbfinale gegen zwei Außenseiter gefordert: Die SG Zschortau und der SV Zwochau wollen den Favoriten ein Bein stellen.

Nordsachsen. Sie sind Außenseiter und wollen trotzdem eine Runde weiter. Am Samstag sind die SG Zschortau (bei Hartenfels Torgau) und der SV Zwochau (in Wermsdorf) im Halbfinale des Fußball-Kreispokals gefragt.

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„Delitzsch hat uns unsere Defizite aufgezeigt“

Novum: Die SGZ bekommt es mit einer Landesklasse-Mannschaft zu tun. Da Torgau das aber vergangene Saison noch nicht war und nun eben der Pokal 2019/20 zu Ende gebracht wird, ist diese ansonsten unmögliche Konstellation möglich. „Sie werden sicherlich läuferisch eine Stufe über uns stehen. Unsere Vorteile sehe ich in der Erfahrung und individuellen Stärke“, sagt SGZ-Trainer Christian Mörschke. Nicht zu vergessen: Torgau befindet sich im Umbruch, musste einige Leistungsträger durch Talente aus der eigenen Jugend ersetzen.

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Wie das mit einem Landesklasse-Team ist, probierten die Zschortauer am Mittwoch aus, als sie einen Test gegen Delitzsch 1:5 verloren. „Delitzsch hat uns unsere Defizite aufgezeigt und die Fehler ausgenutzt. Aber wir haben auch viel ausprobiert“, berichtete Mörschke, der sagenhafte 22 Spieler einsetzte.

„Wir wollten keinen Losentscheid“

Aber die Quantität wird am Samstag nicht entscheidend sein. Das weiß auch Zwochaus Coach Martin Gründling, dessen Team beim Vorjahresvierten vor einer nicht minder hohen Hürde steht.

Für Zschortau und Wermsdorf geht es auch um die Qualifikation für den Sachsenpokal (Torgau ist als Landesklasse-Aufsteiger schon qualifiziert, Zwochau verzichtet freiwillig). Das Prozedere bleibt in zwei Fällen übersichtlich. Erreichen die beiden das Endspiel, steht der Sieger ohnehin als Landespokal-Teilnehmer fest. Scheidet nur eines der beiden Teams aus, ist die Sache ebenfalls klar. Scheitern jedoch beide in der Vorschlussrunde an diesem Wochenende, wird es etwas komplizierter. Dann darf der mit der weniger hohen Niederlage in den Sachsenpokal.

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„Wir wollten keinen Losentscheid“, begründet Volkmar Beier vom Nordsächsischen Fußballverband. „Ich finde, diese Regelung hat durchaus den Reiz, dass beide Truppen weiter Gas geben, auch wenn sie vielleicht schon klar hinten liegen.“ Übrigens wird die erste Runde des Kreispokal-Wettbewerbs 2020/21 am Freitagabend beim Vereinsstammtisch in Luppa ausgelost. jd