11. Oktober 2021 / 17:42 Uhr

Kreispokal Dahme/Fläming: Titelverteidiger Blau-Weiß Dahlewitz scheidet aus (mit Galerie)

Kreispokal Dahme/Fläming: Titelverteidiger Blau-Weiß Dahlewitz scheidet aus (mit Galerie)

Frank Neßler und Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Union Bestensee (grüne Trikots) gehörte zu den Landesklasse-Vetretungen, die in die nächste Runde einzogen - das Team siegt mit 1:0 beim Ruhlsdorfer BC.
Union Bestensee (grüne Trikots) gehörte zu den Landesklasse-Vetretungen, die in die nächste Runde einzogen - das Team siegt mit 1:0 beim Ruhlsdorfer BC. © Frank Neßler
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Kreispokal Dahme/Fläming: Blau-Weiß Dahlewitz unterliegt dem FSV 63 Luckenwalder II – Landesklasse-Teams kommen weiter.

Die mehrjährige Siegesserie des SV Blau-Weiß Dahlewitz im Kreispokal des FK Dahme/Fläming ist gerissen: Der Kreisoberligist, der zweimal in Folge den Cup an den Rangsdorfer Weg holen konnte, ist nach einer Heimniederlage gegen den FSV Luckenwalde II aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Im Achtelfinale des Cups gelang auch den drei weiteren verbliebenen Landesklasse-Vertretern MTV Wünsdorf, Union Grün-Weiß Bestensee und MSV Zossen der Einzug in die nächste Runde.

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SV Blau-Weiß Dahlewitz – FSV Luckenwalde II 1:3 (0:1). Mit zwei späten Treffern sicherte sich der FSV Luckenwalde II, der Spitzenreiter der Landesklasse Ost, den Sieg beim Tabellenzweiten der Kreisoberliga Dahme/Fläming. Benedict Pienz (88., Foulelfmeter) und Peer Heinze (90.) trafen in den turbulenten Schlussminuten zum Auswärtssieg. Johannes Neumann hatte die Reserve des Regionalligisten vor 95 Zuschauern in der 9. Minute in Führung gebracht, Nikolas Haug gelang nach dem Seitenwechsel der Ausgleich (58.). „Aus meiner Sicht waren wir in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Nach dem schnellen Rückstand haben wir das Spiel in die Hand genommen und haben uns auch einige Chancen erarbeitet“, sagte Matthias Gmel, der Fußball-Abteilungsleiter des SV Blau-Weiß. „In der Schlussphase hat uns dann die Kraft gefehlt in diesem Duell zweier ebenbürtiger Mannschaften.“ FSV-Coach Rainer Stock befand: „Dahlewitz war der erwartet schwere Brocken, die Mannschaft hat mehr als Kreisoberliga-Niveau. Es war für uns ein harter Fight. Nach der ersten Viertelstunden hatten wir große Probleme – auch, weil einigen Akteuren die Spielpraxis gefehlt hat. Wir hatten gerade im Mittelfeld durch ein ganz schwaches Zweikampfverhalten viele Ballverluste. Blau-Weiß hätte mit einer Führung in die Pause gehen müssen. In der zweiten Hälfte hatten wir dagegen die besseren Chancen, deshalb haben wir uns den Sieg am Ende aus meiner Sicht auch verdient.“ Dahlewitz hatte in den beiden vergangenen Spielzeiten den Cup gewonnen und auch im Landespokal für Schlagzeilen gesorgt. Gmel: „Natürlich wären wir gerne in die nächste Runde eingezogen, aber wir können uns nun auf die Meisterschaft konzentrieren. Der Aufstieg in die Landesklasse hat für uns ganz klar Priorität.“

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RSV Waltersdorf – MSV Zossen 1:2 n.V. (1:1). Der MSV benötige die Extrazeit, um weiterzukommen. Fabian Jantke hatte den Kreisligisten in der 16. Spielminute mit 1:0 in Führung gebracht, dem Landesklasse-Team aus Zossen gelang durch Niklas Hannemann (61.) der Ausgleich. Sebastian Wilde (101.) schoss schließlich den entscheidenden Treffer. Der RSV beendete nach zwei Gelb-Roten Karten (95., 120.) die Partie in doppelter Unterzahl. „Es war ein verdienter Sieg gegen eine alles reinwerfende Waltersdorfer Elf, es wäre nicht so spannend geworden, wenn wir unsere Chancen genutzt hätten“, urteilte MSV-Coach Sven Schröder. „Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hatten wir Glück bei einer Torchance der Heimelf, Dank einer starken Parade unsere Torhüters David Heners nicht ins Hintertreffen zu geraten. Was zählt, ist der Einzug in die nächste Runde, die wir mit einem Kader aus erster Mannschaft, Reserveteam und Spielern der Alte-Herren-Vertretung erreicht haben.“

SV Schönefeld – SG Schulzendorf 0:2 (0:0). Im Duell zweiter Kreisoberligisten ging Schulzendorf nach torloser erster Hälfe durch Rodrigue-Martial Siaha in der 52. Minute in Führung. Vincent Maikath traf vor 48 Zuschauern in der Nachspielzeit (90. + 3) zum 2:0-Endstand. „In der ersten Halbzeit war es eine ausgeglichene Partie, im zweiten Durchgang kamen wir dann etwas besser ins Spiel“, so SGG-Coach Christian Schneemann. „Im Endeffekt war es ein verdienter Sieg aus meiner Sicht. Jetzt müssen wir in der Liga an die kleine Pokal-Erfolgsserie anknüpfen.“ SVS-Coach Christian Walter: „Eigentlich hatte das Spiel aus meiner Sicht keinen Sieger verdient, aber Schulzendorf war sehr effizient und hat sich das Weiterkommen deshalb auch verdient.“

FSV Admira – SV Teupitz/Groß Köris 4:0 (3:0). Der Tabellenführer der Dahme/Fläming-Liga hatte im ersten Durchgang die Weichen für den Sieg gegen den Ligakonkurrenten gestellt. Andreas Briesemeister hatte den FSV mit zwei Treffern (4., 35.) in Führung gebracht, Nick Ebert (42.) erhöhte vor 98 Zuschauern noch vor dem Seitenwechsel auf 3:0. In der zweiten Spielhälfte erzielte Joshua Becker (63.) den Endstand. FSV-Coach Stefan Eggert: „Beide Mannschaften gingen ersatzgeschwächt ins Spiel, aber wir hatten doch den deutlich besseren Tag, waren deutlich überlegen und haben verdient gewonnen. Die junge Mannschaft, die auf dem Feld stand, hat das richtig gut gemacht.“

In Bildern: Union Bestensee (grüne Trikots) gehörte zu den Landesklasse-Vetretungen, die in die nächste Runde einzogen - das Team siegt mit 1:0 beim Ruhlsdorfer BC.

Union Bestensee (grüne Trikots) gehörte zu den Landesklasse-Vetretungen, die in die nächste Runde einzogen - das Team siegt mit 1:0 beim Ruhlsdorfer BC. Zur Galerie
Union Bestensee (grüne Trikots) gehörte zu den Landesklasse-Vetretungen, die in die nächste Runde einzogen - das Team siegt mit 1:0 beim Ruhlsdorfer BC. © Frank Neßler

Ruhlsdorfer BC – Union Grün-Weiß Bestensee 0:1 (0:0). Das Tor des Tages für den Tabellenvierten der Landesklasse Ost vor 55 Zuschauern erzielte Gustav Lemke in der 51. Spielminute. Kreisoberligist Ruhlsdorf musste nach einer gelb-roten Karte für Hannes Wehnelt (70.) in der Schlussphase in Unterzahl spielen. „Wir sind arg unterbesetzt mit nur elf Akteuren nach Ruhlsdorf gefahren, es waren auch nicht alle Akteure fit“, sagte Union-Coach Thomas Niesler. „Ich war angenehm überrascht, dass wir gerade in der ersten Halbzeit alles im Griff hatten. Unsere Torausbeute war mal wieder desolat, gerade im ersten Durchgang haben wir wirklich einiges liegen gelassen, dadurch haben wir das Spiel lange Zeit offen gelassen. Letztendlich haben wir aber verdient gewonnen.“


MTV Wünsdorf setzt sich beim LFC II durch

Ludwigsfelder FC II – MTV Wünsdorf 1:3 (1:1). Der MTV Wünsdorf geriet gegen die Reserve des Oberligisten durch einen Treffer von Nuno Sobota (28.) in Rückstand, schaffte aber noch im ersten Durchgang durch Ciprian Räzvan-Repede in der 44. Minute den Ausgleich. Derselbe Akteur brachte mit seinem zweiten Treffer das Landesklasse-Team in Führung. Carlo Bree unterlief bei der Partie vor 48 Zuschauern ein Eigentor zum Endstand. „Wir sind glücklich, trotz vieler personeller Ausfälle eine Runde weitergekommen zu sein. Zum Glück haben sich unsere Spieler aus der zweiten Mannschaft, die eingesprungen sind, hervorragend verkauft. Einer von ihnen, Ciprian Räzvan-Repede hat sogar zwei Tore geschossen“, sagte MTV-Trainer Marcel Ciecelski. „Wir haben 45 Minuten gebraucht, um wach zu werden. Dass wir einen Rückstand gedreht haben, ist gut für die Moral.“ Christian Breitkopf, der LFC-Coach sagte: „Wir haben es verpasst, nach dem Führungstreffer das zweite oder sogar dritte Tor zu machen. Wünsdorf hat unsere wenigen individuellen Fehler ausgenutzt. Positiv ist, dass wir gegen eine Landesklassenmannschaft trotz vieler Ausfälle ebenbürtig, wenn nicht sogar leicht überlegen, waren.“

SG Phönix Wildau II – SV Rangsdorf 1:0 (1:0). Der Kreisligazehnte ging durch einen Treffer von Jarson Rühl in der 22. Spielminute in Führung. Weitere Treffer vor 50 Zuschauern fielen nicht. Nach einer gelb-roten Karte für Moritz Ribbert in der Schlussminute der regulären Spielzeit musste die SG die letzten Sekunden in Unterzahl überstehen. „Wir sind mit personellen Sorgen in die Partie gegangen, weil wir derzeit etliche Verletzte haben. Zudem haben wir leider klarste Chancen ausgelassen“, haderte SVR-Coach Michael Weiß, „Wildau war da deutlich effizienter.“ Wildaus Coach Rico Gladrow: „Die Jungs haben von der ersten Sekunde an gefightet, sind teilweise über ihre Grenzen gegangen und haben die Forderungen umgesetzt. Wir wussten, dass wir uns auch gegen einen höherklassigen Gegner nicht verstecken müssen und haben mutig nach vorn gespielt. Ich bin stolz auf die Jungs, weil sie eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt haben und hoffe, dass wir diesen Schwung mit in den Ligaalltag nehmen können.“

SG Großziethen II – SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen II 3:4 n.V. (3:3). In einem torreichen Spiel setzte sich der Kreisoberligist beim Kreisliga-Vertreter durch einen Treffer von Daniel Tauchmann drei Minuten vor dem Ende der Verlängerung durch. Tauchmann avancierte zum Matchwinner – ihm waren bereits in der regulären Spielzeit zwei Tore gelungen (24., 70.). Für Großziethen hatten Ali Berjaoui (45., 71.) und Maurice Jacobsen (48.) getroffen.