04. September 2019 / 13:15 Uhr

"Das ist natürlich bitter": Inter Roj kassiert gegen Sparta Langenhagen späten K.o.

"Das ist natürlich bitter": Inter Roj kassiert gegen Sparta Langenhagen späten K.o.

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Alattin Dogan von Inter Roj Wunstorf trauert einer vergebenen Chance nach.
Alattin Dogan von Inter Roj Wunstorf trauert einer vergebenen Chance nach. © Christian Hanke
Anzeige

Inter Roj Wunstorf hat nicht so viel zu einer Überraschung gefehlt. In der dritten Runde des Kreispokal war das Team aus der 3. Kreisklasse gegen Kreisligist DJK Sparta Langenhagen auf einem guten Weg ins Elfmeterschießen, kassierte in der Nachspielzeit jedoch noch den Treffer zum 2:3.

Anzeige
Anzeige

Bis Sekunden vor dem Schlusspfiff hatten Mannschaft und Fans von Inter Roj Wunstorf auf ein Elfmeterschießen hoffen dürfen – zu diesem Zeitpunkt stand es im Kreispokalspiel der dritten Runde zwischen dem kurdisch geprägten Klub aus der 3. Kreisklasse und den Gästen von Sparta Langenhagen 2:2. Und vom Punkt ist bekanntlich immer alles möglich.

Halberstadt versetzt den K.o.

Es lief schon die Nachspielzeit, als Sahan Halberstadt aus der Distanz abzog und der Heimelf mit seinem Last-Minute-Treffer zum 2:3 (2:1) den K.o. versetzte. Ein verdienter Erfolg für den Kreisligisten, daran gab es nichts zu rütteln. „Die zweite Hälfte gehörte ganz klar Sparta. Trotzdem ist es natürlich bitter, dass wir so spät noch das Gegentor kassiert haben“, sagte Inters Vereinsvorsitzender Serhad Nusrettin Bulut – „aber insgesamt bin ich froh und zufrieden, es war ein sehr faires, spannendes Pokalduell, alles gut.“

Bilder vom Spiel der 3. Runde des Kreispokals zwischen Inter Roj Wunstorf und der DJK Sparta Langenhagen

Alattin Dogan (links) von Inter Roj befördert den Ball an Langenhagens Vitalij Wagner vorbei. Zur Galerie
Alattin Dogan (links) von Inter Roj befördert den Ball an Langenhagens Vitalij Wagner vorbei. ©

Der Platz von Inter Roj an der Amtsstraße in Wunstorf ist nicht mit Flutlicht ausgestattet, dankenswerter Weise stellte der TSV Klein Heidorn seine Sportanlage zur Verfügung. Ali Damergi brachte die Gäste aus Langenhagen in Führung (9.). Keine drei Minuten später reagierte der pfeilschnelle Alattin Dogan bei einem langen Ball am schnellsten und spitzelte das Leder zum 1:1 ins Netz.

Damergi scheitert vom Punkt

Nach einem Foul an Sparta-Akteur Halberstadt zeigte der Referee auf den Punkt, Damergi verschoss den Elfmeter (28.) Auf der Gegenseite wurde der quirlige Alattin Dogan von den Beinen geholt, Kapitän Metin Özden zielte präzise (32.) – mit dem 2:1 für das Team von Trainer Dilek Aydin ging es in die Kabinen. „Wir waren richtig gut dabei, haben klasse mitgespielt“, sagte Bulut.

Mehr Berichte aus der Region

Nach der Pause änderte sich das Bild: Der Kreisligist wurde immer stärker und dominierte das Geschehen. Beflügelt durch ein Traumtor von Halberstadt, der einen Freistoß aus der Distanz direkt versenkte (50.) spielte Sparta fortan wahrhaft stürmisch und drückend überlegen auf. „Chancen für drei Spiele“ habe seine Elf in der Folge vergeben, sagte Gäste-Coach Carsten Runge. „Wir hätten das Ding schon viel früher entscheiden müssen.“

Mit Mann und Maus verteidigte Inter Roj nun in einer reinen Abwehrschlacht das 2:2-Unentschieden – bis zur 93. Minute, da schlug erneut Halberstadt zu.