25. März 2022 / 14:02 Uhr

Kreispokal startet wieder: Derby-Charme bei Ostrau gegen Hartha

Kreispokal startet wieder: Derby-Charme bei Ostrau gegen Hartha

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Der BC Hartha (blau-gelb) geht im Achtelfinale gegen den SV Ostrau in die Spur. 
Der BC Hartha (blau-gelb) geht im Achtelfinale gegen den SV Ostrau in die Spur.  © Jens Paul Taubert
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In das Pokal-Achtelfinale im Fußballverband Muldental/Leipziger Land starten die verbliebenen Teilnehmer am Wochenende unter völlig unterschiedlichen Voraussetzungen. Während einige bereits recht ordentlich im Saft stehen, haben manche Teams im laufenden Kalenderjahr noch gar kein Pflichtspiel absolviert. 

Borna/Grimma. Doch nicht nur der aktuelle Leistungsstand ist gegensätzlich, auch die Zielstellungen sind es. Die einen nehmen die Sache richtig ernst und liebäugeln schon jetzt mit dem Titel, die anderen nutzen den Wettbewerb eher als Vorbereitung auf die Punktekämpfe. Sei es wie sei, die Wahrheit liegt ohnehin auf dem Platz. Und zwar schön gleichmäßig verteilt über das gesamte Wochenende mit jeweils vier Begegnungen am Samstag beziehungsweise Sonntag sowie einer einheitlichen Anstoß-Zeit von 15 Uhr. Das Wetter passt auch, es kann also los gehen.

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Eines von insgesamt fünf direkten Kreisoberliga-Duellen versprüht einen Hauch von Derby-Charme – SV Ostrau gegen BC Hartha. Im Zschaitzer Waldstadion befindet sich der heimische Tabellen-Fünfte unbestritten in einer leichten Favoriten-Stellung. Ungeachtet dessen sinnt der Rang-Achte in diesem Beinahe-Nachbarschafts-Treffen auf Wiedergutmachung, denn die jüngste 0:4-Heimschlappe vom 23. Oktober möchte der BC in dieser Form nicht auf sich sitzen lassen.

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Ein Quartett von Leidensgenossen würde gern ähnliche Rehabilitationsmaßnahmen betreiben, ohne die Schwere der jeweiligen Aufgabe nur im Geringsten zu verleugnen. So möchte sich der SV Chemie Böhlen (momentan Fünfzehnter des Klassements) gegen den Tabellen-Dritten SV Naunhof für die 2:7-Heimklatsche vom 02. Oktober revanchieren. Wobei ein Gastgeber-Erfolg an der Jahnbaude zweifellos einer faustdicken Überraschung gleich käme.

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Lehren aus Niederlage gezogen

Ebenfalls sensationellen Anstrich hätte ein Hausherren-Sieg des SC Partheland (Vierzehnter.) gegen den aktuellen Staffel-Spitzenreiter BSV Einheit Frohburg. Am 15. August ließen die Rennstädter beim 5:0-Auswärtstriumph rein gar nichts anbrennen, auch diesmal will man alle Steine rechtzeitig aus dem Weg räumen. Schließlich soll Polenz lediglich Durchgangstation in Richtung abermalige Endspielqualifikation sein.

VfB Leisnig gegen SV Blau-Weiß Bennewitz – da war doch was! Genau, erst in der vergangenen Woche kreuzten die Kontrahenten in der Otto-Schuricht-Sportstätte die Klingen. Der erneut Platz bauende Rang-Siebente träumt mit offenen Augen und hellwach bleibend von der Wiederholung des deutlichen 3:0-Erfolgs. Demgegenüber glaubt der Tabellen-Dreizehnte fest daran, die entsprechenden Lehren aus dieser deutlichen Niederlage gezogen zu haben.

Wichtige Erkenntnisse dürften unisono der Döbelner SC (aktuell Liga-Sechster) und der TSV Burkartshain als derzeitiger Träger der roten Laterne am 16. Oktober gesammelt haben, als der DSC beim TSV mit 3:2 die Oberhand behielt. Nun gibt es ein Wiedersehen in Döbelns Heinz-Gruner-Sportpark, wo sich die Heim-Elf unter allen Umständen einen Ausrutscher ersparen und der Gast seine scheinbar nur kleine Chance unbedingt nutzen möchte. Die drei Vertreter der Kreisliga A sind in ihren Partien trotz Heimvorteil krasse Außenseiter gegen gestandene Kreisoberliga-Truppen.

Nicht nur Beton anrühren

So hat der TSV Kohren-Sahlis (Dreizehnter der Weststaffel) gegen den SV Tresenwald Machern (Tabellen-Neunter in seiner Liga) überhaupt nichts zu verlieren. Die Töpferstädter und die Muldentaler werden sich in der Sportstätte der Freundschaft bei ihrem Kennenlernen mit Sicherheit nicht lange mit dem Beschnuppern aufhalten.

Wohl kaum nach dem Motto „Auf Teufel komm raus“ wird die SG Borna II/Eula (Rang-Zehnter im Westen) den Roßweiner SV (Staffel-Vierter) auf dem Kesselshainer Sportgelände empfangen. Die Spielgemeinschaft dürfte stattdessen auf eine stabile Defensivarbeit bauen, um gegen den offensiv starken Pokalverteidiger keinen Schiffbruch zu erleiden.

Eine gleichgeartete Herangehensweise schwebt dem SV Gleisberg (Dreizehnter im Ost-Klassement) vor dem Aufeinandertreffen mit dem SV Blau-Weiß Deutzen (Zehnter in der KOL) vor. Nur Beton anrühren und auf den lieben Gott hoffen will der SVG allerdings keineswegs. Dennoch möchten die Gäste aus dem Neuseenland - welche nach der Reise zu den Mochauern eine Runde zuvor die nächste weite Fahrt auf sich zu nehmen haben - dem Anspruch gerecht werden, das Kommando auf dem Rasen zu übernehmen.