09. September 2020 / 00:01 Uhr

Kreispokal Stormarn: SV Hamberge überraschend raus, SSC Hagen Ahrensburg souverän weiter

Kreispokal Stormarn: SV Hamberge überraschend raus, SSC Hagen Ahrensburg souverän weiter

Max Lübeck
Lübecker Nachrichten
Trotz 1:0-Führung muss die Hamberger Mannschaft von Trainer Roland Giering das Pokalaus hinnehmen
Trotz 1:0-Führung muss die Hamberger Mannschaft von Trainer Roland Giering das Pokalaus hinnehmen © Agentur 54°
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Auch der SV Hammoor und die SG Elmenhorst/Tremsbüttel überstehen die erste Runde des Stormarner Kreispokals

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Verbandsligist SV Hamberge muss sich Kreisligist TSV Trittau geschlagen geben

TSV Trittau - SV Hamberge 3:1

Verbandsligist SV Hamberge scheidet überraschend in der ersten Runde des Stormarner Kreispokals gegen den Kreisligisten TSV Trittau aus. Trotz einer 1:0-Führung zur Halbzeit, welche Kastriot Veselaj herbeisteuerte, muss sich die Mannschaft von Trainer Roland Giering nach 90 Minuten mit 1:3 geschlagen geben. Weil sich der SV Hamberge in der 55. Minute selbst schadete, indem Oliver Lie die gelb/rote Karte bekam, schnupperte der TSV Hamberge Morgenluft und erzielte durch Andre Bannenberg (58., 90+3.) und ein Eigentor des Verbandsligisten die Tore zum 3:1-Endstand. Zwar dezimierte sich der Außenseiter in der 86. Minute auch noch, da Benjamin Berger ebenfalls mit einer gelb/roten Karte vorzeitig den Platz verlassen musste, allerdings schaffte es der Verbandsligist nicht mehr, Profit daraus zu schlagen. "Wir dürfen uns nicht beschweren! Die ersten 15 Minute der zweiten Hälfte waren ganz klar spielentscheidend. Eigentlich haben wir bis dahin alles im Griff gehabt und hätten das 2:0 nachlegen müssen, bekommen dann aber einen unnötigen Platzverweis. Die Gegentore fielen dann viel zu einfach und durch individuelle Fehler - da haben wir wirklich Geschenke verteilt. Trotz Unterzahl kamen wir dann nach dem 1:2-Gegentreffer wieder gut in die Partie, aber die letzte Konsequenz fehlte uns heute leider. Das ist jetzt aber natürlich kein Weltuntergang für uns und wir wussten die Qualitäten der starken Trittauer Mannschaft bereits vor dem Spiel zu schätzen. Daher gehen unsere Glückwünsche heute nach Trittau", berichtet ein sehr fairer Hamberger Trainer nach dem Pokalspiel gegenüber dem LN-Sportbuzzer.

Mehr Sport aus der LN-Region

SV Hammoor setzt sich gegen Ligakonkurrent FC Ahrensburg durch

FC Ahrensburg - SV Hammoor 1:3

Im Duell zweier A-Klassisten setzte sich der SV Hammoor durch. Schon in der ersten Spielminute erzielte Arian Janke das 1:0 für den Gast von Trainer Dennis Krüger, der damit natürlich perfekt ins Spiel startete. Im zweiten Durchgang konnte der SVH in der 60. Minute durch ein Eigentor von Fatlum Krasnici sogar erhöhen. Ahrensburg gab sich jedoch noch längst nicht geschlagen und erzielte in der 71. Minute durch Andre Dobslaf den 1:2-Anschlusstreffer. Den Schlusspunkt setzte dann aber wieder der SV Hammoor in der 88. Minute erneut durch Arian Janke, der damit auch für die Entscheidung sorgte. "Ich lege zwar nicht so großen Wert auf den Pokalwettbewerb, dennoch bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft heute sehr zufrieden. Das war ein guter Test gegen einen direkten Ligakonkurrenten. So konnten wir sehen, wo wir stehen und wie der Leistungsstand bei anderen Mannschaften aus unserer Liga ist. Beide Mannschaften mussten sich erst einmal ein wenig abtasten und in der Anfangsphase gab es viele Fehlpässe. Dadurch ergaben sich auf beiden Seiten einige Möglichkeiten. Gerade in der zweiten Hälfte bekamen wir dann aber immer mehr Zugriff auf die Partie und am Ende geht der Sieg auch völlig in Ordnung", erklärt Hammoor-Trainer Dennis Krüger nach dem Spiel gegenüber dem LN-Sportbuzzer.

Mit einem deutlichen 5:1-Sieg gegen Preußen Reinfeld zieht SV Eichede in den Landespokal 2020/2021 ein.

SV Eichede jubelt über den Einzug in den Landespokal. Zur Galerie
SV Eichede jubelt über den Einzug in den Landespokal. ©

SSC Hagen Ahrensburg lässt B-Klassist SV Siek keine Chance

SV Siek - SSC Hagen Ahrensburg 0:5

Verbandsligist SSC Hagen Ahrensburg wurde im Pokalspiel beim B-Klassisten SV Siek seiner Favoritenrolle gerecht und zieht durch einen souveränen 5:0-Erfolg in die nächste Runde des Stormarner Kreispokals ein. Bereits zur Halbzeit stand es vorentscheidend 4:0 für den Favoriten. Luca Finn Pohlmann (6.), Sebastian Pott (13.), Brian Techen (29.) und Christopher Herklotz (34.) erzielten die Tore für den SSC in den ersten 45 Minuten. Im zweiten Durchgang setzte dann Kai Pohlmann acht Minute vor Ende der Partie den Schlusspunkt mit dem Treffer zum 5:0. Dementsprechend zufrieden war auch SSC-Trainer Aydin Taneli nach dem Pokalspiel, der gegenüber dem LN-Sportbuzzer folgendes berichtete: "Wir haben das Spiel von Beginn an an uns gerissen, der Gegner hatte fast keine Torchance. Wir konnten unser Spiel so durchziehen, wie wir das wollten. Die Jungs haben sich viel bewegt, gut in den Zwischenräumen angeboten und den Ball gut laufen lassen. So müssen wir mit Blick auf den Ligastart weiterarbeiten. Wir freuen uns über den Sieg und über das Weiterkommen!".

SG Elmenhorst/Tremsbüttel zieht gegen mutigen SSV Jersbek in die nächste Pokalrunde ein

SSV Jersbek - SG Elmenhorst/Tremsbüttel 1:3

In der letzten Pokal-Partie am Dienstagabend setzte sich die SG Elmenhorst/Tremsbüttel mit 3:1 beim SSV Jersbek durch. Weil der SSV kein Hygienekonzept ausgearbeitet hat, waren zu diesem Spiel keine Zuschauer erlaubt. "Da wir ein Konzept haben und schon einige Testspiele in Elmenhorst und Tremsbüttel problemlos absolviert haben, haben wir angeboten, das Spiel bei uns stattfinden zu lassen. Leider wurde der Vorschlag vom SSV geblockt. Es ist ihr gutes Recht, aber in der aktuellen Situation natürlich schade, da wir - abgesehen von der Nutzung der Umkleiden und Duschen - denken, dass sicherlich viele Fans beider Fanlager gerne zugeschaut hätten", erklärte SG-Co-Trainer Christoph Jobmann dem LN-Sportbuzzer bereits im Vorwege der Partie. Zum Sportlichen: Sebastian Haupt erzielte in der 21. Minute den 1:0-Führungstreffer für die SG, was gleichzeitig der Halbzeitstand war. Im zweiten Durchgang war es Nicholas Jakob Schulz, der diese Halbzeitführung egalisierte und für den Gastgeber ausglich. Die SG zeigte sich aber nicht geschockt und sorgte mit zwei weiteren Toren durch Kay Arne Dietl (68.) und Tobias Gaycken (90+2.) für den Einzug in die nächste Pokalrunde. "Das war ein intensives Spiel und und eine starke kämpferische Leistung der Jersbeker. Durch einen schnell ausgeführten Freistoß durch Haupt sind wir in Führung gegangen. Jersbek stand natürlich tief und hat sich aufs Kontern beschränkt. Barten rettet nach einem Standard aus dem Halbfeld auf der Linie. Gegen Ende der ersten Hälfte verpassen wir es, nachzulegen, denn zwei Hochkaräter bleiben ungenutzt. Eigentlich müssen wir mit einer deutlicheren Führung in die Pause gehen. Jersbek blieb giftig und kam aus dem Gewurschtel und zwei geblockten Bällen zum Ausgleich. In der 67. machten wir dann aber nach einer Ecke per Kopf durch Dietl das 2:1. Das 3:1 war erneut ein direkter Freistoß, den Neuzugang Tobias Gaycken an der Mauer vorbei ins kurze Eck zirkelte. Jersbek war nach dem 1:1 ohne weitere Torchance, aber weiterhin mit einer super Einstellung. Letztendlich ist es ein absolut verdienter erster Pflichtspielsieg in der SG-Geschichte mit Luft nach oben. Kompliment an starke Hausherren", lauten die Worte von Jobmann nach der Partie.