18. September 2019 / 14:26 Uhr

"Mehr mit blödem Platz als Spiel beschäftigt": TSV Berenbostel fliegt in Kirchrode raus

"Mehr mit blödem Platz als Spiel beschäftigt": TSV Berenbostel fliegt in Kirchrode raus

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Jan Marcus Witt und der TSV Berenbostel scheiden in der vierten Runde des Kreispokals in Kirchrode aus.
Jan Marcus Witt und der TSV Berenbostel scheiden in der vierten Runde des Kreispokals in Kirchrode aus. © Christian Hanke
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Der TSV Berenbostel ist in der vierten Runde des Kreispokals ausgeschieden. Beim TSV Kirchrode unterlag die Mannschaft von Ahmet Cagli mit 2:3. Dass auf Asche gespielt wurde, schmeckten dem Trainer und seinen Spielern überhaupt nicht.

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Dieser Kreispokalabend ist ganz und gar nicht nach dem Geschmack von Trainer Ahmet Cagli verlaufen. Nicht allein das Aus seiner Mannschaft schmeckte ihm bitter - der TSV Berenbostel hat mit einer 2:3 (1:2)-Niederlage beim TSV Kirchrode in der vierten Runde des Cupwettbewerbs die Segel streichen müssen. Auch die Umstände stießen Cagli übel auf: „Das Spiel fand auf Asche statt. Und der Gegner war einfach nur sehr unangenehm.“

Heimrechttausch abgelehnt

Den Vorschlag der Berenbosteler, das Heimrecht zu tauschen, um die Partie auf Rasen auszutragen, hatten die Gastgeber im Vorfeld abgelehnt. Cagli trat mit einem dezimierten Aufgebot an. Mehrere Akteure fehlten wegen ihrer Spätschicht. „Und gerade die Jungs, die sich ohnehin mit muskulären Problemen herumplagen, wollte ich nicht auf den verletzungsträchtigen Ascheplatz schicken“, erklärte der Coach.

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Kirchrode in der Anfangsphase überlegen

Mohamed El-Hayek brachte die Kirchröder nach einer Ecke in Front (13. Minute). Im direkten Gegenzug gelang Jan Marcus Witt der Ausgleich (14.). Die Gäste agierten feldüberlegen, schafften es aber nicht, sich zwingende Chancen herauszuspielen. Stattdessen traf Phil Klebe für den Tabellendritten der Kreisliga 4 – Ausgangspunkt war erneut ein Standard (30.).

Kirchrodes Gianluca Valenza legte nach (69.). Der Anschluss zum 2:3 durch Michell Anc schürte die Hoffnung der Garbsener auf eine Wende (72.). Goalgetter Onur Yayan markierte kurz vor Schluss tatsächlich das vermeintliche 3:3 - der Referee erkannte das Tor nicht an, „angeblich hatte der Ball die Linie noch nicht überquert, als der Kirchröder ihn rauschlug“, schilderte Cagli die strittige Szene.

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"Das Ganze haken wir schnell ab"

Nach dem Abpfiff machten sich die Berenbostelern „schnell vom Acker“, wie der Trainer formulierte. „Drei Gegentore nach Standards, da passte die Zuordnung nicht. Außerdem haben sich meine Spieler mehr mit dem blöden Platz beschäftigt als mit dem Spiel“, haderte Cagli mit dem aus seiner Sicht völlig verkorksten Abend – „das Ganze haken wir schnell ab, unser Fokus liegt ohnehin auf der Liga.“