02. August 2018 / 07:44 Uhr

Kreuzbandriss: Timo Hübers hat "es sofort gewusst" - Hannover 96 sucht Ersatz

Kreuzbandriss: Timo Hübers hat "es sofort gewusst" - Hannover 96 sucht Ersatz

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Timo Hübers ist zurück bei der Mannschaft – und kann zumindest schon wieder lächeln.
Timo Hübers ist zurück bei der Mannschaft – und kann zumindest schon wieder lächeln. © Florian Petrow
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Der Verdacht hat sich bestätigt. Das Kreuzband im linken Knie bei 96-Innenverteidiger Timo Hübers ist gerissen. 96 muss sich jetzt nach Ersatz umsehen - und zeitnah verpflichten. Ex-Braunschweiger Ermin Bicakcic soll ein Kandidat sein.

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Auf Krücken und mit dick bandagiertem Knie humpelte Timo Hübers mit den anderen Spielern beim Test aus dem Bus. Die schlimmsten Befürchtungen sind eingetreten beim Abwehrtalent. Der Verteidiger hatte sich am Dienstagabend beim Training verletzt, jetzt steht fest: Kreuzbandriss im linken Knie, der 22-Jährige fällt monatelang aus. „Ich habe es sofort gewusst, das MRT hat nur die Bestätigung gebracht“, sagte Hübers.

„So einen Schmerz vergisst du nicht“

Aber der sympathische Innenverteidiger macht das Beste aus der schlimmen Situation, konnte schon wieder lächeln. Auf den Tag genau vor zwei Jahren – am 2. August 2016 – hatte sich Hübers schon einmal das Kreuzband gerissen, damals im rechten Knie. Darum war ihm auch diesmal schnell klar, wie schlimm die Verletzung ist. Hübers: „So einen Schmerz vergisst du nicht.“

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Hübers spielte eine starke Vorbereitung

Das Verletzungsdrama diesmal passierte bei einem Zweikampf mit Takuma Asano. Hübers’ Knie knickte weg, der 22-jährige Hildesheimer blieb liegen, Mittwoch Mittag stand nach der MRT-Untersuchung die Diagnose fest: das Kreuzband ist kaputt. „Das ist bitter für den Jungen“, sagte 96-Trainer André Breitenreiter.

Vor allem auch bitter für 96: Hübers war in der Vorbereitung sehr gut in Form, hatte leistungstechnisch gegenüber den bekannteren Kräften Waldemar Anton oder Kevin Wimmer die Nase sogar etwas vorn. „Timo hat eine tolle Entwicklung genommen und konnte auch jetzt in der Vorbereitung an die starken Leistungen vom Ende der vergangenen Saison anknüpfen“, lobte Breitenreiter.

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Timo Hübers wurde am 20. Juli 1996 in Hildesheim geboren. Bei Hildesia Diekholzen lernte der 1,90 Meter große Innenverteidiger das Fußballspielen. ©

Operation erst in Hannover

In der abgelaufenen Spielzeit rückte Hübers wegen zahlreicher Verletzungen eher zufällig in die Startelf – und überzeugte. Er machte fünf Spiele über 90 Minuten und lieferte überraschend starke Leistungen ab. Sogar gegen Dauermeister FC Bayern hielt er gut mit.

Jetzt der Rückschlag. Hübers will auf eigenen Wunsch trotzdem noch im 96-Trainingslager bleiben. Der Verein kümmert sich um einen OP-Termin in Hannover, damit der Verteidiger nach der Rückkehr operiert werden kann. Und dann beginnt für Hübers der lange Weg zurück.

So sahen ehemalige 96-Kicker bei ihrem Profi-Debüt aus.

<b>Gerald Asamoah:</b> Schaffte im Sommer 1999 bei Hannover 96 den Sprung von der U19 in den Profi-Kader und spielte insgesamt drei Jahre für die Roten. Im Juli 2015 beendete der Stürmer seine Karriere bei der Reserve vom FC Schalke 04 und ist seit November 2016 Teammanager der zweiten Schalker Mannschaft.  Zur Galerie
Gerald Asamoah: Schaffte im Sommer 1999 bei Hannover 96 den Sprung von der U19 in den Profi-Kader und spielte insgesamt drei Jahre für die Roten. Im Juli 2015 beendete der Stürmer seine Karriere bei der Reserve vom FC Schalke 04 und ist seit November 2016 Teammanager der zweiten Schalker Mannschaft.  ©
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96 sucht Ersatz -  Bicakcic ein Kandidat?

Die neue Verletzung ist nicht nur für Hübers ein Schock, sondern auch für 96. Denn durch den langen Ausfall verschlimmert sich eine Kaderbaustelle. Schon vor dem Hübers-Ausfall hatte Cheftrainer Breitenreiter gewarnt: „In der Breite des Kaders sind wir noch nicht ausreichend besetzt. Es fehlt bei uns ein Innenverteidiger. Was ist, wenn sich einer von unseren Innenverteidigern verletzt?“

Das ist jetzt eingetreten. Damit hat 96 nur noch drei fitte, etatmäßige Innenverteidiger im Profikader: Anton und Neuzugang Wimmer, dazu Josip Elez, der vergangene Saison nicht immer eine glückliche Figur machte. Felipe ist mal wieder angeschlagen.

96 muss sich schnell auf dem Transfermarkt umschauen – jetzt erst recht. Dazu berichtet der kicker, dass der Hoffenheimer Ermin Bicakcic (früher Braunschweig) ein Kandidat sein soll.