15. September 2018 / 17:24 Uhr

Krisenstimmung in Probstheida: Lok Leipzig verliert in Auerbach 0:1

Krisenstimmung in Probstheida: Lok Leipzig verliert in Auerbach 0:1

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nils Gottschick setzt sich gegen den Auerbacher Albert Löser durch.
Nils Gottschick setzt sich gegen den Auerbacher Albert Löser durch. © Thomas Gorlt
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Der 1. FC Lok Leipzig kann gegen den VfB Auerbach nicht mehr gewinnen. Am Samstag verlor die ambitionierte Mannschaft von Trainer Heiko Scholz beim Angstgegner mit 0:1 und steckt in der Krise.

Auerbach. Die „Loksche“ kommt nicht in Fahrt. Am achten Spieltag der Regionalliga Nordost setzt es für den Leipziger Traditionsverein beim VfB Auerbach eine verdiente 0:1 (0:0)-Niederlage.

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Im Vergleich zum Unentschieden am Mittwoch gegen Rot-Weiß Erfurt wechselt Lok-Trainer Heiko Scholz zu Beginn dreimal: Für Urban, Sindik und Adler stehen Misch, Gottschick und Atici in der Start-Elf. Die vergangenen Spiele gegen Auerbach machen dabei wenig Hoffnung auf einen Erfolg: Den letzten Sieg gegen den VfB feierte Lok im Jahr 2012.

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Ratlosigkeit bei Loks Trainer Heiko Scholz nach der 0:1 Niederlage beim VfB Auerbach. Zur Galerie
Ratlosigkeit bei Loks Trainer Heiko Scholz nach der 0:1 Niederlage beim VfB Auerbach. ©

Und auch am Samstag geht es nicht gut los. Bereits nach fünf Minuten zappelt der Ball im Netz, doch die Fans der Scholz-Elf können noch mal aufatmen, weil der Schiedsrichter das Tor für Auerbach nicht gibt. In der Folge entwickelt sich ein Spiel, in dem vor allem die Gastgeber immer wieder zu Chancen kommen. Trotzdem geht es mit einem 0:0 in die Kabine.

Feldverweis für Adler

Kurz nach der Pause münzt Auerbach das Chancenplus aus der ersten Halbzeit aber in eine Führung um. Danny Wild geht nach einem eklatanten Fehlpass von Christopher Hanf am Lok-Keeper vorbei und schiebt zum verdienten 1:0 ein. Nach dem Tor wird das Spiel ruppiger und intensiver, auch weil die „Loksche“ unbedingt den Ausgleich will.

Den besorgt um ein Haar Nicky Adler in der 75. Minute mit einem Fallrückzieher aus 14 Metern. Doch der Ball landet am rechten Außennetz. Stattdessen erweist der Stürmer seinem Team kurz vor Schluss einen Bärendienst und fliegt nach einem groben Foul vom Platz.

Am Ende bleibt es beim verdienten 1:0 für Auerbach. Für Lok endet weder die Horror-Serie gegen den VfB, noch die Krise in der Regionalliga Nordost. Beide Teams haben nun acht Punkte auf dem Konto. Für Lok Leipzig steht am Samstag das Heimspiel gegen Germania Halberstadt an.


Anton Zirk

Heiko Scholz (Leipzig): „Wir haben gewusst, dass es in Auerbach sehr schwierig werden wird. Das soll keine Ausrede sein. Wir haben die ersten 20 Minuten total verschlafen und hatten danach drei, vier gute Möglichkeiten. Wir können einfach besser Fußball spielen. In der zweiten Halbzeit bekommen wir das Tor durch eine Unaufmerksamkeit eigentlich selbst. Ich bin schwer enttäuscht, Glückwunsch an Auerbach."

Sven Köhler (Auerbach): "Es haben zwei Mannschaften gespielt, die zuletzt gute Kritiken bekamen, aber denen die Punkte fehlten. Wir haben sehr gut begonnen und uns Chancen erarbeitet. Nur wir haben in der ersten Halbzeit wieder das Tor nicht gemacht. Heute hatten wir einmal das Spielglück zum 1:0, wo wir sonst ein Gegentor bekommen haben. Lok besitzt eine sehr gute Qualität, die heute glücklicherweise nicht ganz zum Tragen kam. Wir haben uns endlich einmal für unseren sehr hohen Aufwand belohnt und ich denke, verdient gewonnen."

1. FC Lok Leipzig: Hanf - Schulze - Zickert - Misch (34. Urban) - Wolf - Salewski - Schinke (46. Sindik) - Pfeffer - Gottschick (72. Adler) - Atici - Steinborn

*VfB Auerbach: *Schmidt - Lietz - Heger - Kadric - Wild (90. Shoshi) - Schmidt - Müller - Löser - Stock (84. Miertschink) - Schlosser (81. Mielke) - Zimmermann

*Tore: *1:0 Wild (55.)

Zuschauer: 910