01. Juni 2021 / 12:19 Uhr

Kristina Kicka kehrt zum Dresdner SC zurück

Kristina Kicka kehrt zum Dresdner SC zurück

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Kicka
Künftig spielt Kristina Kicka (r.) wieder im Dress der Dresdnerinnen. © Wolfgang Birkenstock
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Mit Kristina Kicka kehrt ein bekanntes Gesicht zum Dresdner SC zurück. Die belarussische Diagonalangreiferin kommt von den Ladies in Black Aachen und erhält einen Einjahresvertrag.

Dresden. Als „Alt-Neuzugang“ präsentierte Alexander Waibl am Dienstag die nächste Verpflichtung bei den DSC-Volleyballerinnen. Tatsächlich kehrt mit Kristina Kicka – vielen besser noch unter ihrem Mädchennamen Mikhailenko bekannt – eine ehemalige DSC-Spielerin an die Elbe zurück. Wie es die Spatzen schon länger von den Dächern gepfiffen hatten, wechselt die 29-jährige gebürtige Minskerin vom Liga-Konkurrenten Aachen nach Dresden. Hier erlebte die Diagonalangreiferin zwischen 2013 und 2016 überaus erfolgreiche Zeiten, sammelte mit dem DSC drei Meistertitel und mit dem Pokalsieg 2016 sogar das Double. Danach zog es sie zu finanzkräftigen Vereinen in die Türkei, nach Rumänien, Südkorea und Polen.

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Nach der Geburt ihrer Tochter Kamila im April 2020 kehrte die ehrgeizige Athletin sehr schnell wieder in die Volleyball-Halle und dann nach Deutschland zurück. Nach ihrem Abschied aus Sachsen hatte sie stets noch Kontakt zu Waibl, so auch im vergangenen Jahr. Doch der Coach gibt zu: „So kurz nach ihrer Geburt war mir eine Verpflichtung von Krissi zu heikel.“ Die Ladies in Black gaben der erfahrenen Diagonalangreiferin eine Chance.

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Kicka kam schnell in Form und überzeugte auch ihren Ex-Trainer vom DSC. Er meint: „Es hat mich letztes Jahr schon beeindruckt, wie schnell sie körperlich wieder auf Top-Niveau war.“ Umso mehr freut sich der 53-Jährige jetzt, Kristina Kicka erneut im Team zu haben: „Mit ihr haben wir immerhin vier Titel gewonnen. Ich mag ihre Art. Sie ist eine ehrliche Haut. Ich finde es gut, wenn jemand seine Meinung offen nach außen trägt. Und sie ist die perfekte Ergänzung für uns, gibt mir die Chance, Maja Storck auch mal eine Pause zu geben, wenn sie diese benötigt.“

"Volleyball hat sich weiterentwickelt"

Aufgrund des zu erwartenden Spiele-Marathons in Bundesliga, Pokal und Champions League möchte Waibl seine Schweizer Top-Scorerin etwas entlasten und erhofft sich mit Kicka zudem eine hochkarätige Wechselmöglichkeit auf der Diagonal-Position. Kicka selbst, die dank ihrer Mutter den Spagat zwischen Leistungssport und Kinderbetreuung gut organisiert bekommt, freut sich schon auf die Rückkehr: „Ich bin aufgeregt und glücklich, zumal ich weiß, wie schön es in Dresden ist.“

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Zurückblicken will sie allerdings nicht: „Die Mannschaft ist jetzt eine völlig andere und Volleyball hat sich insgesamt weiterentwickelt, ist sehr viel schneller geworden“, weiß die Nationalspielerin, die in diesem Jahr der Auswahl abgesagt hat. Und sie macht auch keinen Hehl daraus, was die Gründe dafür sind: „Das hat politische Gründe“, macht sie unmissverständlich klar. „Ich habe mich entschlossen, mein Land und unseren Präsidenten nicht zu vertreten“, so Kicka, die dank ihres Mannes neben dem weißrussischen auch einen polnischen Pass besitzt. So wird Kristina Kicka auch zum Vorbereitungsstart in Dresden aufschlagen. Wann der genau sein wird, steht noch nicht ganz fest.

Ebenfalls am Dienstag gaben die Ladies in Black in Aachen bekannt, dass sie Lydia Stemmler vom VC Olympia Dresden mit einem Zweijahresvertrag ausstatten. Die 19-Jährige war zuletzt Kapitän des Zweitliga-Teams und hatte in den letzten beiden Spielzeiten immer wieder beim DSC mittrainiert. Ihr Bundesligadebüt feierte sie allerdings schon 2018 im Trikot des VCO Berlin (über ein Zweitspielrecht). Für den DSC stand die Diagonalangreiferin im März 2021 gegen Aachen im Play-off-Viertelfinale auf dem Feld. Mit Angreiferin Eva Hodanova heuerte übrigens auch eine Ex-DSC-Spielerin in Aachen an.

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