06. August 2021 / 10:28 Uhr

Fall Timanowskaja: IOC-Präsident Bach hält weitere Sanktionen gegen Belarus für möglich

Fall Timanowskaja: IOC-Präsident Bach hält weitere Sanktionen gegen Belarus für möglich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
IOC-Boss Thomas Bach spricht über mögliche Sanktionen gegen Belarus.
IOC-Boss Thomas Bach spricht über mögliche Sanktionen gegen Belarus. © IMAGO/GEPA pictures (Montage)
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IOC-Präsident Thomas Bach hat sich zum Fall der belarussischen Olympia-Teilnehmerin Kristina Timanowskaja und weitere Sanktionen gegen das Heimatland der Leichtathletin nicht ausgeschlossen. Die Athletin selbst hält sich inzwischen in Polen auf.

IOC-Präsident Thomas Bach schließt weitere Strafmaßnahmen gegen Belarus im Fall der Olympia-Teilnehmerin Kristina Timanowskaja nicht aus. "Das Disziplinarverfahren ist noch nicht vorbei. Die Disziplinarkommission wird die angemessenen Maßnahmen treffen und Sanktionen verhängen", sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees am Freitag in Tokio. Die belarussische Sprinterin wirft den Behörden ihres Heimatlandes vor, sie hätten sie aus Tokio entführen wollen. Zuvor hatte sie ihre Trainer öffentlich dafür kritisiert, dass sie bei den Spielen ohne vorherige Rücksprache kurzfristig für einen 400-Meter-Lauf eingeplant worden sei.

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Inzwischen hält sich die 24-Jährige nach der Abreise aus Japan in Polen auf, wo sie ein humanitäres Visum bekommen hat. Das IOC hatte am Freitag den beiden Leichtathletik-Trainern Artur Schimak und Juri Maisewitsch die Zulassung für die Tokio-Spiele entzogen. Die beiden Funktionäre sollen Timanowskaja in Tokio mitgeteilt haben, dass sie wegen kritischer Äußerungen in den Sozialen Medien vorzeitig in ihre Heimat zurückkehren müsse.

Timanowskaja ist mit einem humanitären Visum nach Polen ausgereist. "Wir waren von Anfang an mit Kristina in Kontakt. Wir sind sehr froh, dass sie sicher ist", sagte Bach. Zum Einfluss des IOC auf den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko sagte der 67-Jährige: "Das IOC ist nicht in der Position, politische Systeme in einem Land ändern zu können." Lukaschenko, der lange auch das Nationale Olympische Komitee von Belarus (Weißrussland) führte, ist wie sein Sohn Viktor seit Dezember 2020 vom IOC für alle olympischen Aktivitäten gesperrt. Sportler hatten wegen des Falls Timanowskaja eine Sperre des kompletten NOK gefordert.

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