28. März 2020 / 14:30 Uhr

Kristina Vogel verteidigt zögerliche Olympia-Absage: "Man kann nicht gleich ja oder nein sagen"

Kristina Vogel verteidigt zögerliche Olympia-Absage: "Man kann nicht gleich ja oder nein sagen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kristina Vogel hat das zögerliche Vorgehen des IOC bei der Absage der Olympischen Spiele 2020 verteidigt.
Kristina Vogel hat das zögerliche Vorgehen des IOC bei der Absage der Olympischen Spiele 2020 verteidigt. © Getty Images
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Die frühere Bahnrad-Athletin und Doppelolympiasiegerin Kristina Vogel hält Kritik am zögerlichen Vorgehen des IOC für unangemessen. Es sei richtig gewesen, die Olympischen Spiele 2020 in Tokio wegen der Corona-Krise nicht sofort zu verschieben.

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Bahnrad-Doppelolympiasiegerin Kristina Vogel kann die Kritik über die zögerliche Haltung des Internationalen Olympischen Komitees zur Verschiebung der Sommerspiele nicht nachvollziehen. "Ich finde es gut, dass sich die Leute Zeit genommen haben. In manchen Sachfragen kann man nicht gleich ja oder nein sagen", sagte die 29-Jährige dem Sender Sky Sport News HD am Samstag. Die Erfurterin, die nach einem Trainingssturz querschnittsgelähmt ist, wäre selbst als Trainerin und TV-Expertin in diesem Jahr in Tokio vor Ort gewesen.

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Vogel betonte, dass allen klar war, dass die Spiele "so nicht gehalten werden konnten. Wir wollen Spiele, die magisch sind. Das hätte man dieses Jahr nicht haben können." Dass die späte Entscheidung über die Verschiebung erst in dieser Woche erfolgte, begründete die frühere Weltklasse-Athletin mit den Problemen, die eine Verschiebung nach sich ziehe. Als Beispiel nannte Vogel die Situation des Olympischen Dorfes. Die 44 Hektar große Anlage sollte nach den Olympischen und Paralympischen Spielen als Wohnanlage genutzt werden: "Jetzt muss man sich Gedanken machen, wo die Leute im nächsten Jahr untergebracht werden."

Das IOC und Japan als Gastgeberland haben die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Der SPORTBUZZER hat dazu internationale Pressestimmen gesammelt. Zur Galerie
Das IOC und Japan als Gastgeberland haben die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Der SPORTBUZZER hat dazu internationale Pressestimmen gesammelt. ©

Vogel, die aufgrund ihrer Lähmung zur Risikogruppe gehört und derzeit in freiwilliger Quarantäne lebt, hofft nun auf schnelle Entscheidungen des IOC für die Spiele im kommenden Jahr, damit die Sportler ihr Training auf den Höhepunkt einstellen können. "Wir alle wollen gute Olympische Spiele. Die werden wir jetzt haben."