28. Februar 2021 / 07:19 Uhr

Bahnrad-Weltmeisterin Kristina Vogel schließt Comeback im Para-Sport aus: "Warum denen die Bühne klauen?"

Bahnrad-Weltmeisterin Kristina Vogel schließt Comeback im Para-Sport aus: "Warum denen die Bühne klauen?"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kristina Vogel strebt keine aktive Karriere im Para-Sport an.
Kristina Vogel strebt keine aktive Karriere im Para-Sport an. © IMAGO/Eibner
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Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel schließt ein Comeback im Para-Sport aus. Die nach einem Unfall querschnittsgelähmte ehemalige Top-Athletin will anderen deutschen Para-Stars nicht die Bühne klauen und genießt stattdessen ihre aktuelle Rolle als Trainerin.

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Die nach einem Unfall querschnittsgelähmte ehemalige Bahnrad-Weltmeisterin Kristina Vogel strebt kein Comeback im Para-Sport an. "Der aktive Leistungssport kommt für mich nicht infrage, weil ich dann wieder im Rampenlicht stehen würde, und mehr noch als früher", schreibt die 30-jährige Olympiasiegerin in ihrem Buch "Immer noch ich. Nur anders", aus dem die Bild am Sonntag vorab zitiert. Und weiter: "Würde Kristina Vogel zurückkommen, müsste sie gewinnen."

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Vogel über deutsche Para-Athleten: "Warum soll ich denen die Bühne klauen?"

Kristina Vogel hatte im Sommer 2018 auf der Radrennbahn in Cottbus einen Trainingsunfall erlitten, bei dem sie sich unter anderem eine schwere Wirbelsäulenverletzung zuzog. Seither hätten viele Menschen versucht, sie zu überreden, eine neue Karriere im Para-Sport zu beginnen, schreibt Vogel. Das wolle sie aus zwei Gründen nicht: Zum einen fühle es sich gut an, wie es gerade sei. Und zum anderen: "Wir haben so viele tolle Leute im Para-Sport. Warum soll ich denen die Bühne klauen?" Mit Blick auf Paralympics-Sieger Niko Kappel (Kugelstoßen) und die Paralympics-Zweite Denise Schindler (Radsport) fügte Vogel an: "Lieber fünf Kameras auf Niko Kappel und Denise Schindler als 20 auf mich."

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Dass sie der Aufregung des Leistungssports noch etwas abgewinnen kann, leugnet sie nicht. Allerdings zählten für sie nur Siege. "Ich würde das nur noch mal machen, wenn ich was finde, das so abartig geil ist, dass mein Herz aufgeht. Wie es beim Radsport war. Und das gibt es nicht", erklärte sie. Stattdessen genieße sie ihre aktuelle Rolle als Bahnrad-Trainerin bei der Bundespolizei: "Bei minus 15 Grad muss ich nicht mehr Rad fahren. Das ist ein großes Privileg. Zu tun, was sie machen möchten – das können nicht viele im Leben."