27. November 2018 / 06:56 Uhr

Heftige Kritik: Ex-Kapitän Stefan Effenberg zerlegt den FC Bayern

Heftige Kritik: Ex-Kapitän Stefan Effenberg zerlegt den FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stefan Effenberg kritisiert den FC Bayern München.
Stefan Effenberg kritisiert den FC Bayern München. © imago/Jan Huebner/Montage
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Stefan Effenberg kritisiert die Verantwortlichen des FC Bayern München. Präsident Uli Hoeneß und Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge seien Alleinherrscher. Dies werde in vielerlei Hinsicht ein Problem. Trainer Niko Kovac gerät nicht ins Visier des 50-Jährigen.

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Der frühere Kapitän des FC Bayern München, Stefan Effenberg, schießt gegen FCB-Präsident Uli Hoeneß und FCB-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge. In seiner neuen Kolumne für das Nachrichtenportal t-online.de kritisiert der Champions-League-Sieger von 2001 Sportdirektor und Ex-Mitspieler Hasan Salihamidzic.

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Besonders stört Effenberg eine Aussage von Uli Hoeneß. Der Vereinspräsident hatte nach dem nächsten Tiefpunkt in der Bundesliga beim 3:3 gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf dem Trainer Niko Kovac nur noch eine Jobgarantie bis zum Benfica-Spiel ausgestellt. „Das ist eine Aussage, die gar nicht geht – bei allem Respekt“, sagte Effenberg, für den Hoeneß in letzter Zeit „wenig souverän“ wirkte.

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Sportdirektor Salihamidzic sei offensichtlich abgetaucht. Effenberg: „Der weiß offenbar genau, wo er hingehört – in die zweite Reihe.“ Und auch in der Mannschaft vermisste der Ex-Kapitän des FC Bayern wichtige Tugenden. Dass eine Hierarchie fehlt, habe sich gerade beim letzten Bundesliga-Spiel gezeigt. „Vielleicht sind die Spielerpersönlichkeiten schlichtweg in den vergangenen Jahren verloren gegangen. Wenn du eine hättest, hätte sie sich gezeigt. Ich habe keine gesehen“, meinte Effenberg.

Keine Kritik übt der 50-Jährige an Kovac. Er empfiehlt, dass die Bayern Bosse seinem ehemaligen Teamkollegen das volle Vertrauen und die Chance geben, die Mannschaft nach seinen Vorstellungen zu verändern. „Sie müssen den Kader nach Charakter filtern, das ist ganz entscheidend“, so Effenberg, der sich unter anderem von Hummels oder Boateng trennen würde.

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Niko Kovac ist nicht mehr Bayern-Trainer. Der Rekordmeister muss einen Nachfolger finden. Namen wie die von Co-Trainer Hansi Flick, Ajax-Coach Erik ten Hag und José Mourinho werden gehandelt. Der SPORTBUZZER zeigt die Kandidaten. ©

Ins Gespräch bringt der ehemalige Champions-League-Sieger einen andere Bayern-Legende – Oliver Kahn. „Neben einem Bayern-Urgestein brauchst du aber auch neue Impulse von außen. Und da gibt es hervorragende Leute in der Bundesliga, die weiterhelfen würden.“ Er denkt dabei an Frankfurts Manger Fredi Bobic: „Was er dort macht, hat alles Hand und Fuß.“

Ein weiter Vorschlag von Effenberg: Hoeneß muss sich ändern. Der 50-Jährige betont: „Führen heißt Zuhören, Vertrauen geben, Kommunizieren, Begründen.“ Etwas populistisch rausposaunen bringe niemandem etwas und sei nicht mehr zeitgemäß. Aber auch im etwas höheren Alter könne man noch dazulernen.

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