05. April 2020 / 18:02 Uhr

Kritik an La Liga: Profis in Spanien wegen Kurzarbeit irritiert - Boss Tebas kontert

Kritik an La Liga: Profis in Spanien wegen Kurzarbeit irritiert - Boss Tebas kontert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die La-Liga-Profis haben die Vorgehensweise der spanischen Liga kritisiert.
Die La-Liga-Profis haben die Vorgehensweise der spanischen Liga kritisiert. © imago images / eu-images / Montage
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Die Profis der spanischen La Liga haben die Befürwortung von Kurzarbeit in den Klubs während der Corona-Krise kritisiert und sich verwundert gezeigt. Liga-Chef Javier Tebas kontert die Aussagen der Spieler und rechtfertigt die Maßnahmen.  

Die Fußballer Spaniens haben die Profi-Liga des Landes wegen der Befürwortung von Kurzarbeit in den Vereinen aufgrund der Corona-Krise kritisiert. Es sei "merkwürdig", dass La Liga solche Maßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie unterstütze, wo sie doch immer die gute finanzielle Situation der Klubs hervorgehoben habe, heißt es in einem Kommuniqué der Profis der 1. und 2. Liga, das am Sonntag von der Spielergewerkschaft AFE veröffentlicht wurde.

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Die Spieler brachten in dem Schreiben ihre Verwunderung zum Ausdruck, dass die Liga kein "finanzielles Polster" geschaffen habe, um eine "zweimonatige Situation zu überbrücken". Die Meisterschaften seien nur ausgesetzt und nicht abgesagt worden, wird betont. Man werde alles tun, um die Arbeitsrechte aller Spieler zu garantieren.

LaLiga-Chef Tebas reagiert auf Kritik

Die Antwort des La-Liga-Chefs ließ nicht lange auf sich warten. "Die Spieler von Barcelona, Betis, Atleti, Saragossa, Osasuna und andere wissen, dass die wirtschaftliche Kontrolle der LaLiga mit den wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 nichts zu tun hat", schrieb Javier Tebas auf Twitter. Das sogenannte ERTE (das rechtliche Verfahren, das ein spanisches Unternehmen befolgen muss, um Arbeitsverträge aussetzen oder die Arbeitszeit vorübergehend verkürzen zu können) sei "ein legales Instrument, wenn sich deine Aktivität aufgrund höherer Gewalt reduziert."


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Im Kommuniqué betonten die Profis auch, dass sie den Wettkampf nicht wieder aufnehmen würden, so lange es keine diesbezügliche "ausdrückliche Entscheidung der Behörden" gebe. Mit mehr als 130.000 Infektionsfällen und knapp 12.500 Toten ist Spanien weltweit eines der am schwersten von der Krise betroffenen Länder.