14. November 2021 / 16:56 Uhr

Bitteres Eigentor in der Schlussphase: Kroatien schnappt Russland WM-Ticket weg

Bitteres Eigentor in der Schlussphase: Kroatien schnappt Russland WM-Ticket weg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kroatien hat sich aufgrund eines Eigentors von Fedor Kudryashov (Mitte) die Teilnahme an der WM 2022 gesichert.
Kroatien hat sich aufgrund eines Eigentors von Fedor Kudryashov (Mitte) die Teilnahme an der WM 2022 gesichert. © IMAGO/SNA
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Die kroatische Nationalmannschaft hat sich beinahe in letzter Minute ein direktes Ticket für die WM in Katar gesichert. Im Endspiel um den Gruppensieg gegen Russland bescherte ein spätes Eigentor den Kroaten den benötigten Sieg.

In einer dramatischen Partie hat sich Vize-Weltmeister Kroatien erst spät das direkte Ticket für die Weltmeisterschaft in Katar im kommenden Jahr gesichert. Im Endspiel um den Gruppensieg in Gruppe H brauchte das Team von Trainer Zlatko Dalic in Split einen Sieg gegen Russland, um die Playoffs zu vermeiden und der "Sbornaja" den ersten Platz noch wegzunehmen. In einem spannenden Spiel, das von starken Regenschauern geprägt wurde, war es letztlich ein Eigentor von Fedor Kudryashov (82. Spielminute), der Kroatien einen 1:0-Sieg und damit die dritte WM-Teilnahme in Folge bescherte.

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Den Kroaten war ihr Druck von Beginn an anzusehen. Das Team um Kapitän Luka Modric und Ex-Bayern-Star Ivan Perisic spielte daher früh auf ein Tor. Hoffenheim-Stürmer Andrej Kramaric verpasste die wohl beste Chance darauf mit einem ungehinderten Kopfball (10.). Die Kroaten drängten in strömenden Regen immer wieder vor das russische Tor, bissen sich an der Abwehr aber die Zähne aus

Das Bild blieb auch in Halbzeit zwei das gleiche: Russland verteidigte tief, Kroatien rannte an. Direkt nach Wiederanpfiff hatte Bergamos Mario Pasalic ebenfalls per Kopf im Strafraum die wohl größte Chance auf die Führung, der stark aufgelegte russische Keeper Matvei Safonov konnte aber erneut parieren (47.). Nach einer Stunde standen 17 Torschüsse für die Gastgeber zu Buche – kein einziger für die Russen. Auf das erlösende Tor musste Kroatien aber weiter warten. Letztlich war es stattdessen das Eigentor, das Kroatien die Playoffs ersparte: Auf dem nassen Boden verstolperte Kudryashov eine kroatische Hereingabe, Safonov war endlich geschlagen – und die Zuschauer in Split brachen in Jubel aus (81.).

Für Russland geht es nun in die Playoffs, wo sich die "Sbornaja" noch einen von drei Plätzen sichern könnte. Allerdings dürften die Russen beim Turnier in Katar nach dem Doping-Urteil durch den CAS wohl ohnehin nur unter neutralen Farben antreten.

Die weiteren Ergebnisse der Gruppe H

Malta – Slowakei 0:6 (0:3)


Slowenien – Zypern 2:1 (0:0)