23. März 2019 / 17:39 Uhr

Toni Kroos kontert "Dieseltraktor"-Vergleich vor Holland-Spiel: "Keine Kritik, sondern Quatsch"

Toni Kroos kontert "Dieseltraktor"-Vergleich vor Holland-Spiel: "Keine Kritik, sondern Quatsch"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Den jüngsten Misserfolgen mit Real Madrid und der Nationalmannschaft zum Trotz: Sein Selbstvertrauen hat Toni Kroos nicht verloren. Entsprechend entschieden kämpft er um seine Führungsrolle in der DFB-Elf. Gegen die Niederlande ist er für Bundestrainer Joachim Löw gesetzt.
Den jüngsten Misserfolgen mit Real Madrid und der Nationalmannschaft zum Trotz: Sein Selbstvertrauen hat Toni Kroos nicht verloren. Entsprechend entschieden kämpft er um seine Führungsrolle in der DFB-Elf. Gegen die Niederlande ist er für Bundestrainer Joachim Löw gesetzt. © Getty Images
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Am Tag vor dem ersten EM-Qualifikationsspiel gegen die Niederlande sprach Toni Kroos im Rahmen der DFB-PK über die heftige Kritik von Ex-Real-Trainer Bernd Schuster an seiner Person. Bundestrainer Joachim Löw lobte seinen Führungsspieler hingegen in den höchsten Tönen.

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Toni Kroos hat während seiner Karriere schon bessere Zeiten erlebt. Der Weltmeister von 2014 und viermalige Champions-League-Sieger (dreimal mit Real Madrid, einmal mit dem FC Bayern) hat mit Real 2019 keine realistische Titelchance mehr und auch mit der deutschen Nationalmannschaft hagelte es in den vergangenen Monaten viele Enttäuschungen - von dem Vorrunden-Aus bei der WM in Russland bis hin zum Abstieg aus der Nations League.

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Seinem Selbstvertrauen konnten die Negativerlebnisse allerdings nichts anhaben, wie bei der Pressekonferenz am Tag vor dem Auftakt in die Qualifikation gegen die Niederlande (Sonntag, 20.45 Uhr in Amsterdam) deutlich wurde. "Es wird keiner mehr hinkriegen, dass ich Selbstzweifel bekomme", erklärte der 29-Jährige. Damit ging er direkt auf die Aussage von Trainer-Legende Bernd Schuster ein, der den deutschen Nationalspieler nach dem Real-Aus im Pokal gegen den FC Barcelona mit einem Dieseltraktor ("Er trabt nur vor sich hin und macht nichts") verglichen hatte.

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"Aus der ersten Elf fällt eigentlich nur Mats Hummels weg"

Mit folgenden klaren Worten wies Kroos die Kritik von sich: "Es wurde gesagt 'Er läuft wie ein Dieseltraktor und macht nichts' - nach einem Spiel, bei dem ich die meisten Ballaktionen hatte. Also 'macht nichts' ist ja keine Kritik, sondern einfach nur Quatsch. Für mich ist das relativ unwichtig. Alles, was konstruktiv ist, ist kein Problem für mich."

Dass Kroos Vergleiche wie den mit dem Dieseltraktor nicht allzu sehr an sich herankommen lässt, dürfte auch am Vertrauen liegen, das er von Bundestrainer Joachim Löw zugesichert bekommt. Im Testspiel gegen Serbien hatte Löw dem Real-Star nach eigener Aussage "bewusst eine Pause gegeben". Auch wenn Kroos selbst signalisiert hatte, dass er gerne spielen würde. Nun, wo es zum EM-Quali-Auftakt gegen die Niederlande Ernst wird, setzt der Bundestrainer wie selbstverständlich wieder auf seinen Spielmacher.

"Für uns unverzichtbar": Bundestrainer lobt Kroos in hohen Tönen

"Kroos ist für die Mannschaft ein unglaublicher Gewinn", erklärte Löw. Seine Sicherheit am Ball, seine Übersicht. Das seien Gründe, warum der 29-Jährige "für uns unverzichtbar" ist, so der Bundestrainer weiter. Ob er gemeinsam mit Ilkay Gündogan, der im Test gegen Serbien überzeugte, in der Startelf gegen die Niederlande stehen wird, ließ der Bundestrainer allerdings noch offen.

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Auch zum DFB-Aus der drei Bayern-Spieler Mats Hummels, Jerome Boateng und Mats Hummels äußerte sich Real-Star Kroos. Aus seiner Sicht würden sich dadurch zwar Dinge verschieben, aber nicht so drastisch, wie es teilweise dargestellt werde. "Wir haben nach wie vor eine gute Mannschaft. Jerome war zuletzt nicht oft dabei und Thomas kam häufig von der Bank. Aus der ersten Elf fällt eigentlich nur Mats weg", resümierte Kroos.

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Zudem erklärte der ehemalige FCB-Profi, was ihm bei der öffentlichen Diskussion zu diesem Thema zu kurz komme: "Es wird nicht die sportliche Entscheidung diskutiert, sondern das Drumherum. Ich glaube nicht, dass es eine Entscheidung aufgrund des Alters war, sondern eine sportliche. Keiner von uns kann darüber urteilen, wie es abgelaufen ist, weil weder Sie noch ich dabei waren."

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