05. September 2021 / 16:00 Uhr

Krostitzer Trainer Geppert gönnt sich Urlaub nach Pokal-Coup gegen Taucha

Krostitzer Trainer Geppert gönnt sich Urlaub nach Pokal-Coup gegen Taucha

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
Trainer Mike Geppert lächelt zu seiner Mannschaft. Die erste Mannschaft des FSV Krostitz beginnt nach einer langen Auszeit wieder mit dem Training.
FSV-Trainer Mike Geppert erholt sich nach der Sensation in Taucha an der Ostsee. © Alexander Prautzsch
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Den Krostitzern gelingt ein überraschender Sieg gegen Taucha, welcher die weitere Teilnahme am Sachsenpokal sichert. Nun erholt sich der Coach ein paar Tage an der Ostsee, will aber pünktlich vorm nächsten Spiel zurück sein.

Krostitz. Was macht man als Trainer nach einem großen Erfolg? Richtig: Man gönnt sich einen standesgemäßen Urlaub. Mike Geppert zieht es nach der Landespokal-Überraschung gegen Sachsenligist Taucha für ein paar Tage an die Ostsee. „Aber am Freitag bin ich wieder da, ich kann die Jungs ja nicht so lange alleine lassen“, sagt „Geppi“. Schließlich steht am kommenden Sonnabend wieder Landesklasse-Alltag beim SV Liebertwolkwitz an.

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Aufgabenstellung zügig beantwortet

Bis dahin leitet Gepperts spielender Assistent Stefan Maruhn die Trainingseinheiten. Der 37-Jährige stand gegen Taucha 90 Minuten auf dem Platz und hielt die Defensive zusammen. Doch nicht nur das. „Wir haben das in der Abwehr sehr gut gemacht, aber uns auch nach vorn die besseren Chancen erarbeitet, insofern sind wir verdient weitergekommen“, befand Geppert. Sein Gegenüber Marcus Jeckel wollte/konnte da nicht widersprechen. Zu bieder, zu wenig zwingend, zu einfallslos trat seine Mannschaft vor 79 Zuschauern im Kurt-Fuchs-Stadion auf – und dann entschied ausgerechnet ein Ex-Tauchaer die Partie zu Gunsten der Hausherren.

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Landesklassist FSV Krostitz setzt sich im Landespokal gegen Sachsenligist SG Taucha mit 2:1 durch. Zur Galerie
Landesklassist FSV Krostitz setzt sich im Landespokal gegen Sachsenligist SG Taucha mit 2:1 durch. ©

Der bislang im Abschluss glücklose Dauerläufer Marco Dennhardt stand endlich einmal goldrichtig. Er veredelte eine Flanke von Toni Lehmann per Kopf zum 2:1 (74.). Lehmann hatte bereits das 1:0 von Steve Gruber mit einer Maßflanke vorbereitet (58.). Diese Aufgabenstellung des FSV beantworteten die Gäste noch sehr zügig. Keine 240 Sekunden später egalisierte der frühere Eilenburger Emilio Luis nach einem Pass in die Tiefe.

Das Problem der SG: Derartige Situationen beschwor sie an diesem Tage selten bis nie herauf. Obwohl die Sauerstoff-Konzentration in der Luft den Krostitzern gegen Ende der Partie merklich zu gering war. Jeder Meter fiel bleischwer und doch gingen sie ihn irgendwie. „Es gab eine Phase, da sind wir nicht aus der eigenen Hälfte gekommen und ich dachte, das Ding geht jetzt in die andere Richtung“, berichtete Geppert. Doch die Tauchaer fanden den Blinker offenbar nicht und so konnte sich der Coach freudig auf die Überholspur gen Ostsee begeben.