07. Februar 2022 / 11:03 Uhr

Kruse und Wind: Doppel-Lob für Wolfsburgs Startelf-Neuzugänge

Kruse und Wind: Doppel-Lob für Wolfsburgs Startelf-Neuzugänge

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Neuzugänge in Wolfsburgs Startelf: Max Kruse (l.) und Jonas Wind.
Neuzugänge in Wolfsburgs Startelf: Max Kruse (l.) und Jonas Wind. © Roland Hermstein
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Beim 4:1-Sieg des VfL Wolfsburg gegen Greuther Fürth standen mit Max Kruse und Jonas Wind gleich zwei Neuzugänge in der Startelf. Beide machten einen guten Job - und heimsten direkt Lob von mehreren Seiten ein.

Drei Spieler hat der VfL in der Winterpause verpflichtet, zwei von ihnen standen beim 4:1-Sieg gegen Greuther Fürth prompt in der Startelf: Rückkehrer Max Kruse und Dänen-Stürmer Jonas Wind hinterließen bei ihren Debüts für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten einen ordentlichen Eindruck und sorgten mit einigen guten Aktionen für neuen Schwung in der zuletzt harmlosen VfL-Offensive. Kevin Paredes blieb auf der Bank.

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Trainer Florian Kohfeldt hatte Kruse im Vorfeld der Partie eine Startelf-Garantie gegeben. Dass dann mit Wind noch ein zweiter Neuzugang starten würde, war nicht unbedingt zu erwarten - der Coach hatte sich diese Entscheidung dafür auch etwas länger durch den Kopf gehen lassen. "Nach den ersten Einheiten war ich sehr zufrieden mit ihm. Aber ich muss schon sagen, dass ich mir die Frage gestellt habe, wie es wohl in einem Pflichtspiel sein wird", sagte Kohfeldt nach dem Schlusspfiff. Doch er schenkte dem 1,90-Meter-Hünen das Vertrauen, stellte ihn anstelle des zum FC Burnley gewechselten Wout Weghorst ins Sturmzentrum, dahinter liefen Aster Vranckx und ebenjener Kruse auf.

VfL Wolfsburg gegen Fürth - Die Bilder

Max Kruse #9,Szene aus dem Spiel VfL Wolfsburg - Greuther FŸrth Zur Galerie
Max Kruse #9,Szene aus dem Spiel VfL Wolfsburg - Greuther FŸrth ©

Beide Neuzugänge machten mit guten Aktionen auf sich aufmerksam. So bediente Kruse in der ersten Hälfte beispielsweise Vranckx mustergültig, doch der 19-Jährige traf den Ball per Kopf nicht richtig. Und Wind wirbelte ein ums andere Mal in der gegnerischen Hälfte, ließ sich immer mal wieder fallen, machte Bälle fest und war auch am 1:0 beteiligt, als er im Fürther Fünfmeterraum störte, sodass Vranckx ungehindert einschieben konnte. "Bei Max wusste ich etwa, was von ihm im Pflichtspiel kommt. Das wusste ich bei Jonas nicht. Aber auch da hat er mich positiv überrascht", lobte Kohfeldt. Die Intensität sei "in der Bundesliga noch mal etwas anderes, aber es war ein sehr guter Einstieg von Jonas".

65 Minuten durfte Wind beim Debüt ran. Für den Angreifer sei es "eine gute Woche" und "ein schönes Gefühl" gewesen, "dass ich mein Debüt geben und wir gewinnen konnten. Ich bin sehr glücklich", sagte Wind, der am Montag obendrein seinen 23. Geburtstag feiert. Innerhalb weniger Tage hat er sich in der VW-Stadt eingefunden, dabei ging vor seinem Wechsel nach Wolfsburg alles ziemlich schnell. "Der VfL wollte mich unbedingt. Als ich von dem Interesse gehört habe, habe ich mich sehr geschmeichelt gefühlt", gesteht Wolfsburgs neue Nummer 23. Lange überlegen musste er nicht. "Wolfsburg ist ein großer Klub mit großen Ambitionen. Sie wollen europäisch spielen. Es ist in dieser Saison zwar etwas anders als in Kopenhagen, wo wir immer unter den Top Zwei, Top Drei waren, aber ich hoffe, dass wir die nächsten Spiele gewinnen werden."

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Und nicht nur die Tabellensituationen zwischen Wolfsburg und Kopenhagen sind nicht vergleichbar - auch die Städte sind es nicht. "Wolfsburg ist keine Großstadt wie Kopenhagen, aber es ist okay. In nächster Zeit werde ich noch mehr von der Stadt sehen", sagt Wind, der schon "in ein paar Restaurants in Wolfsburg und am Hauptbahnhof" war.

Der Neue fühlt sich also wohl nach seinem Wechsel zum VfL. Und das war ihm bei seiner Premiere auch anzumerken. "Für die kurze Zeit hat es Jonas echt gut gemacht", sagte Renato Steffen. "Wir müssen ihn noch mehr ins Spiel einbinden, er ist umtriebig, will anspielbar sein und die Räume für die Mitspieler aufmachen." Das sei gut - und lässt Weghorsts Abschied ein wenig leichter werden. Steffen: "Wir waren fast gleich lange hier, er hat viele Tore für uns gemacht. Wenn so eine wichtige Person geht, vermisst man sie natürlich im ersten Moment. Aber dann muss man sich trotzdem aufs Sportliche konzentrieren."

Das gelang auch dank Kruse, der Verantwortung übernahm, Spielwitz ausstrahlte und den Blick für die Mitspieler hatte. "Max hat eine gute Übersicht. Ich bin glücklich, dass er hier ist. Ich hoffe, wir können gegenseitig voneinander profitieren", so Doppeltorschütze Vranckx. Und Steffen fügte hinzu: "Wir hatten bisher nur eine Woche zusammen, aber er ist wichtig für die Mannschaft. Man merkt seine Präsenz. Wenn wir noch mehr Zeit zusammen haben, wird es noch mehr harmonieren. Wir werden noch viel Freude an ihm haben und er kann uns noch einen Schritt weiter nach vorn bringen."

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