25. August 2019 / 15:41 Uhr

Krzikalla krönt Aufholjagd: SC DHfK Leipzig bezwingt die Füchse Berlin 24:23

Krzikalla krönt Aufholjagd: SC DHfK Leipzig bezwingt die Füchse Berlin 24:23

LVZ-Sportbuzzer
Leipziger Volkszeitung
Eine irre Aufholjagd krönte der SC DHfK Leipzig am Sonntag gegen die Füchse Berlin mit einem Treffer in den letzten Sekunden zum umjubelten 24:23-Erfolg. 
Eine irre Aufholjagd krönte der SC DHfK Leipzig am Sonntag gegen die Füchse Berlin mit einem Treffer in den letzten Sekunden zum umjubelten 24:23-Erfolg.  © imago images / Picture Point LE
Anzeige

Das Team von Trainer Andre Haber lag bereits scheinbar aussichtslos mit 1:7 zurück, doch mit einer Willensleistung in der zweiten Halbzeit und einer deutlichen Steigerung auf der Torhüterposition entschieden die Grün-Weißen das Spiel noch zu ihren Gunsten.

Anzeige
Anzeige

Leipzig. Nach einer desolaten Anfang-Viertelstunde schien das Spiel schon verloren. Doch am Ende lagen sich die DHfK-Handballer überglücklich in den Armen. Nach einer tollen Aufholjagd bleiben die ersten beiden Punkte der neuen Bundesliga-Saison in Leipzig, schleichen die Füchse Berlin mit 24:23 (10:14) Toren geschlagen vom Feld. Lucas Krzikalla netzte mit der letzten Aktion des Spiels zum umjubelten Siegtreffer ein.

Das Topspiel zum Saisonbeginn wollte sich Nationaltrainer Christian Prokop nicht entgehen lassen. Neben dem Ex-DHfK-Coach waren 4597 Zuschauer gekommen, um die Grün-Weißen anzufeuern.

Erster Leipziger Treffer nach elf Minuten

Doch das Spiel geht denkbar schlecht los für die Leipziger: Erst schenkt Dänen-Star Hans Lindberg den ersten Gegentreffer der Saison ein - per Siebenmeter bezwingt er Neuzugang Joel Birlehm -, dann verwirft Patrick Wiesmach auf der Gegenseite einen Strafwurf. Bei tropischen Hallentemperaturen dauert es sage und schreibe bis zur 11. Minute, ehe Maximilian Janke die schwitzenden und traditionell anfangs stehenden Heimfans mit dem ersten DHfK-Treffer erlöst. Zuvor waren die Füchse bereits mit fünf Toren davongezogen.

JETZT Durchklicken: Die Bilder zum dramatischen 24:23-Erfolg des SC DHfK Leipzig!

SC DHfK Leipzig - Füchse Berlin (24:23) Zur Galerie
SC DHfK Leipzig - Füchse Berlin (24:23) ©
Anzeige

Haber nimmt schon nach fünf Minuten eine Auszeit, versucht auf seine verunsicherte Mannschaft einzuwirken: „Wir müssen ruhiger agieren!“ Doch auch der Premieren-Treffer ändert nichts: Die Füchse treffen, ziehen 7:1 davon und Leipzig verzweifelt am famosen Füchse-Neuzugang Milosavljev im Tor. Auf ihren erkrankten Stammkeeper Silvio Heinevetter müssen die mit vielen Ausfällen gebeutelten Berliner kurzfristig verzichten.

DHfK zur Halbzeit auf Tuchfühlung

Haber nimmt eine zweite Auszeit (13.), Königstransfer Mamic wirft das zweite Leipziger Tor (15.), Philipp Weber legt nach (16.). Doch die Füchse geben sich keine Blöße und netzen munter weiter. Fünf Minuten vor der Pause schafft es der DHfK erstmals auf drei Tore zu verkürzen. Und wie: Kapitän und Torhüter Jens Vortmann düpiert die ohne Torwart angreifenden Füchse mit einem Wurf aus der eigenen Hälfte. Nach drei starken Vortmann-Paraden steht zur Halbzeit jedoch wieder der alte Vier-Tore-Rückstand. 10:14 zur Pause, Leipzig hat den katastrophalen Start überwunden, war nach Manager Günther in den ersten zehn Minuten „etwas überdreht“.

JETZT Durchklicken: Die Stimmen zum 24:23-Thriller des SC DHfK Leipzig!

Marko Mamic (SC DHfK Leipzig): Der Start war eine Katastrophe, aber wir haben Charakter gezeigt. Es war das erste Spiel, wir sind anfangs etwas nervös gegeben. Aber wir sind nach dem Rückstand ruhig geblieben und haben daran geglaubt, dass wir das Spiel drehen können. Zur Galerie
Marko Mamic (SC DHfK Leipzig): "Der Start war eine Katastrophe, aber wir haben Charakter gezeigt. Es war das erste Spiel, wir sind anfangs etwas nervös gegeben. Aber wir sind nach dem Rückstand ruhig geblieben und haben daran geglaubt, dass wir das Spiel drehen können." ©

Der SC DHfK kommt mit Dampf aus der Kabine.Wieder ist es Janke, der das erste Mal für Leipzig erfolgreich ist, wenig später tankt sich Weber durch. Leipzig hat Pfosten-Glück und Vortmann.

Krzikalla mit der Entscheidung zwei Sekunden vor Schluss

Als Marko Mamic abfeuert und zum 13:15 trifft (37.), explodiert die Halle. Jens Vortmann gewinnt nun das Torhüter-Duell. Wenn einige Klatschpappen mal kurz verstummen, dann nur, weil sie als Luftfächer dringender gebraucht werden. Entspannter läuft es beim Zwillingsduell Müller vs. Müller: Weil Michael (Füchse) und Philipp (DHfK) selten gleichzeitig auf der Platte stehen, kann Mama Uschi durchatmen. Bis zur 50. Minute kommt der SC DHfK immer mal wieder auf ein oder zwei Tore ran, doch die Füchse erlauben sich keine Schwächephase.

In der 53. Minute ist es endlich soweit: Lucas Krzikalla veredelt einen Tempogegenstoß zum verdienten Ausgleich. Fünf Minuten vor dem Ende die erste Führung durch Philipp Weber! Von nun an schwitzen Hallenbesucher im Stehen. Zwei Minuten vor Schluss nimmt André Haber beim Stand von 22:22 seine letzte Auszeit, sagt den (Hoffentlich) siegbringenden Spielzug "wie gestern im Training" an. Zudem fordert er alle Kraft für die Verteidigung des einen Punktes. Der Angriff ist erfolgreich, weil Mamic trifft, die Füchse gleichen postwendend aus. Und zwei Sekunden vor Schluss macht Lucas Krzikalla das umjubelte Siegtor.

Maximilian König

ANZEIGE: 50% auf dein Spieler-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Leipzig
Sport aus aller Welt