05. Januar 2020 / 14:07 Uhr

Kühl-Cup: Erst zittert Kästorf, dann folgt der Triumph

Kühl-Cup: Erst zittert Kästorf, dann folgt der Triumph

Malte Schönfeld
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Sieger! Der SSV Kästorf hat den Kühl-Cup gewonnen!
Sieger! Der SSV Kästorf hat den Kühl-Cup gewonnen! © Torben Niehs, Photowerk
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Revanche geglückt: 2019 hatte Oberligist FT Braunschweig gegen den SSV Kästorf noch die Nase vorn, doch bei der siebten Auflage drehte der Ausrichter den Spieß um. Im Finale des Indoor-Kühl-Cups bezwang der SSV die Freien Turner mit 3:2 durch Tore von Ferhat Oral (2) und  Albert Hajdaraj. 

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Im Neunmeterschießen um Platz drei setzte sich Bezirksligist TSV Hillerse gegen Oberligist MTV Gifhorn durch. In Sachen Turniersieg erfüllte sich der Wunsch von Organisator Stefan Redler, der mal wieder seine Kästorfer ganz oben auf dem Treppchen sehen wollte - auch wenn sich seine Spieler erst durch die Gruppenphase zittern mussten. Punktgleich mit der SV Gifhorn, die Zweiter wurde, und dem Letzten TSV Ehmen duselte sich Kästorf durch die Gruppenphase. Vornweg marschierte Lupo/Martini Wolfsburg - angetreten mit einem Mix aus erster und zweiter Mannschaft - mit neun Punkten.

Deutlicher war es dagegen in der Gruppe B, wo sich der MTV Gifhorn den ersten Platz sicherte, dahinter folgte der SV Calberlah. Doch auch der TSV Hillerse - genauso wie Kästorf als der andere beste Gruppendritte - durfte in die K.o.-Phase vorrücken. In der Gruppe C setzte sich die FSV Schöningen ohne Punktverlust durch, ihr folgten die Freien Turner.

Das Viertelfinale

Ausgerechnet gegen die FSV Schöningen, die in der Bezirksliga Staffel 2 mit zehn Punkten Vorsprung die Tabelle anführt, musste der SSV Kästorf im Viertelfinale ran. Doch die Mannschaft von Co-Trainer Sven Reschke trotzte dem Offensivdrang der FSV - und Oral ließ beim 2:1-Sieg mit einem Treffer und einer schönen Aktion, die zum Siegtreffer führte, seine Qualität aufblitzen. Der MTV Gifhorn setzte sich dann mit 2:1 knapp im Stadtduell mit der SV Gifhorn durch, kurz vor Schluss hielt Keeper-Oldie Friedrich Filikidi mit einer Glanzparade gegen Mohamed Nemr den Sieg fest. Im dritten Viertelfinale sorgte anschließend der TSV Hillerse für eine kleine Überraschung und kegelte Lupo/Martini Wolfsburg im Neunmeterschießen raus, Leon Divjak hielt zwei Schüsse vom Punkt. Schon in der regulären Spielzeit war dagegen für den SV Calberlah Schluss, die Freien Turner Braunschweig fanden ihre Spielfreude wieder und fegten die Grün-Weißen mit 4:1 vom Parkett. Damit blieb FT als letzter Oberligist im Turnier.

Das Halbfinale: Siegtorschütze Oral bringt Kästorf ins Schwitzen

Mit den Halbfinal-Partien zog das Tempo dann noch mal an. Intensiv, umkämpft und auch ein wenig hitzig war es. Kästorf schlug den MTV Gifhorn. Wieder war es Oral, der 45 Sekunden vor Schluss für das 1:0 sorgte, doch beinahe ging die Freude nach hinten los, denn für den Jubel mit Trikotausziehen bekam der Filigran-Techniker eine Zwei-Minuten-Strafe und brachte seine Kollegen damit in arge Bedrängnis. Der SSV schaukelte das Ergebnis aber über die Zeit. FT Braunschweig blieb dagegen souverän, schaltete Hillerse mit 4:2 aus, obwohl der TSV bis zur Hälfte der Spielzeit mit 2:0 geführt hatte. Dafür durfte sich das Team von Trainer Charly Melaouah über Platz drei freuen, weil Divjak erneut im Neunmeterschießen zweimal die Ecke erahnte.

Hallenfußball: Indoor-Kühl-Cup 2020

Hallenfußball: Indoor-Kühl-Cup 2020 Zur Galerie
Hallenfußball: Indoor-Kühl-Cup 2020 © Torben Niehs

Das Finale: Palella und Mann machen hinten dicht

Damit kam es zur Neuauflage des Vorjahersfinales. Der überragende Oral und Hajdaraj bescherten dem SSV die Tore, hinten hielt Maverick Mann vier-, fünfmal überragend. Und sogar Christian Palella, der nach dem Auftaktspiel mit einer aufgeplatzten Lippe ins Krankenhaus gebracht wurde und mit sechs Stichen genäht wurde, um bereits im letzten Gruppenspiel wieder auf dem Platz zu stehen, warf sich waghalsig in die Braunschweiger Abschlüsse! Kästorf wurde für seinen Aufwand belohnt.

Kästorfs Co-Trainer Reschke "Waren gefühlt schon draußen"

"Wir haben richtig viel Glück gehabt. Wir waren gefühlt schon draußen", atmete Kästorfs Co-Trainer Sven Reschke mit Blick auf die schwache Vorstellung während der Gruppenphase auf. "Wir haben vor dem Viertelfinale gesagt: 'Das haken wir ab, das Turnier beginnt für uns jetzt.' Und ab dem Zeitpunkt haben wir das Turnier angenommen und am Ende wohl auch verdient gewonnen." Bei der Vergabe der Einzelpreise gingen seine Schützlinge dennoch leer aus: Marvin Fricke (FT Braunschweig) sicherte sich die Torjägerkanone, Filikidi wurde als bester Torwart ausgezeichnet. Zum besten Spieler wurde Gian-Luca Evers (FSV Schöningen) gewählt. Evers, eigentlich Spieler des SSV Vorsfelde und wegen eines Stipendiums in den USA, hatte aus Vorsfelde die Gastspiel-Erlaubnis, um bei der FSV mitkicken zu dürfen.

Jubeln durfte auch Organisator Redler: "Reibungsloser Ablauf, wir haben ein spannendes Turnier gesehen, das auch Emotionen hatte. Der Dank gilt den Helfern und Sponsoren, und der Glückwunsch der Mannschaft. Die Jungs haben das klasse gemacht. Nun starten die ersten Überlegungen für die achte Auflage."

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