24. April 2022 / 14:25 Uhr

Kunerts Abgang überschattet Remis des FC Grimma

Kunerts Abgang überschattet Remis des FC Grimma

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
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Dem FC Grimma gelingt gegen den BFV nicht der Befreiungsschlag. © hanni
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Der FC Grimma spielte am Wochenende 1:1 gegen den Bischofswerdaer FV. Das Unentschieden hilft aber im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga keinem so recht weiter.

Grimma. Das Ergebnis trat in den Hintergrund, ja sogar der Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Oberliga. Nach dem 1:1 gegen den Bischofswerdaer SV am Samstag trat Alexander Kunert als Trainer des FC Grimma mit sofortiger Wirkung zurück. Er führte „persönliche Gründe“ für seine Entscheidung ins Feld.

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Kunert betreute den FCG fast vier Jahre lang und feierte mit der Mannschaft den Aufstieg in die Oberliga. „Wir als FC Grimma sehen Alexander Kunert als Teil des Erfolgs, welchen der Verein in den vergangenen Jahren erringen konnte“, sagte Vorstandsvorsitzender Daniel Kurzbach. „Der Aufstieg in die Oberliga sowie der zweimalige Klassenerhalt in dieser Spielklasse sind sehr eng mit seinem Namen verbunden.“ Ein Nachfolger für den 34-Jährigen steht noch nicht fest.

DURCHSCROLLEN: Die Bilder zum Grimmaer Remis gegen Bischofswerda

Vor 107 Zuschauern trennten sich der FC Grimma und der Bischofswerdaer FV mit 1:1-Unentschieden. Zur Galerie
Vor 107 Zuschauern trennten sich der FC Grimma und der Bischofswerdaer FV mit 1:1-Unentschieden. ©

Seine letzte Partie als Grimmaer Coach endete mit einem Teilerfolg gegen einen direkten Konkurrenten, nachdem die Hausherren vor 109 Zuschauer lange einem Rückstand hinterhergelaufen waren. Beide Trainer konnten mit dem Resultat offenbar leben. „Wir agierten im letzten Drittel zu unsauber, am Ende des Tages ist das Ergebnis dem Spielverlauf angemessen“, befand Gästetrainer Frank Rietschel. Und sein Gegenüber bemerkte: „Auf den ersten Blick hilft das Unentschieden sicherlich keinem der Teams so recht weiter“, so Kunert. „Dennoch ist der Punkt im Kampf um den Klassenerhalt für uns sehr wichtig.“

Partie wogte hin und her

In der Anfangsphase drängten die Grimmaer auf ein schnelles Tor, ließen aber wie schon beim bitteren Auftritt in Wernigerode einige gute Möglichkeiten liegen. Etwa als Jan Hübner nach herrlicher Vorarbeit von Goteh Ntignee aus der Nahdistanz am BFV-Torwart scheiterte.

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Mitte des ersten Durchgangs wurden die Bischofswerdaer stärker und kamen ihrerseits zu guten Gelegenheiten. Das Gegentor jedoch wäre zu verhindern gewesen. Nach einem langen Diagonalpass von Jiri Valenta berechnete Tim Mattheus die Kugel in der Luft falsch, Martin Sobe hatte daraufhin freie Bahn und brachte die Kugel mit etwas Glück zum 0:1 im Grimmaer Gehäuse unter (35.). „Ärgerlich, weil wir den langen Ball nicht konsequent verteidigt haben“, so Kunert. Im Gegenzug ließ Hübner den sofortigen Ausgleich liegen, während FCG-Torwart Pascal Birkigt kurz vor der Pause mit zwei Glanztaten einen noch höheren Rückstand verhinderte.

Im zweiten Durchgang wogte die Partie hin und her. Seine Gefühlswelt beschrieb BFV-Coach Rietschel anschließend wie folgt: „Wir wollten nach dem Wechsel auf das zweite Tor gehen. Dabei waren durchaus Möglichkeiten vorhanden, wo wir mit etwas mehr Durchschlagskraft das 2:0 hätten machen müssen.“

"Die Mannschaft lebt"

Stattdessen nutzten die Hausherren die Gunst der Stunde. Sehr gut von Matty Goldammer eingeleitet, schlug ein trockener Schuss von Jakob Funken halbhoch im langen Eck des BFV-Gehäuses ein (78.). Dieser Ausgleichstreffer setzte bei den Muldestädtern noch einmal die letzten Kärfte frei. Die Schlussphase gehörte ganz klar den Muldestädter, letztlich war man sogar dem Siegtreffer näher als die Oberlausitzer. Doch Funken in der Nachspielzeiut scheiterte an Torwart Kýcek.

Der scheidende Kunert lobte seine Truppe hinterher. „Dass die Mannschaft lebt und intakt ist, hat heute jeder gesehen. Auch wenn es heute mein letztes Spiel als verantwortlicher Trainer des FC Grimma war, hoffe ich sehr, dass die Mannschaft am Saisonende mit dem Klassenerhalt belohnt wird. Dafür hat sie seit Monaten sehr hart gearbeitet und unheimlich viel investiert.“ Sprach’s und verließ die Bühne.

FC Grimma: Birkigt – Konzok, Bartsch, Ziffert, Mattheus (46. Markus) – Schwarz – Ntignee (70. Griesbach), Wolf (46. Funken), Beiersdorf, Hübner (83. Käseberg) – Wiegner (59. Goldammer).

rtz

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