28. Juli 2020 / 14:56 Uhr

Kuriose "Rückholaktion": 96-Fan reist für Stindl-Pappfigur 800 Kilometer und bringt ihn nach Hannover

Kuriose "Rückholaktion": 96-Fan reist für Stindl-Pappfigur 800 Kilometer und bringt ihn nach Hannover

Tobias Kurz
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der Pappaufstindl ging mit 96-Fan und Twitter-User KittoDario auf Reisen und schaffte es sogar in die HDI-Arena.
Der "Pappaufstindl" ging mit 96-Fan und Twitter-User "KittoDario" auf Reisen und schaffte es sogar in die HDI-Arena. © Twitter/KittoDario
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Dass Lars Stindl bei den Fans von Hannover 96 noch immer beliebt ist, ist nicht neu. Wie sehr sich einige Anhänger die Rückkehr des Gladbachers wünschen, zeigt die irre "Rückholaktion" eines Stindl-Pappaufstellers von 96-Fan und Twitter-User Kitto, die am Wochenende im Netz für mächtig Furore sorgte.

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Dieses Bild dürfte die Herzen aller 96-Fans höher schlagen lassen: Lars Stindl, lächelnd im 96-Trikot auf den Rängen der HDI-Arena, darüber die zwei Sätze: "Ich bin zuhause. Hannover 96 hat mich wieder." Ist der verlorene Sohn tatsächlich an die Leine zurückgekehrt?

Weit gefehlt, das bleibt wohl ein sehnsüchtiger Traum in Hannover. Beim grinsenden Stindl auf Twitter handelt es sich nur um eine Pappfigur des beliebten Ex-96-Publikumslieblings. Dahinter steckt eine verrückte "Rückholaktion" des Twitter-Users Kitto, der extra für den Stindl-Pappaufsteller 800 Kilometer bis nach Nettetal nahe der niederländischen Grenze reiste - und den Trip auf dem eigens dafür ins Leben gerufenen Twitter-Account "Lars der Pappaufsteller" ausführlich dokumentierte.

Von Hannover über Gladbach nach Nettetal

Doch wie kam es zu dieser kuriosen Aktion? "Gute Freundinnen von mir hatten auf eBay Kleinanzeigen entdeckt, dass der Pappaufsteller zum Verkauf stand. Da unser Freundeskreis großer Fan von Stindl ist und wir uns seit Jahren nach einer Rückkehr von Stindl sehnen, dachten wir, wir bringen ihn auf die Weise zurück nach Hannover", berichtet Kitto. "Es ging dann relativ schnell. Ich hatte Urlaub und die Verkäuferin wollte an uns verkaufen. Mit meiner Freundin bin ich dann sofort Richtung NRW gefahren."

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Der Schnee stoppt den Ball vor der Linie, Gelb-Rot binnen weniger Sekunden aufgrund des Torjubels, ein Trainer ohne Lizenz oder ein verbotenes Reißverschluss-Trikot? Das alles gab es wohl nur bei Hannover 96. Im Laufe der Jahrzehnte haben die Roten für Lacher, Kopfschütteln oder Kuriositäten gesorgt. Wir haben die besten Momente herausgesucht und zusammengestellt.  Zur Galerie
Der Schnee stoppt den Ball vor der Linie, Gelb-Rot binnen weniger Sekunden aufgrund des Torjubels, ein Trainer ohne Lizenz oder ein verbotenes Reißverschluss-Trikot? Das alles gab es wohl nur bei Hannover 96. Im Laufe der Jahrzehnte haben die Roten für Lacher, Kopfschütteln oder Kuriositäten gesorgt. Wir haben die besten Momente herausgesucht und zusammengestellt.  ©

"Vertragsunterschrift" am Kokenhof, "Vorstellung" im Stadion

Nach einer vierstündigen Fahrt mit dem Fernbus übernachteten die beiden in Düsseldorf, fuhren dann am nächsten Tag nach Mönchengladbach weiter. Von dort ging es mit einer zweistündigen nach Nettetal weiter, wo sie vom Pappkameraden Stindl schon in Empfang genommen wurden. Am späten Freitagabend kam das erschöpfte "Trio" wieder in Hannover an - doch schon am nächsten Tag ging die Reise mit dem "Pappaufstindl" erst richtig los.

"Der Trip hat uns ganz schön fertig gemacht. Wir hatten uns eigentlich entschieden, nichts mehr zu machen, da wir erst in der Nacht aus NRW zurückgekehrt sind. Ein Freund hat dann gefragt, ob wir Lust hätten, ein paar Spots in Hannover zu besuchen und Fotos zu machen", berichtet Kitto. Gesagt, getan. Mit dem Pappaufsteller im 96-Trikot ging es in die Bahn nach Großburgwedel zum berühmt-berüchtigten Kokenhof, zur "Vertragsunterschrift". Direkt im Anschluss brachte Kitto den Papp-Stindl zum Fototermin zur HDI-Arena, in der Hoffnung, den spektakulären Rückkehrer sogar ins Stadion zu bekommen.

"Transfer" kommt auf Twitter bestens an

Und das klappte tatsächlich. "Wir haben kurz bei Hannover 96 angefragt, ob denn ein Foto möglich wäre. Man hatte nichts dagegen und so ist das Foto im Stadion entstanden. Der Stadionbesuch war unser maximales Ziel und das haben wir auch erreicht", erzählt Kitto stolz.

"In Hannover ist Stindl immer willkommen"

Bei den 96-Fans auf Twitter kam der spektakuläre Papp-Transfer bestens an, der Account des Aufstellers hat bereits 315 Follower. Warum gerade Stindl noch immer so beliebt in der 96-Anhängerschaft ist? "Lars Stindl konnte 96 immer auf ein anderes Level heben. Er war nie ein Spieler, der große Töne gespuckt hat und trotzdem der Anführer in der Kabine", meint Kitto. "Was mich an ihm fasziniert, sind seine ruhige Art und seine Ehrlichkeit. In Hannover ist er immer willkommen. Natürlich auch wegen seines Tores in Kopenhagen."

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Kommpt Papp-Diouf als nächstes zurück?

Was der echte Stindl von der Rückkehr seines Papp-Zwillings nach Hannover hält, ist nicht verbrieft. Als Kompliment kann er es definitiv nehmen. Und wer ist die nächste Legende, die Kitto zurück zu 96 holen möchte? "Mein nächstes Ziel wäre Mame Diouf", verrät er. "Leider gibt es von ihm noch keinen Pappaufsteller und Flüge nach Großbritannien sind momentan schwierig." Dass er für einen Pappkameraden einiges auf sich nehmen würde, hat Kitto jedenfalls eindrucksvoll bewiesen.