25. November 2021 / 11:49 Uhr

Kuriose Szene während RB Leipzigs Gala in Brügge: Gvardiol köpft Bierbecher statt Ball weg

Kuriose Szene während RB Leipzigs Gala in Brügge: Gvardiol köpft Bierbecher statt Ball weg

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Als die RB-Spieler nach dem 1:0 zum Jubeln an die Eckfahne liefen, flog ein voller Bierbecher in Richtung der Kicker.
Als die RB-Spieler nach dem 1:0 zum Jubeln an die Eckfahne liefen, flog ein voller Bierbecher in Richtung der Kicker. © Imago/Panoramic International
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RB Leipzigs 5:0-Sieg beim FC Brügge hatte viele Gesichter. Eines davon gehörte definitiv Verteidiger Josko Gvardiol. Der 19-Jährige fiel nicht nur durch seine kompromisslose aber stets faire Zweikampfführung auf, sondern auch durch eine ganz besondere Reaktion in der ersten Halbzeit.

Brügge. Es gibt Tage, da läuft einfach alles. So einen erwischte RB Leipzig am Mittwochabend in Brügge. 5:0 (4:0) hieß es nach 90 Minuten beim Club. Mit dem Sieg gewann der Bundesligist auch das direkte Duell gegen die Belgier, zog an der Clement-Elf vorbei auf Platz drei von Champions-League-Gruppe A. Die Chancen, doch noch europäisch zu überwintern, sind damit deutlich gestiegen. Emil Forsberg und Christopher Nkunku trafen jeweils doppelt. Zudem netzte André Silva ein.

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Natürlich waren es nicht nur die Torschützen, die der Partie ihren Stempel aufdrückten. Neben Keeper Josep Martinez, der den corona-positiven Peter Gulacsi tadellos vertrat, oder Brian Brobbey, der im Angriff ein beachtliches Debüt hinlegte, überzeugte einmal mehr Josko Gvardiol. Der Linksverteidiger agierte robust, schnell, vor allem aber stets sicher und fair. Für Brügges Angreifer gab es nur selten ein Vorbeikommen am kroatischen Hünen. Dass der 19-Jährige ohne jedes Zögern und frei von jeglichen Ängsten agiert, bewies er auch in der 12. Minute, und zwar beim Torjubel.

Nach Nkunkus Treffer zur 1:0-Führung liefen die RB-Profis zum gemeinsamen Feiern Richtung Eckfahne. Das passte einem Fan des FC Brügge so gar nicht. Er setzte zum Wurf an, zielte mit einem gefüllten Bierbecher auf die Jubeltraube, die neben dem Torschützen unter anderem aus Forsberg, Nordi Mukiele und eben Gvardiol bestand. Der bekam das Wurfgeschoss an den Kopf - so zumindest schien es am TV-Schirm. Am Morgen danach, stellte sich die Situation dann allerdings etwas anders dar. Denn der Kroate wurde nicht einfach getroffen, er köpfte den Becher vielmehr weg. Nach SPORTBUZZER-Informationen sah der Verteidiger, dass da etwas angeflogen kam, und entschied sich im Freudentaumel ganz bewusst für diesen "Kopfball der etwas anderen Art".