05. Juli 2020 / 20:50 Uhr

Kurioser Vergleich: Max Eberl erklärt, warum Gladbach kein Bayern-Jäger sein kann

Kurioser Vergleich: Max Eberl erklärt, warum Gladbach kein Bayern-Jäger sein kann

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Für Max Eberl ist Borusssia Mönchengladbach noch kein permanenter Bayern-Jäger.
Für Max Eberl ist Borusssia Mönchengladbach noch kein permanenter Bayern-Jäger. © Jürgen Fromme /firo Sportphoto/POOL
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Borussia Mönchengladbach als dauerhafter Bayern-Jäger? Für Sport-Geschäftsführer Max Eberl ein unrealistischer Gedanke. Er vergleicht die Bayern-Jagd mit einem 100-Meter-Lauf mit Usain Bolt.

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Am Ende dieser Saison konnte Borussia Mönchengladbach den FC Bayern München nicht an der achten Meisterschaft in Folge hindern - und das, obwohl die "Fohlen" in der Hinrunden-Tabelle auf Platz zwei und damit vor den Bayern lagen. Einige Gladbach-Fans träumten bereits vom Titel, doch die Mannschaft von Marco Rose machte als Tabellen-Vierter in der Abschlusstabelle erst am letzten Spieltag die Qualifikation für die Champions League perfekt. Deshalb will Gladbachs Sport-Geschäftsführer Max Eberl auch nicht darüber sprechen, möglicherweise dauerhaft Bayern-Jäger zu werden, wie er nun im Interview mit dem Kicker sagte.

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Dass Gladbach permanenter Herausforderer des Rekordmeisters und ein Titelkandidat werden könnte, sei laut Eberl "so realistisch, wie wenn ich Usain Bolt zum 100-Meter-Lauf herausfordere und glaube zu gewinnen", zog der 46-Jährige einen kuriosen Vergleich. "Vielleicht bin ich am Start mal vorne. Vielleicht strauchelt er zwischendurch. Aber die Wahrscheinlichkeit, das Usain Bolt am Ende vor mir einläuft, also Bayern München vor Gladbach, ist doch sehr hoch." Zwar nicht bei hundert Prozent, schränkte Eberl ein, "aber deutlich im 90-Prozent-Bereich".

Ans Aufgeben denk Eberl, der aufgrund der Corona-Krise auf eine große Shopping-Tour im Sommer trotz der Königsklassen-Qualifikation verzichten will, allerdings nicht: "Wir arbeiten daran, noch besser zu werden", verspricht der Gladbach-Boss.

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Doch zunächst müssen die Gladbacher auf ihre Finanzen schauen. Laut einer Hochrechnung des Kicker könnten die Einnahmenverluste für das Jahr 2020 zwischen 30 und 40 Millionen Euro liegen: "Das kann passieren", meinte Eberl und fügte an: "Corona ist dann ja nicht weg. Die Rücklagen schmelzen wie Eis in der Sonne." Deshalb regt Eberl neben einem Notfall-Fonds für die Bundesligisten auch vorgeschriebene Kosten-Einsparungen an: "Warum nicht die Kadergröße beschränken? Das könnte die Kostenseite entlasten", so Eberl.