10. Oktober 2021 / 21:07 Uhr

Kurioses Eigentor leitet Weiterkommen der SG Warnow Papendorf ein

Kurioses Eigentor leitet Weiterkommen der SG Warnow Papendorf ein

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Durfte dreimal jubeln gegen die HSG Uni Greifswald: Dreifachtorschütze Charlie Frenzel.
Durfte dreimal jubeln gegen die HSG Uni Greifswald: Dreifachtorschütze Charlie Frenzel. © Johannes Weber
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Mit einem 7:2-Erfolg gegen die HSG Uni Greifswald machen die Rand-Rostocker den Einzug in die dritte Landespokalrunde klar. Im zweiten Abschnitt trifft die SG Warnow Papendorf sechsmal.

Papendorf. Nur noch zwei Teams aus der Landesklasse befinden sich nach der dritten Runde im Fußball-Landespokal. Eines davon ist die SG Warnow Papendorf. Dank eines 7:2 (1:2)-Heimsieges gegen die HSG Uni Greifswald darf sich der Tabellenführer der Landesklasse I noch im Kreise vieler höherklassiger Mitstreiter beweisen. Auch Papendorfs Ligakontrahent FSV Kritzmow (5:0 beim SV Traktor Pentz) schaffte das Weiterkommen.

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Trotz Pausenrückstand gegen die Greifswalder hatte Papendorfs Coach Tom Wilhelm großes Vertrauen in sein Team, das im zweiten Durchgang aufdrehte. Ein kurioses Eigentor von Greifswalds Jakob Würzner zum 2:2 leitete das Weiterkommen der Hausherren ein. Der Verteidiger hatte einen Eckball, der direkt an den Pfosten prallte, an den Hacken bekommen. Von dort aus rollte das Spielgerät ins Netz. „Ich wusste um unsere konditionellen Vorteile. Nach dem 2:2 ging es Schlag auf Schlag für uns. Mit unserer Passqualität war ich im Spiel dennoch nicht einverstanden“, resümierte Wilhelm.

In Bildern: Das Pokalspiel zwischen der SG Warnow Papendorf und der HSG Uni Greifswald

Leon Frett (r.) erkämpft hier im Fallen den Ball gegen HSG-Kicker Nico Tratz. Zur Galerie
Leon Frett (r.) erkämpft hier im Fallen den Ball gegen HSG-Kicker Nico Tratz. ©

Im landesklasseinternen Duell gegen die Universitätsstädter lagen die Hausherren schon nach sechs Minuten zurück. Lenz Paetzold schlug nach einem Standard für die HSG Uni zu. Die Papendorfer brauchten eine Viertelstunde um in die Partie zu finden, antworteten dann aber. Charlie Frenzel wurde nach einem Pass in die Spitze bedient, umkurve HSG-Torwart Majed Sadik und schob die Kugel ein. Trotz guter Möglichkeiten für die SG Warnow schlugen die Greifswalder vor der Pause zurück. Erneut war es Paetzold (38.) - 2:1.

Die Gäste, die im ersten Abschnitt noch einige gute Phasen hatten, wurden nach dem Seitenwechsel hinten dauerhaft beschäftigt. Nach dem Würzner-Eigentor per Ecke von Maik Peters drehte Frenzel mit seinem 3:2 die Partie. Spätestens mit dem Doppelschlag von Peters (66.) und Frenzel (72.) war die Begegnung durch. Ein Eigentor von Max Jarchow und ein weiterer Treffer von Peters in der Schlussphase ließen das Ergebnis noch höher ausfallen.

Für die Papendorfer war der Erfolg im Pokal der sechste Pflichtspielsieg in Serie. Seit Saisonbeginn wird der Vorstadt-Klub wieder von Tom Wilhelm trainiert. Er war bis zur vergangenen Spielzeit noch als Assistenzcoach beim FSV Bentwisch tätig.

Positiv im Pokalspiel wollte Wilhelm die Schiedsrichterin Anne Büttner hervorheben. Sie habe einen souveränen Eindruck hinterlassen und wäre "die beste Person auf dem Feld" gewesen.


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Für die nächste Runde hofft Wilhelm auf keinen Gegner aus der Oberliga. "Wir wollen gegen ein Team spielen, gegen das man auch den Hauch einer Chance hat", sagt er. Ein Wunschgegner wäre der FSV Malchin. Gegen die Kicker von der Mecklenburgischen Seenplatte hätten die Papendorfer noch eine offene Rechnung zu begleichen. Vor vier Jahren unterlag die SG Warnow in der dritten Pokalrunde gegen die Malchiner als damaliger Verbandsligavertreter mit 0:1.

SG Warnow Papendorf: Prawitz – Frenzel, Prompe, Panter, Kolrep (46. Frett), Peters, Engels, Grasselt, Sachse (46. Koschinski), Steinfurth, Grasselt (76. Breiling), Dunsky.
HSG Uni Greifswald: Sadik – Knobloch (25. Würzner), Friedrich, Jarchow, Uteß, Satzel (85. Boeck), Paetzold, Tratz, Hahn (66. Krüger), Luig, Scheffler.
Tore: 0:1 Paetzold (6.), 1:1 Frenzel (18.), 1:2 Paetzold (38.), 2:2 Würzner (58./Eigentor), 3:2 Frenzel (63.), 4:2 Peters (66.), 5:2 Frenzel (71.), 6:2 Jarchow (85./Eigentor), 7:2 Peters (87.).
Schiedsrichterin: Anne Büttner.
Zuschauer: 112.

Bildergalerie vom Spiel folgt am Montag

Die weiteren Resultate mit Torschützen der 3. Pokalrunde:
Grimmener SV – Güstrower SC 0:6.
Tore:
0:1, 0:2 Keil (3., 17.), 0:3 Thormann (38.), 0:4 Appel (42.), 0:5 Thormann (48.), 0:6 Mijahlovic (68.).

VFC Anklam – Hanse Neubrandenburg 2:3.
Tore:
1:0 Skeip (27.), 1:1 Grapentin (36.), 1:2 Voss (45.), 2:2 Skeip (71.), 2:3 Tews (90.+4). Cambs-Leezen – FC Förderkader 0:3 0:1 Kern (64./Elfmeter), 0:2 Bunge (83.), 0:3 Grambow (90-+2).

SV Blau-Weiß Jarmen – Penzliner SV 3:5.
Tore:
0:1 A. Lukesch (4.), 1:1 Mickley (12.), 1:2A. Lukesch (14.), 2:2 Herrmann (38.), 2:3 A. Lukesch (50.), 3:3 Karp (69.), 3:4, 3:5 A. Lukesch (69., 89.).

Pasewalker FV – Rostocker FC 2:4.
Tore:
0:1 Scharf (5.), 0:2 Diaby (8.), 1:2 Block (35.), 1:3 Gesien (38.), 1:4 Tille (63. /Elfmeter), 2:4 N Dour (70.).

SV Traktor Penz – FSV Kritzmow 0:5.
Tore:
0:1 Laube (16.), 0:2 Schumacher (30.), 0:3 Abshagen (38. /Elfmeter), 0:4 Marten (62.), 0:5 Laube (88.).

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SV Warnemünde – Malchower SV 1:4.
Tore:
0:1 Telschow (37.), 1:1 Hojenski (66.), 1:2, 1:3, 1:4 Telschow (76., 77., 90.+4).

SFV Nossentiner Hütte – SV Pastow 0:3:
Tore:
0:1 Rudlaff (7.), 0:2 Wandt (13.), 0:3 Bockholt (90.). 

Einheit Grevesmühlen – FCM Schwerin 0:4.
Tore:
0:1 Lietz (6.), 0:2 Witkowski (45.), 0:3 Da Silva Cruz (57.), 0:4 Witkowski (77.).

Hagenower SV – Greifswalder FC 0:6.
Tore:
0:1 Garbuschewski (34.), Appiah (44.), 0:3 Steinhauer (50./Eigentor), 0:4, 0:5 Memaj (53., 79.), 0:6 Farr (89.).

TSG Neustrelitz – Torgelower FC  3:1 n.V.
Tore:
0:1 Klimko (58.), 1:1 Riechert (67.), 2:1 Kliefoth (102.), 3:1 Keil (120.). 

SG Groß Stieten – FSV Malchin 2:5.
Tore:
0:1 Jähnke (13.), 0:2 Köllmann (21.), 0.3 Kulartz (26.), 0:4 Jähnke (29.), 1:4 Kleinfeld (45.), 1:5 Jähnke (47.), 2:5 P. Stubbe (58.).

VfL Bergen – Einheit Ueckermünde 0:3.
Tore:
0:1. 0:2 Koussi (36., 50.), 0:3 Bylicki (86.).

Grevesmühlener FC – Bentwisch 7:8 n.E.
Tore:
1:0 Quadiri (9.), 1:1 Müller (22.), 1:2 Berndt (45.+1/Elfm.), 2:2 Kodanek (70./Elfm.), 3:2 Günther (94./Eigentor), 3:3 Benrdt (108.).
Elfmeterschießen: 3:4 Geers, 4:4 Reincke, 4:5 Berndt, 4:6 Stepanek, 5:6 Müller, 5:7 Schubek, 6:7 Kodanek, 6:8 Thedran, 7:8 Müller.