01. November 2021 / 17:55 Uhr

Kurz nach dem Geburtstag gibt's für dieses Tischtennis-Urgestein eine Hiobsbotschaft

Kurz nach dem Geburtstag gibt's für dieses Tischtennis-Urgestein eine Hiobsbotschaft

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Geht's nochmal zurück an den Tischtennis-Tisch? Henrik Hesker hofft es.
Geht's nochmal zurück an den Tischtennis-Tisch? Henrik Hesker hofft es. © Boris Baschin/Privat
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Endlich wieder spielen (ohne Corona-Bremse), dann noch mit dem eigenen Sohn in einem Team - die Tischtennis-Saison sollte für Henrik Hesker eine ganz besondere werden. Sie ist es für den Spieler des SV Jembke schon jetzt. Leider aus einem bitteren Grund.

Eigentlich hatte es eine ganz besondere Spielzeit werden sollen für Henrik Hesker, ein Wolfsburger Tischtennis-Urgestein. Das ist sie auch geworden, aber ganz anders als erhofft. Im schlimmen Sinne. Hesker hat sich mitten in einem Spiel seines SV Jembke einen Achillessehnenriss zugezogen. Wie es mit der aktiven Karriere weitergeht, ist offen.

Passiert war es am 24. Oktober in Grasleben. "Ohne eine besondere Bewegung, einfach so, dass mir das nach 40 Jahren Tischtennis mal passiert, hätte ich nicht gedacht....", sagte er. Bereits am Dienstag wird Hesker operiert.

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Eine Saison ohne von Corona ausgebremst zu werden, darauf hatte er sich mit seiner Frau Elke Riemann-Hesker, zugleich Vorsitzende des SV Jembke, gefreut. Und: Sohn Tom, als Schüler ziemlich gut, war nach zwölf Jahren mal wieder eingestiegen. Riemann-Hesker: "Er wollte mal mit seinem Vater in einer Mannschaft spielen." Immerhin: Auf sechs gemeinsame Einsätze im Jembker Bezirksliga-Team haben sie es gebracht. Ein so abruptes Ende war nicht der Plan.

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Es kam das vorletzte Oktoberwochenende. Hesker: "Am Samstag war ich 54 Jahre alt geworden, am Sonntag war ich dann als Ersatz in die Erste aufgerückt. Das Bezirksoberliga-Spiel beim TSV Grasleben gestaltete sich ganz gut. Sein erstes Einzel hatte er zwar verloren, den ersten Satz des zweiten Spiels aber gewonnen. "Im zweiten Satz führte ich haushoch, dann hatte ich ein komisches Gefühl, konnte mich nicht mehr halten, musste mich hinsetzen."

Das bei Achillessehnenrissen öfter mal zu hörende Geräusch fehlte zwar, doch die endgültige Bestätigung gab es im Krankenhaus. Hesker: "Von den Schmerzen her ist es okay. Nur mit Stehen oder Gehen war es erstmal nichts." Die Erstversorgung bis zum Erscheinen des Rettungswagens machte übrigens Bastian Steiner, Rettungssanitäter und Nummer 2 des TSV Grasleben. "Klasse", bedankte sich das Wolfsburger Tischtennis-Urgestein, das vor seinem Wechsel zum SV Jembke jahrzehntelang zur Ersten des TSV Wolfsburg zählte.

Ob er noch einmal an die Platte zurückkehrt? Hesker ist vorsichtig: "So wollte ich natürlich nicht aufhören. Nach der Operation wird es ein halbes Jahr Reha brauchen. Das nehme ich sehr ernst, dann wird man sehen. Dem Tischtennis allerdings werde ich in jedem Fall verbunden bleiben. Dann eben im Hintergrund oder als Kümmerer." Die Tischtennis-Gemeinschaft wünscht ihm eine erfolgreiche OP, auf Facebook bekam Hesker schon viele aufmunternde Kommentare.