05. Januar 2022 / 13:36 Uhr

Kurz-Trainingslager und wackelnde Testspiele: Chemie Leipzig mit kurzer Vorbereitung

Kurz-Trainingslager und wackelnde Testspiele: Chemie Leipzig mit kurzer Vorbereitung

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Chemie Leipzigs Trainer Miroslav Jagatic und sein Team bereiten sich in den nächsten Wochen auf das Spiel gegen Halberstadt vor.
Chemie Leipzigs Trainer Miroslav Jagatic und sein Team bereiten sich in den nächsten Wochen auf das Spiel gegen Halberstadt vor. © Christian Modla
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Die Spieler der BSG Chemie Leipzig trainieren und schwitzen wieder und fibern dem Trainingslager in Teistungen entgegen. Wie der Plan bis zum Jahresauftakt allerdings aussieht, ist noch ungewiss.

Leipzig. Seit Montag wird bei der BSG Chemie wieder geschwitzt und geackert. Die Regionalliga-Kicker bereiten sich auf das Nachholspiel gegen Halberstadt am 23. Januar vor. Ein knackiges Athletiktraining stand bereits auf dem Programm, ansonsten wird im AKS abwechselnd auf Rasen oder dem neuen Kunstrasen trainiert. Für kommende Woche ist ein viertägiges Kurz-Trainingslager in Teistungen geplant. Dort soll es am 15. Januar zum Test gegen Einheit Wernigerode kommen. Zwei weitere Spiele sind geplant, ob es allerdings an diesem Wochenende gegen Viktoria Berlin oder nächste Woche gegen Zorbau klappt, steht noch nicht fest.

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Trainingslager ungewiss, Training nicht

Die durch Corona herrschende Unsicherheit macht eine Planung schwer. In Leutzsch wird – wie vom Gesundheitsamt empfohlen – mindestens zweimal wöchentlich getestet, aber die Vorsicht regiert. „Wir passen noch mehr auf als vorher, testen zusätzlich, um so gut wie möglich alles auszuschließen“, bestätigt Trainer Miro Jagatic. „Auch, wenn ich damit manchen vielleicht stresse, aber wenn es hier eine Kettenreaktion gibt – was dann?“

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Das Nahziel sei, die Woche unbeschadet zu überstehen und nächsten Donnerstag ins Trainingslager samt eigener Blase zu kommen. „Das sind derzeit Wasserstandsmeldungen. Warten wir die Beschlüsse der Politik ab“, so Jagatic. Man müsse flexibel sein, an der Trainingssteuerung ändere sich nichts. Erfreulich: Lukas Surek und Andy Wendschuch, beide über weite Teile der ersten Halbserie verletzt oder erkrankt, stehen wieder im Training. Max Keßler dagegen laboriert noch an einer Schambeinverletzung, deren Hei-lung andauert. Stephané Mvibudulu, der sich zwei Wochen vor Jahreswechsel leicht verletzt hatte, trainiert wieder individuell.


„Wir arbeiten konzentriert und auf den Punkt“

Auf sein ausführliches Interview zum Jahreswechsel angesprochen, bei dem der Trainer vom Wunsch gesprochen hatte, in drei Spielzeiten an der Spitze der Regionalliga anklopfen zu wollen, bekräftigte Jagatic: „Der Blick geht nach vorn, wir wollen uns ja weiterentwickeln. Es muss alles optimal laufen im Umfeld, um das erreichen zu können, aber warum denn nicht? Ich sage ja nicht, dass wir in drei Spielzeiten aufsteigen. Es ist wichtig, die Jugend mitzunehmen, die Infrastruktur weiterzuentwickeln, und natürlich die Einnahmen zu steigern. Das ist allen klar im Verein.“

Wilde Träumereien gebe es nicht, das solide Wirtschaften sei wichtig. „Der Zustand wie jetzt, dass die Jungs von der Arbeit zum Training hetzen und teilweise Kopfstände veranstalten, um das Pensum zu bewältigen, halten wir über Jahre nicht durch. Da sind wir an Grenzen angelangt.“ Aktuell steht der Klassenerhalt auf dem Plan. Wenn Omikron den Spielplan nicht stoppt, geht es ab Ende Januar Schlag auf Schlag. Um ruhig weiter arbeiten zu können, muss die Mannschaft abliefern. Jagatic ist optimistisch: „Da mache ich mir keine Sorgen. Wir arbeiten konzentriert und auf den Punkt – und dann sind wir da. Das haben wir oft genug bewiesen!“