29. April 2021 / 15:14 Uhr

Kurzarbeit bei Lok Leipzig wird zurückgefahren - Im Halbfinale gegen Dynamo Dresden?

Kurzarbeit bei Lok Leipzig wird zurückgefahren - Im Halbfinale gegen Dynamo Dresden?

Rainer Kelch
Leipziger Volkszeitung
Lok Trainer Almedin Civa
Der Kader von Lok Leipzig nimmt immer mehr Gestalt an, während Trainer Almedin Civa seine Spieler allmählich auf den Sachsenpokal vorbereitet. © Christian Modla
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Die Probstheidaer bereiten sich auf das Halbfinale im Sachsenpokal vor und werden dafür ab Mai die Kurzarbeit zurückfahren. Die Blau-Gelben erwarten auf Dynamo Dresden zu treffen. Am Dienstag sorgten Randalierer beim Fan-Shop in der Schlossgasse für einen immensen Schaden.

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Leipzig. Der Kader für die kommende Saison nimmt beim 1. FC Lok Leipzig immer klarere Formen an. So wurde am Mittwoch die Vertragsverlängerung mit Tom Nattermann bekannt gegeben. Im letzten Sommer vom SV Babelsberg nach Probstheida gewechselt, konnte der Mittelstürmer anfangs nicht überzeugen – Fitness und Selbstvertrauen waren nicht bei 100 Prozent.

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Als „Natter“ in Form kam und Ende Oktober mit seinem frühen 1:0-Siegtreffer maßgeblich dazu beitrug, dass gegen den ZFC Meuselwitz drei Punkte auf der Habenseite standen, legte der erneute Corona-Lockdown die Regionalliga Nordost lahm. Trotzdem wollte Lok-Trainer Almedin Civa gerne mit Nattermann verlängern: „Ich kenne seine Stärken und vertraue darauf, dass er die in Zukunft auch auf dem Platz wieder umsetzen kann.“

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Damit hat der 1. FC Lok für die kommende Saison nunmehr 16 Spieler unter Vertrag. Verlängert werden soll zudem unbedingt mit Leon Heynke, auf den Coach Civa und Sportvorstand Torsten Kracht große Stücke halten, was nicht verwundert: Heynke ist großgewachsen und schnell, in der Defensive fast auf jeder Position einsetzbar, hat einen feinen linken Fuß, besticht mit intelligentem Stellungsspiel und guter Zweikampfführung. Zudem ist er ein „Mentalitätsspieler“, einer der vorneweg marschiert – insbesondere dorthin, wo es wehtut.

Weil Kicker mit einem solchen Profil rar sind und in Heynke (21) noch eine Menge Potential schlummert, ist dieser Vertrag noch in der Warteschleife, da wohl auch der ein oder andere höherklassige Verein auf den Probstheidaer Rohdiamanten schielt. Weil die bisherige Nummer zwei Jeroen Gies den Verein verlassen wird, wird zudem mit Sicherheit noch ein neuer Kepper verpflichtet. Der wird dann nicht mehr unter Torwart-Trainer Maik Kischko trainieren, denn der Vertrag mit der Probstheidaer Vereinsikone wird nicht übers Saisonende verlängert.

Im Halbfinale gegen Dynamo Dresden?

Bei allen Planungen gibt es auch in der laufenden Spielzeit noch ein sportliches Ziel. Im Landespokal trifft der 1. FC Lok im Halbfinale auf den Sieger der Partie Dynamo DresdenBischofswerdaer FV (12. Mai). Auch wenn die Dynamos in der 3. Liga schwächeln und unlängst ihren Trainer getauscht haben, gehen die Lok-Verantwortlichen davon aus, dass es im Halbfinale (möglicher Termin: 19. Mai) zum Traditionsduell Blau-Gelb gegen Schwarz-Gelb kommen wird.

Dafür will man sich entsprechend rüsten, wird deswegen im Mai die Kurzarbeit zurückfahren und wieder mehr als drei Mal pro Woche trainieren, um gegen die Dresdner, die voll im (Punktspiel-)Saft stehen, eine Chance zu haben. In die Karten spielen beim Kampf um den Finaleinzug könnte Lok der enge Terminkalender der Dynamos, die bis zum Saisonende nur noch im Mittwoch-Samstag-Rhythmus antreten.

Unschön: In der Nacht zu Dienstag suchten vermummte Randalierer den Lok-Fanshop in der Schlossgasse heim, warfen mehrere Scheiben ein - Sachschaden circa 10.000 Euro. Über die sozialen Medien wandte sich der Verein an die Täter und stellte klar: „Ihr trefft die Menschen, die ehrenamtlich kämpfen, um Menschen zu vereinen statt sie zu trennen. Ihr trefft alle, die die Welt ein klein wenig besser machen wollen.“