26. März 2020 / 17:12 Uhr

Kurzarbeit beim VfL Wolfsburg

Kurzarbeit beim VfL Wolfsburg

dpa/Redaktion
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Corona-Krise
Seit Dienstag: Der VfL Wolfsburg hat in der Corona-Krise bei einigen Mitarbeitern auf Kurzarbeit umgestellt. © Peter Steffen
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Der VfL Wolfsburg hat in der Corona-Krise bei einigen Mitarbeitern auf Kurzarbeit umgestellt.

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Die Fußball-Bundesliga muss wegen der Corona-Pandemie pausieren - bis zum 30. April, so ist der Plan, soll die Pause verlängert werden. Die Spieler des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg haben nach einer Woche trainingsfrei wieder mit Einheiten in der Arena begonnen, jedoch in kleinen Gruppen. Das soll vorerst so bleiben. Aber: Während Maximilian Arnold und Co. wieder schwitzen, sind die meisten Mitarbeiter des Klubs seit Dienstag in Kurzarbeit, wie die Bild berichtet. Der Grund: Mutterkonzern Volkswagen hat alle seine europäischen Werke sowie weitere Standorte in Amerika und Russland derzeit vorübergehend geschlossen oder plant dies in Kürze noch zu tun. Der VfL ist eine 100-prozentige Tochter des VW-Konzerns. Als Grund für die beantragte Kurzarbeit hatten die Wolfsburger Autobauer bereits in der vergangenen Woche die beträchtlichen Arbeitsausfälle in der Produktion sowie in den angrenzenden Bereichen genannt.

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Koordinationstraining im Kraftraum: Yannick Gerhardt Zur Galerie
Koordinationstraining im Kraftraum: Yannick Gerhardt ©

„Bei der VfL-Wolfsburg-Fußball-GmbH kommt es – wie bei allen anderen Klubs auch – derzeit zu teilweisen oder vollständigen Arbeitsausfällen“, so VfL-Geschäftsführer Tim Schumacher. "Wir haben das Thema geprüft und in Abstimmung mit dem Betriebsrat Kurzarbeit in den betroffenen Verwaltungsbereichen beantragt.“ Bei Volkswagen sollen wegen der Lieferprobleme und Absatzeinbrüche in der Corona-Krise rund 80 000 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit gehen - der VfL ist als Tochter des Weltkonzerns ebenfalls davon betroffen. Betroffen sind Mitarbeiter unter anderem im kaufmännischen und administrativen Bereich.

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Beim erweiterten Kurzarbeitergeld übernimmt die Bundesagentur für Arbeit 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Auch andere Bundesligisten denken über das Thema nach. Bislang machen vor allem Dritt- und Viertligisten von der Regelung Gebrauch. Die lange Liga-Unterbrechung kann dafür sorgen, dass Klubs in finanzielle Schieflage geraten, Mitarbeiter dann nicht mehr bezahlt werden könnten. Sollte der VfL jemals in eine solche Situation geraten, lässt der Verein seine Mitarbeiter nicht im Regen stehen, hatte Jörg Schmadtke jüngst im Gespräch mit dem SPORTBUZZER betont. „Wir spielen die Szenarien, was wir dann machen könnten, schon durch. Sollte dieser Fall eintreten, werden wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden. Da bin ich mir sicher“, so der VfL-Manager.

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