14. Oktober 2020 / 15:56 Uhr

L.E. Volleys: Neu-Kapitän Chris Warsawski freut sich aufs Derby

L.E. Volleys: Neu-Kapitän Chris Warsawski freut sich aufs Derby

Christian Dittmar
Leipziger Volkszeitung
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Die L.E. Volleys wollen an den guten Saisonstart anknüpfen. © Thomas Kube
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Chris Warsawski löste Falk Köthen als Kapitän ab und führte Zweitligist L.E. Volleys gleich auf ein höheres Niveau. Am Samstag trifft der 28-Jährige auf einen bekannten Gegner, denn vor acht Jahren spielte er selbst bei der GSVE Delitzsch.

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Leipzig. Gleich zu Beginn seines Engagements bei den L.E. Volleys musste Chris Warsawski einen Konflikt aushalten. Der Spielerrat des Zweitligisten hatte zusammen mit Trainer Christoph Rascher den 28-Jährigen, der vom CV Mitteldeutschland gerade an die Pleiße gewechselt war, etwas überraschend zum neuen Kapitän bestimmt - und damit den bisherigen Capitano Falk Köthen entmachtet. Ausgerechnet Warsawskis besten Freund!

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„Aber Falk hat das sportlich genommen“, erzählt der gebürtige Merseburger. Für Warsawski wiederum war es eine Auszeichnung, als Neuzugang gleich zum Kapitän gewählt zu werden. Allerdings bringt der Diagonalangreifer auch die Erfahrung von sechs Jahren zweiter Liga mit dem CVM und zuvor in Bitterfeld-Wolfen mit. Als Jungspund durfte Warsawski mit dem CVM in der Saison 2012/14 auch etwas Bundesliga-Luft riechen. „Ich hatte Mitspieler, die später in der Plus-Liga in Polen aktiv waren, einer der besten der Welt“, erinnert sich der 1,96-Meter-Mann.

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Viel Vorschlusslorbeeren, denen Warsawski aber auch schnell gerecht wurde. Gleich bei der ersten Partie 2020/21, dem starken 3:0 der Volleys in Karlsruhe, wurde er zum wertvollsten Spieler gewählt. Auch bei den beiden folgenden Siegen gehörte Warsawski zu den besten Leipzigern, Coach Rascher lobte danach die neue Siegermentalität, die der zweimalige Zweitliga-Meister den Volleys gebracht habe.

Besonderes Match

Einen Rückschlag muss L.E. seit dem 0:3 am Sonntag in Grafing wegstecken, man geht dennoch leicht favorisiert in das heiß erwartete erste Heimspiel am Sonnabend (19 Uhr), das gleich den GSVE Delitzsch als Gegner bereit hält. Schließlich sind die Loberstädter mit zwei Pleiten in die Saison gestartet und schafften erst am Wochenende den ersten Erfolg - ein hart erkämpftes 3:2 gegen Aufsteiger VC Dresden.

Für Warsawski wird das Derby ein besonderes Match, da er in der Spielzeit 2012/13 selbst mal bei den Gymnasialen aktiv war. Wobei diese Zeit mittlerweile so lange her ist, dass es für ihn kaum noch Verbindungen nach Delitzsch gibt. Das Regionalduell ist natürlich trotzdem eminent wichtig für Warsawski und Co: „Wir wollen da die Leistungen der ersten Spiele bestätigen.“