28. Dezember 2020 / 19:49 Uhr

Labbadia über den Konflikt mit Cunha, die Gründe für die Hertha-Krise und ein Cordoba-Comeback

Labbadia über den Konflikt mit Cunha, die Gründe für die Hertha-Krise und ein Cordoba-Comeback

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha-Trainer Bruno Labbadia hat sich unter anderem über seinen Zwist mit Matheus Cunha geäußert.
Hertha-Trainer Bruno Labbadia hat sich unter anderem über seinen Zwist mit Matheus Cunha geäußert. © imago images/Sven Simon
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Ein neuer Trikotsponsor, ein Rückkehrer im Sturm, aber auch gleich wieder der Ausfall einer Stammkraft: Bei Hertha BSC gibt es nach der kurzen Weihnachtspause wieder viel Diskussionsstoff. Den Konflikt mit Matheus Cunha will Trainer Bruno Labbadia nicht überbewerten.

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Nach der kurzen Weihnachtspause schob Bruno Labbadia gleich noch eine Sonderschicht. Mit den Stürmern von Hertha BSC um Sorgenkind Matheus Cunha übte der einstige Top-Angreifer am Montag noch ein paar Flanken – erst dann war für den Berliner Coach Zeit für eine ausgedehnte Trainingsanalyse. "Die Energie nehme ich daher, dass ich der bin, der in der Verantwortung steht. Ich muss vorangehen", sagte Labbadia bei einem digitalen Mediengespräch am Montag.

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Die Themenpalette vor dem Bundesliga-Spiel gegen den FC Schalke 04 am Samstag (18.30 Uhr, Sky) ist vielfältig für Labbadia nach dem bislang enttäuschenden Saisonverlauf mit nur 13 Punkten und Platz 14. Die Trendwende muss nun gelingen, das weiß auch der 54-Jährige. "Ich bin kein Freund davon, in die Vergangenheit zu gucken. Ich bin selbstkritisch, es wären mehr Punkte drin gewesen. Es gibt etliche Gründe, warum es nicht so ist. Sie aufzuzählen würde nach einer Ausrede klingen", sagte Labbadia.

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Nach der harschen Kritik an Cunha hat Labbadia keine Sorge vor einem länger andauernden Disput. "Er ist ein wichtiger Spieler, aber auch ein junger Spieler, der wie jeder Ups und Downs hat. Wir gucken, wie kann man den Spieler justieren", sagte der Hertha-Trainer. Den Auftritt des 21 Jahre alten Brasilianers beim 1:4 in Freiburg hatte er kurz vor Weihnachten als "unterirdisch" und als "No-Go" bezeichnet. "So reagiere ich nicht oft, ein Trainer muss sachlich sein", sagte der 54-Jährige nun rückblickend.

Kapitän Dedryck Boyata verletzt

Vorläufig verzichten muss Labbadia auf seinen Kapitän Dedryck Boyata. Der belgische Innenverteidiger fällt wegen einer Fußverletzung auf unbestimmte Zeit aus. "Stand heute müssen wir ohne ihn planen, was das Schalke-Spiel betrifft", sagte Labbadia. Boyata hatte sich die Blessur bereits im Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (0:0) Mitte des Monats zugezogen, anschließend aber auch noch die Partie gegen den SC Freiburg (1:4) bestritten. Man habe gehofft, dass die freien Tage ausreichten, um die Blessur auszukurieren. Der 30-Jährige hatte in dieser Saison bereits wegen Achillessehnenproblemen pausieren müssen.

Jhon Cordoba konnte hingegen erstmals wieder am kompletten Mannschaftstraining teilnehmen. Ob der 27 Jahre alte Stürmer eine Alternative für das Schalke-Spiel sei, müsse man abwarten. "Mal sehen, wie er sich präsentiert", sagte Labbadia. Cordoba hatte sich am 7. November beim 3:0-Sieg beim FC Augsburg eine Bänderverletzung im Sprunggelenk zugezogen.

Positive Signale kamen aus der Geschäftsstelle der Berliner. Nach monatelanger Suche wurde zumindest für den Rest der Saison ein neuer Trikotsponsor gefunden. Das Maklerunternehmen Homeday steigt bei der Hertha ein. Nach dem Engagement als Hauptsponsor reiht sich das Berliner Unternehmen aus der Immobilienbranche ab der nächsten Spielzeit bei den sogenannten Exklusiv-Partnern ein. Über die Höhe des finanziellen Aufwandes wurden keine Angaben gemacht.