01. März 2019 / 12:29 Uhr

Labbadia zur Trainer-Diskussion beim VfL Wolfsburg: "Ich bin ersetzbar"

Labbadia zur Trainer-Diskussion beim VfL Wolfsburg: "Ich bin ersetzbar"

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bruno Labbadia sprach über die Diskussion um seine Zukunft.
Bruno Labbadia sprach über die Diskussion um seine Zukunft. © imago/regios24
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Konzentration auf Bremen - trotz der unklaren Lage um die Zukunft von Trainer Bruno Labbadia: Das ist das Motto beim VfL Wolfsburg vor dem Heimspiel am Sonntag (18 Uhr) gegen Werder.

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Der VfL Wolfsburg ist Fünfter und nach zehn Punkten aus den letzten vier Spielen auf Europa-Kurs, Werder droht als Neunter den Anschluss an die internationalen Ränge zu verlieren - die Partie ist brisant genug. Dennoch stand in Wolfsburg in dieser Woche ein anderes Thema im Vordergrund: Die Zukunft von Trainer Bruno Labbadia. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, eine Trennung gilt als wahrscheinlich. Weder der Coach selbst noch Manager Jörg Schmadtke dementierten das, verwiesen dabei lediglich auf "ergebnisoffene Gespräche" im März oder April.

Auf der wöchentlichen VfL-Pressekonferenz am Freitag nahm Labbadia zu der Diskussion um seine Zukunft Stellung. "Die Situation ist für den Fußball vielleicht ein bisschen außergewöhnlich. Denn normalerweise ist es so, dass, wenn es nicht gut läuft bei einem auslaufenden Vertrag, alle darüber reden, wer neuer Trainer wird." Beim VfL sei das gerade anders, da laufe die Diskussion unter den Vorzeichen des sportlichen Erfolgs. "Und das", so Labbadia, "ist für alle Seiten doch eine Win-Win-Situation." Denn: "Wir haben mit dem Trainerteam den Verein dazu gebracht, dass er anders dasteht als in den vergangenen Jahren. Deswegen können beide Seiten mit den anstehenden Entscheidungen doch "total entspannt umgehen".

Die Karriere von Bruno Labbadia

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Bruno Labbadias Karriere in Bildern ©

Labbadia: "Das Allerwichtigste ist, dass wir nichts kaputt machen"

Für Labbadia ist es das "Allerwichtigste, dass wir nichts kaputt machen oder kaputt machen lassen. Denn wir haben eine Erfolgsstory, nur das zählt. Wir haben Spaß mit der Mannschaft." Durch seine lange Trainer-Erfahrung (unter anderem Leverkusen, HSV, Stuttgart) habe er "gelernt, Dinge nicht an mich ranzulassen." Klar sei: "Ich bin ersetzbar. Das habe ich am eigenen Leibe hart spüren müssen, darum nehme ich mich nicht mehr so wichtig." Aber: "Unabhängig von meiner Person ist der Trainer die wichtigste Person im Verein, die man so lange wie möglich schützen sollte." Das gelte "allgemein und hat nichts mit meinem Fall zu tun". Nun habe er erst einmal "einfach Bock auf dieses Spiel am Sonntag." Sein Verhältnis zu Manager Jörg Schmadtke und den Zeitplan bei den Gesprächen über seinen Vertrag wolle er "nicht öffentlich diskutieren". Labbadia: "Wenn es etwas von meiner Seite gibt, werde ich das sagen. Wenn es etwas von Seiten des Vereins gibt, wird er das sagen."

Personell hat sich die Lage beim VfL entspannt. Am Donnerstag waren Stürmer Wout Weghorst und Yannick Gerhardt wieder im Training, das Robin Knoche wegen Unwohlseins abbrechen musste. Sein Einsatz sollte aber nicht in Gefahr sein. Labbadia: "Er ist hart im Nehmen, ich gehe davon aus, dass er spielen kann."

Kohfeldt lobt Labbadia

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Bei Werder Bremen fällt am Sonntag Yuya Osako mit Rückenproblemen aus, Davy Klaassen ist nach einer Knöchelverletzung am Donnerstag wieder ins Training eingestiegen – und dürfte damit auch am Sonntag in Wolfsburg auflaufen. Ebenfalls mittrainieren konnte Philipp Bargfrede, der am Mittwoch noch individuell gearbeitet hatte. Sebastian Langkamp, Josh Sargent, und Aron Johannsson fehlten hingegen – genau wie Fin Bartels, für den ein Comeback bei den Profis noch zu früh kommt. Er soll am Wochenende für die U23 auflaufen. Das Spiel in Wolfsburg, so Trainer Florian Kohfeldt sei eine Herausforderung: "Der VfL hat in in der Rückrunde genauso viel gepunktet wie wir. Das wird eine schwere Aufgabe, aber wir wollen gewinnen." Und er lobt seinen Kollegen Labbadia: "Was Bruno geschafft hat, ist beeindruckend. Da steht eine echte Mannschaft auf dem Platz. Wolfsburg ist mit Ball das Team mit den meisten Positionswechseln, sie arbeiten viel mit gegenläufigen Bewegungen und sind schwer greifbar."