03. August 2021 / 19:06 Uhr

Lacroix: RB lässt nicht locker, Wolfsburg-Boss bleibt hart, "ob Leipzig das akzeptiert oder nicht"

Lacroix: RB lässt nicht locker, Wolfsburg-Boss bleibt hart, "ob Leipzig das akzeptiert oder nicht"

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Jörg Schmadtke will Maxence Lacroix (l.) nicht gegen lassen, Leipzig (r. Oliver Mitzlaff) macht sich dennoch Hoffnung.
Jörg Schmadtke will Maxence Lacroix (l.) nicht gegen lassen, Leipzig (r. Oliver Mitzlaff) macht sich dennoch Hoffnung. © Roland Hermstein / dpa
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RB Leipzig macht sich weiter Hoffnung auf eine Verpflichtung von Maxence Lacroix vom VfL Wolfsburg. Doch VfL-Manager Jörg Schmadtke bleibt hart - und hofft, dass RB bei den Gepflogenheiten der Verhandslungsführung "den Pfad der Tugend nicht verlässt".

Muss der VfL Wolfsburg doch noch um den Verbleib von Maxence Lacroix zittern? RB Leipzig hat offenbar die Hoffnung auf die Verpfichtung des Innenverteidigers noch nicht aufgegeben - obwohl VfL-Manager Jörg Schmadtke einen Wechsel bereits ausgeschlossen hat. Die Gespräche seien "beendet" hatte Schmadtke während des Österreich-Trainingslagers erklärt. Das sah RB offenbar nicht so. „Das ist der Stand, den Herr Schmadtke und Wolfsburg verkündet haben", sagte Leipzig-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff bei Sky - und erklärte, dass man mit dem Spieler weiter in Kontakt sei. "Jetzt schauen wir, ob wir vielleicht doch noch mal die Gespräche aufnehmen können. Wir werden sehen, was bis zum Ende des Transferfensters passiert.“

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Lacroix hatte bereits vor Wochen den Leipzigern Wechselbereitschaft signalisiert, RB schickte daraufhin zwei Angebote nach Wolfsburg, die aber zu weit weg von den rund 30 Millionen Euro waren, die der VfL verlangte. Weil Leipzig nicht nachlegte, zog Schmadtke dann vor 14 Tagen einen Schlusstrich, sagte: "Maxence bleibt." Und die Frage, ob es dabei auch bleibe, wenn RB doch noch einmal in Sachen Ablöse nachlegt, beantwortet der Manager mit einem klaren: "Ja!"

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Dabei bleibe es auch, so Schmadtke am Dienstag gegenüber dem SPORTBUZZER - und er verwies darauf, dass ein anderer Klub mit einem Spieler, der noch mindestens ein halbes Jahr unter Vertrag steht, nur reden dürfte, wenn der VfL das erlaube. Das habe er aktuell aber nicht getan. Und ohnehin sei klar: Dass Lacroix in Wolfsburg bleibt, "ist nicht nur der Stand der Dinge, das bleibt auch der Stand der Dinge - ob Leipzig das akzeptiert oder nicht". Und es wäre "schön", wenn RB bei den Gepflogenheiten der Verhandslungsführung "den Pfad der Tugend nicht verlässt".

Lacroix war im Sommer 2020 vom französischen Zweitligisten FC Sochaux für rund 5 Millionen Euro zum VfL gekommen, entwickelte sich dank seiner Schnelligkeit und seiner Zweikampfstärke zu einem der besten Innenverteidiger der Bundesliga. Eine Position, auf der Leipzig Bedarf hat - Dayot Upamecano wechselte für 42,5 Millionen Euro zum FC Bayern, Ibrahima Konaté für bis zu 46 Millionen Euro zum FC Liverpool. Der VfL verplfichtete derweil mit Sebastiaan Bornauw vom 1. FC Köln einen neuen Innenverteidiger, Schmadtke betonte allerdings stets, dass dieser Transfer nicht im Zusammenhang mit einem möglichen Lacroix-Abschied steht. Mit John Anthony Brooks (dessen bis 2022 laufender Vertrag verlängert werden soll), Marin Pongracic, Lacroix und Bornauw hat Wolfsburg nun vier Bundesliga-erfahrene Innenverteidiger im Kader, außerdem bekam Nachwuchsspieler Anselmo Garcia MacNulty vor kurzem einen Profivertrag.

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In der vergangenen Saison stand mit Jeffrey Bruma ein weiterer Innenverteidiger im VfL-Kader, der Vertrag des Niederländers wurde nicht verlängert. Seitdem ist der 29-Jährige vereinslos, Gespräche über ein Engagemant beim Montpellier HSC haben sich zerschlagen. Wie das „Eindhovens Dagblad“ nun berichtet, zieht es Bruma nun womöglich in die türkische Süper Lig, der Ex-Nationalspieler soll sich in Istanbul zu Gesprächen mit Kasimpasa (im Vorjahr Tabellen-14.) befinden.

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