30. Juni 2020 / 19:00 Uhr

Land lockert Corona-Bremse: Das sind die neuen Freiheiten im Amateursport

Land lockert Corona-Bremse: Das sind die neuen Freiheiten im Amateursport

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bald wieder erlaubt: Handball und Fußball mit Kontakt.
Bald wieder erlaubt: Handball und Fußball mit Kontakt. © Debbie Jayne Kinsey/Florian Petrow
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Seit Mitte März gelten Zweikampfverbot und Abstandsregeln im Amateursport. Nun scheint die Landesregierung in Niedersachsen das Corona-Verbot in weiten Teilen aufheben und Training unter Wettkampfbedingungen zulassen zu wollen. Hannovers Sportszene reagiert verhalten auf die Pläne.

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Die Sportszene in Hannover hat lange auf diese Botschaft gewartet. Während in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen und Hessen längst wieder das Sporttreiben mit Körperkontakt erlaubt ist, sogar Testspiele erlaubt waren, stand Niedersachsen auf der Corona-Bremse. Bis jetzt.

Montag, 6. Juli, ist der Stichtag

Von Montag, 6. Juli, an – so steht es im Entwurf der Verordnung, die am Freitag offiziell vorgestellt wird – soll wieder Sport ohne Ab­stand erlaubt sein.

Allerdings unter folgenden Bedingungen. Kontakt ist nur erlaubt, wenn der Sport in „festen Kleingruppen von nicht mehr als 30 Personen erfolgt“. Ebenso müssen die Kontaktdaten und Dauer erfasst werden. Im Vergleich zum Sportverbot ein erheblicher Schritt nach vorne.

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Der SPORTBUZZER hat die Reaktionen der Vereine und Verbände gesammelt. Das sagen ...

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... die Fußballer
: Mehmet Cobankara (50) war etwas „mulmig“ zumute im ersten Fußballtraining in Kleingruppen und auf Abstand: „Ich habe mehr Hütchen aufgestellt als sonst, aber ich war froh, die Kinder wiederzusehen“. Er trainiert die Kinder des Jahrgangs 2011 (ab heute E-Jugend) und die B-Junioren bei Kleeblatt Stöcken. Den Kindern hat „die Bewegung erst mal unheimlich gutgetan“, sagt Cobankara. Ab nächste Woche dürfen sich die Kinder endlich mit Toren in Trainingsspielen belohnen: „Das trockene Training wird irgendwann langweilig. Tore und Zweikämpfe stärken ihr Selbstbewusstsein, sie gehen stärker nach Hause.“ Eines wird der leidenschaftliche Trainer aus der Abstandsregelzeit beibehalten: „Die Abstandshütchen beim Torschuss, dann zankt sich keiner mehr, wer dran ist und keiner schießt dem anderen den Ball weg.“ Zur Galerie
... die Fußballer : Mehmet Cobankara (50) war etwas „mulmig“ zumute im ersten Fußballtraining in Kleingruppen und auf Abstand: „Ich habe mehr Hütchen aufgestellt als sonst, aber ich war froh, die Kinder wiederzusehen“. Er trainiert die Kinder des Jahrgangs 2011 (ab heute E-Jugend) und die B-Junioren bei Kleeblatt Stöcken. Den Kindern hat „die Bewegung erst mal unheimlich gutgetan“, sagt Cobankara. Ab nächste Woche dürfen sich die Kinder endlich mit Toren in Trainingsspielen belohnen: „Das trockene Training wird irgendwann langweilig. Tore und Zweikämpfe stärken ihr Selbstbewusstsein, sie gehen stärker nach Hause.“ Eines wird der leidenschaftliche Trainer aus der Abstandsregelzeit beibehalten: „Die Abstandshütchen beim Torschuss, dann zankt sich keiner mehr, wer dran ist und keiner schießt dem anderen den Ball weg.“ ©

Der SPORTBUZZER hält euch in den nächsten Tagen über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.