16. September 2020 / 12:06 Uhr

Land stoppt Fan-Rückkehr: Doch nur 500 Zuschauer beim Wolfsburg-Start gegen Bayer!

Land stoppt Fan-Rückkehr: Doch nur 500 Zuschauer beim Wolfsburg-Start gegen Bayer!

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leere Ränge: In Wolfsburg können beim Liga-Start nun doch nur 500 Fans dabei sein
Leere Ränge: In Wolfsburg können beim Liga-Start nun doch nur 500 Fans dabei sein © Boris Baschin
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Der VfL Wolfsburg hatte zum Liga-Start gegen Bayer Leverkusen mit 6000 Zuschauern in der VW-Arena geplant, aber jetzt ist alles wieder anders...

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Alles wieder anders: Der VfL Wolfsburg wird am Sonntagabend (18 Uhr) bei seinem Start in die neue Fußball-Bundesliga-Saison doch nicht vor 6000 Fans spielen können, sondern "nur" vor 500. Möglich gemacht hatte das eine bundeseinheitliche Regelung, auf die sich die Chefs der Staatskanzleien der Bundesländer am Dienstagnachmittag geeinigt haben. Aber Niedersachsen macht da noch nicht mit!

Pörsken: "Es soll dann auch klappen"

Das Land Niedersachsen startet seinen Testbetrieb mit Fans in Stadien noch nicht an diesem Wochenende, sondern erst am Samstag, 26. September. Das hat Regierungssprecherin Anke Pörksen am Mittwoch gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) erklärt. "Es soll dann auch klappen", begründete die Staatssekretärin, dass Niedersachsen nicht bereits am kommenden Wochenende Zuschauer in größerem Umfang in die Stadien und Hallen lässt. Die entsprechenden Hygienekonzepte der Stadien müssten erst geprüft werden, außerdem seien Rückkopplungen mit den jeweiligen Gesundheitsämtern nötig, und es müsse die Corona-Verordnung des Landes noch geändert werden.

Die Bundesländer hatten sich am Dienstag in einer Videoschalte auf eine flächendeckende Fan-Rückkehr in die Fußballstadien und Sporthallen geeinigt. In einer sechswöchigen Testphase ist zunächst eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Kapazität erlaubt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden.

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Meeske: "Bereits grünes Licht erhalten"

„Wir hatten gehofft, dass wir schon am Sonntag vor deutlich mehr Zuschauern spielen können und hatten diesbezüglich auch von den örtlichen Behörden bereits grünes Licht erhalten", so VfL-Geschäftsführer Michael Meeske in einer Pressemitteilung des Klubs. "Immer aber unter dem Vorbehalt, dass das Land Niedersachsen die finale Zustimmung noch erteilen muss. Dass das jetzt bis zum kommenden Wochenende nicht umsetzbar ist, ist für unsere Fans natürlich sehr schade. Aber wir freuen uns, dass wir schon bei unserem zweiten Heimspiel mehr Anhängern die Möglichkeit geben können, das Spiel live im Stadion zu verfolgen.“ Das zweite VfL-Heimspiel der neuen Saison steigt am 4. Oktober, Gegner ist dann der FC Augsburg.

Über die Ticketvergabe für die Partie gegen Leverkusen wird beim VfL per Losverfahren entschieden, die Gewinner werden am heutigen Mittwoch benachrichtigt. Wichtiger Hinweis: Alle VfL-Fans, die sich für das Spiel beworben haben und nicht zu den 500 Gewinnern zählen, erhalten automatisch die Möglichkeit beim Augsburg-Heimspiel Arena dabei zu sein.

Weil: Einheitliches Vorgehen bei Großveranstaltungen

Die Regelungen für eine Fan-Rückkehr in die Fußballstadien sollen laut Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) unterdessen auch auf andere Großveranstaltungen übertragen werden. Alle Beteiligten gingen davon aus, dass die gefundenen Maßstäbe im Fußball Vorbild seien für andere Großveranstaltungen wie Konzerte, erklärte Weil nach der Verständigung der Länder auf einen Testbetrieb mit Fans im Fußball.

"Es wäre gut, wenn wir zu einem bundesweit einheitlichen Vorgehen bei Großveranstaltungen kämen - die Sportlerinnen und Sportler, auch die Künstlerinnen und Künstler und alle sport- und kulturbegeisterten Menschen hätten es verdient", sagte Weil und betonte gleichzeitig, dass die Ausweitung auf den Kultur- und Veranstaltungsbereich aus seiner Sicht erst nach erfolgreichem Probebetrieb im Sport erfolgen könne.

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