06. April 2021 / 21:53 Uhr

Landesfußballverband zieht Reißleine – Saison wird ohne weitere Spiele beendet

Landesfußballverband zieht Reißleine – Saison wird ohne weitere Spiele beendet

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Symbolbild
Seit Anfang November mussten die meisten Aktiven im MV-Amateurfußball ihre Fußballschuhe nicht mehr rausholen. © imago images/Avanti
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Nach 2020 wird der Landesfußballverband MV auch in diesem Jahr die Spielzeit abgebrochen. Die Landespokale der Herren und Frauen sind davon ausgenommen. Auf- und Abstiegsregelungen sind analog zum Vorjahr – mit einer Ausnahme.

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Jetzt ist es amtlich: Der Landesfußballverband (LFV) wird die Saison im Amateurbereich in allen Alterklassen aufgrund der Corona-Pandemie vorzeitig beenden. Gleiches gilt für die Kreisfußballverbände (KFV) Warnow, Westmecklenburg, Vorpommern-Greifswald und Schwerin-Nordwestmecklenburg, die die Entscheidung mitragen werden. Die Verbände in den Kreisen Nordvorpommern-Rügen und der Mecklenburgischen Seenplatte werden eigenständige Regelungen treffen, wie sie die Spielzeit in ihrer Region auslaufen lassen werden.

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Der LFV folgt mit seinem Entschluss der Empfehlung des vor einem Jahr gebildeten Krisenstabs im Verband. Das Gremium hatte in der Vorwoche dazu geraten, die Saison ohne weitere Partien zu beenden. Damit gibt es nach 2020 den zweiten Saison-Abbruch im MV-Amateurfußball.

Das sind die besten Torjäger in MV auf Landesebene (Stand: 7. November 2020)

Hier bietet sich Maik Peters (l.) doch noch zum Ende eine Chance, Warins Marcel Manns unterläuft den Ball. Zur Galerie
Hier bietet sich Maik Peters (l.) doch noch zum Ende eine Chance, Warins Marcel Manns unterläuft den Ball. ©

Analog zum Vorjahr wird es keine sportlichen Absteiger aus Landesebene geben. Vereine, die dennoch freiwillig absteigen wollen, können im Zeitraum zwischen dem 15. April und dem 1. Juni einen entsprechenden Antrag stellen.

Aufsteiger in die nächsthöhrere Spielklasse sind angedacht. Staffelsieger beziehungsweise Meister wird es aber nicht geben. Die Tabellenersten - bei Verzicht die -zweiten beziehungsweise -dritten - sind aufstiegsberechtigt. In den jeweiligen Ligen wird die Quotientenregel zur Anwendung kommen. Genommen werden dafür die Tabellenstände vom 1. November 2020. Danach war aufgrund des bundesweiten Wettkampfverbotes im Amateur- und Freizeitsport kein Spiel mehr ausgetragen worden. Sollte der Quotient in der Abschlusswertung zwischen Teams gleich sein, entscheidet zunächst Tordifferenz über die Platzierung. Weitere folgende Parameter sind die Anzahl der geschossenen Tore und an dritter Stelle der direkte Vergleich zwischen zwei Mannschaften.

Bei der Aufstiegsregelung wird es eine Ausnahme geben. Statt der vor der Spielzeit angedachten vier Aufstiegsplätze von der Landes- in die Verbandsliga, wird es nur drei geben.

Während im Ligabetrieb keine Begegnung mehr über die Bühne gehen wird, sollen die Landespokalwettbewerbe der Herren und Frauen noch sportlich beendet werden. Der LFV schließt es nicht aus, dass auch über das Saisonende (30. Juni) hinaus die ausstehenden Cup-Spiele ausgetragen werden können. Die gleiche Option gibt es für die Kreispokale der Herren und Frauen. Im Kreis Nordvorpommern-Rügen wurde der Pokal hingegen schon abgebrochen.

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Sollte dennoch im Landespokal kein Sieger sowie keine Siegerin sportlich ermittelt werden können, wird die jeweils noch im Wettbewerb vertretene, sportlich bestplatzierte Mannschaft aus der höchsten Spielklasse vom LFV für den DFB-Pokal 2021/22 bestimmt. Die Regelung gilt bei den Herren auch, wenn sich der FC Hansa Rostock direkt über die 3. Liga für den DFB-Pokal qualifizieren sollte.

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