28. Mai 2017 / 18:14 Uhr

Landesklasse West: Viertes Spiel in Folge ohne Niederlage für den TSV Treuenbrietzen

Landesklasse West: Viertes Spiel in Folge ohne Niederlage für den TSV Treuenbrietzen

Jörgen Heller
Märkische Allgemeine Zeitung
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Pit Päpke (l.), hier im Heimspiel des vergangenen Spieltages gegen Veritas Wittenberge/Breese, erzielte in der 88. Minute per Kopfballtor den verdienten 2:2-Ausgleich. © Jörgen Heller
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Landesklasse West: TSV Treuenbrietzen erkämpft sich beim Gastgeber Fortuna Babelsberg ein leistungsgerechtes Remis.

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Fortuna Babelsberg - TSV Treuenbrietzen 2:2

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Nach seinem engagierten Einsatz am vergangenen Heimspieltag gegen den FSV Veritas Wittenberge/Breese erhielt Olgar Agaba für die schwere Auswärtspartie beim Tabellen-Zweiten der Landesklasse West, Fortuna Babelsberg, das Vertrauen des Trainers Peter Dörrwandt von Anfang an spielen zu dürfen. Der Offensivmann bedankte sich dafür mit dem Führungstreffer für den TSV Treuenbrietzen. Er und seine Teamkollegen ließen den spielstarken Gastgeber im weiteren Verlauf nicht zur gewünschten Entfaltung kommen und trennten sich am Ende 2:2 (1:0). Damit bleiben die Sabinchenstädter auch im vierten Spiel in Folge gegen einen Gegner aus dem oberen Tabellenbereich ohne Niederlage. Da aber der ärgste Konkurrent im Kampf um den Klassenverbleib, Rot-Weiß Gülitz, am drittletzten Spieltag einen 4:2-Heimsieg gegen den SV Rhinow/Großderschau feierte, hat der TSV nun nur noch einen Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Treuenbrietzens Coach Dörrwandt musste in Babelsberg nur auf Philip Müller und Christian Knappe verzichten. Ins Tor kehrte Enrico Maas zurück und Nico Höhne erklärte sich trotz noch nicht vollständiger Genesung bereit, aufzulaufen. Höhne und seine Mitspieler mussten sich vor den Augen von 53 Zuschauern auf dem Sternsportplatz zu Beginn gleich dem Offensivdruck der Hausherren erwehren, die nach Standards dreimal den Ball nur knapp neben das TSV-Gehäuse setzten. Nach und nach konnten sich die Fläminger aus dem offensiven Klammergriff der Fortunen befreien und selbst für Torgefahr sorgen. In der 27. Spielminute zog Agaba nach einem Diagonalpass von rechts in den gegnerischen Strafraum. Er verpasste es jedoch abzuschließen und passte ins Zentrum zu Thomas Knappe, der das Leder neben das Tor setzte. Nach einer Ecke für die Gäste kam es in der 34. Minute zu einem Strafraumgewühl. Nachdem Tristan Rhaues Abschluss geblockt wurde und Pit Päpke darauf den Ball knapp verpasste, konnte Agaba zum 1:0 einnetzen. Mit der knappen TSV-Führung ging es in die Kabinen.

Gäste überzeugten in der Abwehr

Dort bemerkte Rhaue, dass ein Knie anschwoll. Der Stürmer versuchte es noch ein paar Minuten nach dem Seitenwechsel. In der 58. Minute musste er aber ausgewechselt werden. Ihn ersetzte der großgewachsene Trainer Dörrwandt. Auf keinen Fall wollte er sein Team nun umstellen. Schließlich funktionierte das Zusammenspiel seiner Mannen auf ihren Positionen sehr gut. So übernahm er die Stürmer-Position von Rhaue. Babelsberg erhöhte nach Wiederanpfiff den Druck, um schnellstmöglich auszugleichen. Zwingende Torchancen sprangen durch die diszipliniert stehende TSV-Abwehr zunächst aber keine heraus. Gefährlich wurde es einige Male nur nach Standards, bei denen Treuenbrietzens Keeper Maas aber nicht eingreifen musste. Auf der Gegenseite spielte der TSV auch einige Male gut nach vorne. Die Bälle fanden vom Timing her aber nicht den Weg zu Dörrwandt. In der 65. Minute dann ein Angriffsversuch der Fortuna. Dabei kam Karsten Päpke bei der Verteidigung im Strafraum einen Schritt zu spät. Nach dem Fall des Fortunen zeigte der Referee auf den Punkt und Babelsbergs Justus Kautz konnte zum 1:1 verwandeln. In dieser Phase agierte Treuenbrietzen zu nachlässig, so dass erneut Torgefahr aufkam. Nach einer Ecke in der 68. Minute kam der Fortune Robert Flügel aus 18 Metern erfolgreich zum Abschluss und brachte sein Team erstmals in Führung. Darauf stellte Dörrwandt seine Mannschaft offensiver ein und prompt erhöhte sie die Schlagzahl. Nach mehreren vergebenen Chancen nach Standards vollführte Dörrwandt in der 88. Minute von der rechten Seite einen weiten Einwurf zum kurzen Pfosten. Pit Päke wollte von dort per Kopf verlängern. Der Ball flog im Bogen aber ins lange Eck zum umjubelten 2:2-Ausgleich. In der dreiminütigen Nachspielzeit kam Fortuna noch zu zwei guten Abschlüssen. Der TSV konnte den Punkt aber festhalten, womit er sich für seinen engagierten, geschlossenen Mannschaftsauftritt belohnte. Treuenbrietzens Trainer Peter Dörrwandt meinte nach der Punkteteilung: „Kämpferisch waren wir heute die bessere Mannschaft. Über weite Phasen des Spiels hat man nicht erkennen können, dass der Zweite gegen den Viertletzten der Landesklasse West spielt.“ Fortuna Babelsbergs Trainer Sebastian Michalske sagte nach dem Remis: „Wir konnten unser Offensivspiel überhaupt nicht entfalten. Die Treuenbrietzener haben heute nur wenig zugelassen. Den Punkt haben sie sich voll verdient.“