28. Dezember 2020 / 18:12 Uhr

Landesklasse-Zwischenbilanz: Zwenkau und Lipsia trotz Corona soweit zufrieden

Landesklasse-Zwischenbilanz: Zwenkau und Lipsia trotz Corona soweit zufrieden

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
VfB-Trainer Jens Wuttke im Spiel gegen den FSV Krostitz.
Der Zwenkauer Trainer Jens Wuttke mag aus der Tabelle noch keine Saisonbilanz ziehen, da sie zu verzerrt ist. © Alexander Prautzsch
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Die Corona-Pause ärgert auch das Landesklasse-Führungsduo VfB Zwenkau und Lipsia Eutritzsch. Der LSV Südwest ist die einzige Mannschaft, die bereits neun Partien absolviert hat. Dadurch ist die Tabelle derzeit stark verzerrt.

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Leipzig. Maximal neun Spiele haben die Landesklasse-Fußballer absolviert, die erste Halbserie der Saison 2020/21 ist also bei weitem noch nicht komplett, die Tabelle verzerrt. Die Zwischenbilanz zur eigentlichen Saisonhalbzeit wird also eher eine zum „Saisonviertel“.

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Im Winter steht mit bereits acht Spielen der VfB Zwenkau am besten da, doch die Eutritzscher Lipsia könnte gleichziehen, sofern und sobald sie die sechs Punkte Rückstand mit zwei Siegen in den fehlenden zwei Partien kompensieren kann. Die beiden führenden Mannschaften dürfen also bislang recht zufrieden sein. VfB-Trainer Jens Wuttke ist es auch, relativiert aber: „Nach acht Spielen kann man keine große Bilanz ziehen. Wir wollten oben mitspielen, das haben wir erfüllt. Meckern kann ich bei sieben Siegen und nur einer Niederlage nicht. Mehr kann ich aber auch kaum sagen.“

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Sein Eutritzscher Kollege Dirk Havel ist ebenfalls „im Großen und Ganzen zufrieden“, hadert jedoch mit der Corona-Pause natürlich wie alle anderen: „Diese Unterbrechungen sind ärgerlich. Zumal wir nach schwieriger Vorbereitung in eine Superform gekommen waren.“ Erfreulich sei, dass seine Lipsia-Jungs wenige Verletzungen hatten. Die Zeit im zwangsweisen Einzeltraining versuche man mit Videoschalten zu überbrücken. „So trainieren wir trotzdem irgendwie zusammen“, sagt Havel. „Wir haben auch eine Art Weihnachtskalender mit täglich anderen lustigen Trainingsaufgaben gestrickt, um ein wenig Spaß in die triste Sache zu bringen.“

LVB noch sieglos

Mit einem Spiel weniger als Zwenkau und einem mehr als Lipsia liegt der Radefelder SV ähnlich aussichtsreich auf Rang drei, punktgleich mit den Eutritzschern. Aufsteiger LSV Südwest schlägt sich bislang gleichfalls sehr wacker, liegt punktgleich mit dem viertplatzierten FSV Krostitz auf Rang fünf, hat aber als einziges Team auch schon neun Partien gespielt. Und mit Patrick Böhme einen der besten Torjäger (6 Treffer) in seinen Reihen.

Auch LSV-Mitaufsteiger Hartenfels Torgau schlägt sich als sechster bisher gut. Dahinter folgt als drittbestes Leipziger Team der SV Tapfer. Auch Rotation 1950 (9.) und der SV Liebertwolkwitz (10.) schwimmen noch im Tabellenmittelfeld mit. Roter Stern rangiert als Zwölfter hingegen gefährlich nah an den Abstiegsrängen, hat aber auch erst sechs Partien austragen können. Sogar sehr gefährlich stellt sich die Lage für die noch sieglose LVB-Elf dar. Mit nur zwei Punkten ist sie gegenwärtig Tabellenletzter, obwohl sie in den Spielen oftmals gleichwertig war.

Die besten Torschützen

Ronny Jähn (Rotation 1950)       6

Marcus Richter (Radefelder SV) 6

Patrick Böhme (LSV Südwest)   6

Patryk Stawiarski (Rotation)      5

Sebastian Rast (ESV Delitzsch)  5

Erik Zimmer (Lipsia Eutritzsch)  4

Oliver Kober (Tapfer Leipzig)     4

Alexander Marzog (Krostitz)      4

Tidjane Silla (Radefeld)                4

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Martin Olbricht (Zwenkau)        4

Roman Kretzschmar (LSV SW)   4